Elm ist das letzte Dorf im Sernftal, einem Seitental im Kanton Glarus, und zugleich Ausgangspunkt eines mittelgroßen Skigebiets, das die Sportbahnen Elm AG betreibt. Das Gebiet reicht vom Dorf auf rund 1.000 Metern bis auf gut 2.100 Meter und umfasst rund 40 Pistenkilometer. Es richtet sich vor allem an Familien, Genussfahrer und Tagesgäste aus der Deutschschweiz, die ein ruhigeres Gebiet mit kurzer Anfahrt suchen.

Lage und Anreise

Elm gehört zur Gemeinde Glarus Süd und liegt am Talschluss des Sernftals. Hinter dem Dorf endet die Straße, weiter geht es nur zu Fuß über die Pässe. Das macht den Ort ruhig, bedeutet aber auch: Es gibt nur eine Zufahrt, und die führt durch das ganze Tal.

Mit dem Auto fährt man über die A3 bis zur Ausfahrt Niederurnen, dann über Glarus nach Schwanden und von dort ins Sernftal bis Elm. Aus Zürich sind es gut 90 Kilometer, die Fahrzeit liegt bei guten Verhältnissen um eineinhalb Stunden. Die Talstation liegt im Ortsteil Obmoos, dort stehen Parkplätze zur Verfügung. Informationen zu Parkgebühren stehen auf der offiziellen Website.

Ohne Auto reist man mit der Bahn bis Schwanden GL und steigt dort in den Bus nach Elm um, der durch das Sernftal bis ins Dorf fährt. Für Tagesgäste aus Zürich ist das eine brauchbare Alternative, gerade an Wochenenden mit Schneefall, wenn die Talstraße langsamer wird.

Pisten und Lifte

Vom Dorf führt eine Gondelbahn hinauf nach Ämpächli, von wo aus weitere Anlagen das eigentliche Skigebiet erschließen. Das Gelände liegt an den Hängen oberhalb von Elm, der höchste Punkt erreicht gut 2.100 Meter. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von rund 1.100 Metern, was für ein Gebiet dieser Größe beachtlich ist.

Die rund 40 Pistenkilometer verteilen sich auf mehrere Hänge oberhalb der Waldgrenze. Die Höhenlage hat Folgen für die Schneelage: Der obere Teil liegt hoch genug für einen verlässlichen Winterbetrieb, die Abfahrten hinunter ins Dorf auf 1.000 Metern hängen dagegen stärker vom Wetter ab. In milden Wintern oder am Saisonende kann es vorkommen, dass man mit der Gondel ins Tal fahren muss.

Neben den Pisten bietet Elm eine Schlittelabfahrt, die bei Familien beliebt ist. Wer einen Ausflug mit Kindern plant, die noch nicht Ski fahren, findet damit eine sinnvolle Ergänzung.

Auffällig ist die Kulisse: Elm liegt in der Tektonikarena Sardona, einem UNESCO-Welterbe, und blickt auf die Tschingelhörner mit dem Martinsloch, einem natürlichen Felsfenster.

Für wen geeignet

Für Familien mit Kindern passt Elm gut. Die überschaubare Größe, die ruhige Lage am Talende und die Schlittelabfahrt machen das Gebiet zu einem entspannten Ziel, bei dem man sich nicht aus den Augen verliert.

Fortgeschrittene Fahrer, die gern lange Abfahrten mit ordentlichem Höhenunterschied fahren, kommen auf ihre Rechnung, wenn die Talabfahrt geöffnet ist. Ein ganzer Skitag lässt sich mit 40 Pistenkilometern gut füllen.

Für Anfänger eignet sich das Gebiet ebenfalls, allerdings lohnt vorab ein Blick auf das Kursangebot der Schneesportschule vor Ort.

Weniger passend ist Elm für Gäste, die eine ganze Urlaubswoche in einem großen Skigebiet verbringen und jeden Tag neue Pisten fahren wollen. Nach zwei bis drei Tagen kennt man das Gebiet. Auch wer vor allem einen großen Funpark oder ein weitläufiges Nachtskiangebot sucht, ist in größeren Gebieten der Ostschweiz besser aufgehoben. Eine Kombination mit anderen Glarner Gebieten wie Braunwald oder mit den Flumserbergen im Nachbarkanton St. Gallen bietet sich an, wenn man mehrere Tage in der Region verbringt.

Skipass und Preise

Die Tarife der Sportbahnen Elm werden in Schweizer Franken angegeben. Es gibt Tageskarten für Erwachsene und Kinder sowie in der Regel Halbtages- und Mehrtageskarten. Die aktuellen Preise für die Saison 2026/27, mögliche Onlinerabatte und Familientarife stehen auf der offiziellen Website unter sportbahnenelm.ch. Wer mit dem öffentlichen Verkehr anreist, sollte dort auch nach Kombiangeboten mit Bahn und Bus schauen, die es für viele Schweizer Skigebiete gibt.

Für die Einordnung der Kosten lohnt ein Vergleich mit anderen Gebieten der Region. Für einen Tagesausflug liegt Elm meist günstiger als die großen Destinationen in Graubünden.

Einkehr und Service

Im Skigebiet und im Dorf gibt es Einkehrmöglichkeiten, von einfacher Verpflegung am Berg bis zu Restaurants im Ort. Elm ist ein kleines Dorf, das Angebot ist entsprechend überschaubar, aber für einen Skitag ausreichend.

Skischule und Verleih sind vor Ort. Welche Kurse angeboten werden und ob Kinderbetreuung möglich ist, klärt man am besten vorab über die offizielle Website. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es im Dorf, wer mehrere Tage bleibt, findet in Elm Hotels und Ferienwohnungen.

Tipps

  • Vor der Abfahrt die Pistenmeldung auf der Website prüfen: Ob die Talabfahrt nach Elm geöffnet ist, entscheidet sich an der Schneelage auf den unteren Hängen.
  • An Wochenenden mit Neuschnee früh losfahren. Das Sernftal hat nur eine Zufahrt, und die Straße ab Schwanden wird bei Schneefall zäh.
  • Die Anreise mit Bahn und Bus über Schwanden GL spart Nerven, besonders für Tagesgäste aus dem Raum Zürich.
  • Um den 12. und 13. März scheint die Sonne durch das Martinsloch direkt auf die Kirche von Elm. Das Naturschauspiel fällt in die Skisaison und lässt sich mit einem Skitag verbinden.
  • Für Familien mit gemischten Fähigkeiten lohnt es sich, einen Teil des Tages für die Schlittelabfahrt einzuplanen. Die Betriebszeiten erfährt man auf der Website.

Häufige Fragen

Lohnt sich Elm für einen ganzen Skitag?

Ja, mit rund 40 Pistenkilometern und über 1.000 Metern Höhenunterschied ist ein voller Tag gut zu füllen. Für eine ganze Woche ist das Gebiet eher klein.

Kann man ohne Auto nach Elm fahren?

Ja. Mit der Bahn fährt man bis Schwanden GL, dort geht es mit dem Bus durch das Sernftal bis nach Elm.

Was ist das Martinsloch?

Ein natürliches Felsfenster in den Tschingelhörnern oberhalb von Elm. An wenigen Tagen im Frühjahr und Herbst fällt das Sonnenlicht hindurch direkt auf die Dorfkirche.