Das Zettersfeld liegt oberhalb von Lienz in Osttirol und ist eines der beiden Skigebiete, die von der Lienzer Bergbahnen AG betrieben werden. Das Gelände erstreckt sich über ein nach Süden ausgerichtetes Plateau an den Ausläufern der Schobergruppe. Es richtet sich vor allem an Familien, Wiedereinsteiger und Genussfahrer, die einen Skitag ohne lange Anfahrt verbringen wollen.
Lage und Anreise
Die Talstation der Zettersfeldbahn befindet sich am nördlichen Stadtrand von Lienz, im Übergang zur Gemeinde Gaimberg. Damit gehört das Zettersfeld zu den wenigen Skigebieten in Tirol, die sich direkt aus einer Bezirkshauptstadt erreichen lassen. Wer in Lienz übernachtet, braucht für den Weg zum Lift kaum Zeit.
Mit dem Auto führen mehrere Wege nach Lienz:
- Aus Richtung Salzburg und Kitzbühel über die Felbertauernstraße, die durch den mautpflichtigen Felbertauerntunnel führt
- Aus Kärnten über das Drautal oder über den Iselsberg
- Aus Südtirol über das Pustertal und den Grenzübergang bei Arnbach
An der Talstation stehen Parkplätze zur Verfügung. Ob und in welcher Höhe eine Parkgebühr anfällt, steht auf der offiziellen Website der Lienzer Bergbahnen.
Mit der Bahn ist Lienz gut erreichbar. Der Bahnhof Lienz liegt an der Strecke durch das Drautal Richtung Villach sowie an der Verbindung durch das Pustertal. Vom Bahnhof zur Talstation lässt sich der Weg mit dem Stadtbus oder dem Taxi zurücklegen. Wer den Skiurlaub ohne Auto plant, findet hier eine der einfacheren Lösungen in Osttirol.
Pisten und Lifte
Die Zettersfeldbahn überwindet den Höhenunterschied von der Stadt bis auf das Plateau. Oben verteilen sich die Pisten auf mehrere Aufstiegsanlagen. Das Gelände ist überwiegend offen und weitläufig, was vor allem Fahrern entgegenkommt, die lieber breite Hänge als enge Waldschneisen mögen.
Durch die Südausrichtung ist das Zettersfeld ein ausgesprochen sonniges Gebiet. Das sorgt an klaren Tagen für angenehme Temperaturen und gute Sicht auf die Lienzer Dolomiten auf der gegenüberliegenden Talseite. Die Kehrseite: Bei längeren Warmphasen setzt die Sonne dem Schnee auf den tieferen und stärker exponierten Hängen früher zu als auf schattigen Nordhängen. Am Nachmittag wird der Schnee dann entsprechend weicher.
Das zweite Skigebiet der Lienzer Bergbahnen, der Hochstein, liegt auf der anderen Seite der Stadt. Zwischen beiden Gebieten gibt es keine Verbindung auf Skiern. Wer beide Berge an einem Tag fahren will, wechselt mit dem Auto oder dem Bus.
Aktuelle Angaben zu geöffneten Pisten und Liften, zum Pistenplan und zur Beschneiung veröffentlicht der Betreiber auf seiner Website.
Für wen geeignet
Für Anfänger und Wiedereinsteiger ist das Zettersfeld eine gute Wahl. Das offene Gelände auf dem Plateau lässt Raum für Übungsschwünge, und die überschaubare Größe macht die Orientierung leicht.
Familien mit Kindern profitieren von der kurzen Anreise aus Lienz und dem ruhigen Charakter des Gebiets. Wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, erreicht das Skigebiet ohne lange Autofahrt über Passstraßen.
Fortgeschrittene Fahrer finden abwechslungsreiche Hänge für einen entspannten Tag, besonders in Kombination mit dem Hochstein.
Nicht passend ist das Zettersfeld für sportliche Vielfahrer, die mehrere Tage am Stück große Pistennetze abfahren wollen. Wer das sucht, fährt in Osttirol besser in die größeren Gebiete im Iseltal oder im Pustertal. Auch für Freerider mit hohen Ansprüchen ist das Plateau nur begrenzt interessant.
Skipass und Preise
Die Tarife für die Wintersaison 2026/27 veröffentlichen die Lienzer Bergbahnen auf ihrer offiziellen Website. Dort finden sich auch Angaben zu Tageskarten für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, zu Halbtages- und Mehrtageskarten sowie zu Saisonkarten.
Da Zettersfeld und Hochstein vom selben Betreiber geführt werden, lohnt sich ein Blick darauf, ob der Skipass für beide Gebiete gilt. Das ist besonders für Gäste interessant, die mehrere Tage in Lienz verbringen und zwischen den Bergen wechseln möchten.
Außerdem sollte man prüfen, ob das Zettersfeld in einem regionalen Skipassverbund für Osttirol enthalten ist. Wer eine Woche in der Region bleibt und verschiedene Gebiete fahren möchte, fährt mit einem Verbundpass oft günstiger als mit Einzelkarten.
Einkehr und Service
Am Plateau gibt es Einkehrmöglichkeiten, in denen sich eine Mittagspause mit Blick über den Lienzer Talboden einlegen lässt. An sonnigen Tagen sind die Terrassen gut besucht.
Skischulen und Verleihbetriebe gibt es in Lienz. Da die Talstation am Stadtrand liegt, lässt sich die Ausrüstung bequem im Ort ausleihen. Aktuelle Informationen zu Serviceangeboten direkt am Berg stehen auf der Website der Lienzer Bergbahnen.
Tipps
- Wer in Lienz wohnt, kann auf das Auto verzichten und mit dem Stadtbus zur Talstation fahren. Das spart die Parkplatzsuche an Wochenenden.
- Die Südlage bringt am Vormittag den besten Schnee. Wer griffige Pisten mag, startet früh und legt die Pause auf die Mittagszeit.
- Die letzte Talfahrt mit der Zettersfeldbahn vor dem Losfahren prüfen. Die Rückkehr in die Stadt hängt an den Betriebszeiten der Gondel.
- Für einen zweiten oder dritten Skitag bietet sich der Hochstein auf der anderen Talseite an. Vorher klären, ob der Skipass für beide Gebiete gilt.
- Aus Salzburg oder Kitzbühel die Maut für den Felbertauerntunnel einplanen. Die Anfahrt über den Tunnel ist im Winter die übliche Verbindung nach Osttirol.
- An klaren Tagen lohnt die Mittagspause auf dem Plateau schon allein wegen der Aussicht auf die Lienzer Dolomiten.
Häufige Fragen
Sind Zettersfeld und Hochstein mit Skiern verbunden?
Nein. Die beiden Gebiete der Lienzer Bergbahnen liegen auf gegenüberliegenden Seiten von Lienz. Der Wechsel erfolgt mit dem Auto oder dem Bus.
Kann man das Zettersfeld ohne Auto erreichen?
Ja. Lienz hat einen Bahnhof, und die Talstation der Zettersfeldbahn liegt am Stadtrand. Vom Bahnhof geht es mit dem Stadtbus oder dem Taxi weiter.
Reicht das Zettersfeld für eine ganze Skiwoche?
Für Familien und Genussfahrer in Kombination mit dem Hochstein durchaus. Sportliche Fahrer, die jeden Tag neue Pisten suchen, sollten weitere Gebiete in Osttirol einplanen.


