Im Gaißacher Ortsteil Untermberg, am Rand des Isarwinkels südlich von Bad Tölz, liegt der Reiserlift. Das Gebiet gehört zur Gruppe der kleinen Dorfskilifte in Oberbayern, die vor allem von Familien aus der Umgebung, Skianfängern und Kindern genutzt werden. Wer einen kurzen Nachmittag im Schnee sucht oder den Nachwuchs an die Bretter gewöhnen will, ist hier richtig. Für einen ganzen Tag mit sportlichen Ansprüchen fehlt die Größe.
Lage & Anreise
Gaißach liegt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, unmittelbar südöstlich von Bad Tölz im Tal der Isar. München ist gut 50 Kilometer entfernt. Mit dem Auto führt die übliche Route über die A8 bis zur Ausfahrt Holzkirchen und weiter über die Bundesstraßen nach Bad Tölz, von dort sind es nur wenige Minuten bis Gaißach. Der Lift befindet sich im Ortsteil Untermberg, die Zufahrt erfolgt über Gemeindestraßen.
Praktisch für Tagesgäste ohne Auto: Gaißach hat einen eigenen Bahnhof an der Strecke München, Holzkirchen, Bad Tölz, Lenggries. Die Züge verkehren regelmäßig, die Fahrt ab München dauert gut eine Stunde. Vom Bahnhof zum Lift ist ein Fußweg innerhalb des Gemeindegebiets nötig, mit Skiausrüstung und Kindern sollte man dafür etwas Zeit einplanen.
Zu Parkmöglichkeiten und eventuellen Gebühren gibt die offizielle Website des Liftbetreibers unter reiserlift.de Auskunft.
Pisten & Lifte
Der Reiserlift ist ein klassischer Dorflift mit überschaubarem Hang. Das Gelände ist auf kurze Abfahrten ausgelegt, die man in wenigen Minuten fährt und dann mit dem Lift wiederholt. Genau das macht den Reiz für Einsteiger aus: Man lernt ohne lange Wege und ohne Gedränge wie in großen Skigebieten.
Die Lage in der Talregion des Isarwinkels, deutlich unter 1.000 Metern, hat Folgen für die Saison. Der Betrieb hängt stark vom Winter ab. In schneereichen Wintern läuft der Lift über längere Zeit, in milden Wintern kann die Saison kurz ausfallen oder unterbrochen werden. Das ist bei allen Liften dieser Höhenlage im bayerischen Voralpenland so und keine Besonderheit von Gaißach.
Wer mehr Pisten sucht, findet sie in der Nachbarschaft: Am Brauneck bei Lenggries, rund zehn Kilometer weiter südlich, und am Blomberg bei Bad Tölz stehen größere Anlagen zur Verfügung.
Für wen geeignet
Anfänger
Für erste Versuche auf Skiern oder dem Snowboard ist ein kleiner Hang mit kurzem Lift ideal. Man kann Kurven üben, ohne dass schnelle Fahrer vorbeischießen, und das Liftfahren selbst lässt sich in Ruhe lernen.
Familien mit Kindern
Familien aus dem Tölzer Land und dem Münchner Süden nutzen solche Lifte gern für ein paar Stunden am Wochenende oder nach der Schule. Die Wege sind kurz, die Eltern behalten den Überblick, und die Anreise ist kaum länger als zu einem Spielplatz.
Fortgeschrittene und Könner
Wer sicher auf roten und schwarzen Pisten unterwegs ist, wird hier schnell unterfordert sein. Der Reiserlift taugt allenfalls zum Aufwärmen oder für eine kurze Trainingseinheit. Für einen vollen Skitag sind Brauneck, Sudelfeld oder die Skigebiete in Tirol die passenderen Ziele.
Nicht geeignet für
Gruppen mit unterschiedlichem Können, die einen ganzen Tag abwechslungsreiche Abfahrten erwarten, und Urlauber, die eine Skiwoche planen.
Skipass & Preise
Dorflifte dieser Größe arbeiten meist mit einfachen Tarifen, oft mit Stunden- oder Punktekarten neben der Tageskarte. Das passt gut zu Kindern, die nach zwei Stunden genug haben. Aktuelle Preise für die Saison 2026/27 veröffentlicht der Betreiber auf reiserlift.de. Im Vergleich zu großen Skigebieten liegen die Kosten bei kleinen Liften in Oberbayern in der Regel deutlich niedriger, was einen spontanen Besuch attraktiv macht.
Ein Überblick zu typischen Skipasskosten in Bayern und Österreich findet sich in unserem Ratgeber zu Skipass-Preisen.
Einkehr & Service
Bei einem Dorflift steht das Skifahren im Vordergrund, nicht die Hüttenkultur. Wer nach dem Skifahren einkehren möchte, findet in Gaißach und im nahen Bad Tölz Gasthäuser und Cafés. Skiverleih und Skischulen gibt es im Raum Bad Tölz und Lenggries, sodass Anfänger ihre Ausrüstung schon vor der Anfahrt besorgen können. Ob am Lift selbst Verpflegung oder Unterricht angeboten wird, steht auf der Website des Betreibers.
Tipps
- Vor der Anfahrt auf reiserlift.de prüfen, ob der Lift läuft. Bei dieser Höhenlage entscheidet die aktuelle Schneelage über den Betrieb, oft kurzfristig.
- Die Anreise mit der Bahn bis Gaißach spart die Parkplatzsuche an Wochenenden und lässt sich gut mit dem Deutschlandticket kombinieren.
- Für Familien mit gemischtem Können bietet sich eine Kombination an: Kinder und Einsteiger am Reiserlift, geübte Fahrer an einem anderen Tag am Brauneck in Lenggries.
- Nach frischem Schneefall lohnt sich der frühe Besuch, weil der Hang dann am besten präpariert ist.
- Für das erste Mal auf Skiern reichen bei einem kleinen Lift oft zwei bis drei Stunden. Wer Stunden- oder Punktekarten nutzt, zahlt nur, was er wirklich fährt.
Häufige Fragen
Lohnt sich die Anfahrt aus München?
Für Familien mit kleinen Kindern und für Anfänger ja, weil die Anreise kurz ist und der Hang überschaubar bleibt. Sportliche Fahrer sind am Brauneck oder am Sudelfeld besser aufgehoben.
Welche größeren Skigebiete liegen in der Nähe?
Das Brauneck bei Lenggries liegt rund zehn Kilometer südlich, der Blomberg bei Bad Tölz ist ebenfalls in wenigen Autominuten erreichbar.
Kann man ohne Auto anreisen?
Ja. Gaißach hat einen Bahnhof an der Strecke von München nach Lenggries, der Lift liegt im Gemeindegebiet.


