Mit 224 Pistenkilometern und einem höchsten Punkt von 3.018 Meter am Vorab Gletscher zählt Flims Laax Falera zu den großen Skigebieten der Schweiz. Das Gebiet liegt in der Surselva im Kanton Graubünden und verbindet die drei Orte Flims, Laax und Falera über ein gemeinsames Liftnetz. Früher war es unter dem Namen Alpenarena bekannt, heute tritt es meist als LAAX auf. Es richtet sich an Gäste, die mehrere Tage bleiben, und hat in der Freestyle-Szene einen festen Namen.
Lage und Anreise
Das Skigebiet liegt westlich von Chur auf einer Sonnenterrasse oberhalb des Vorderrheintals. Jeder der drei Orte hat eine eigene Talstation, das Liftnetz ist aber durchgehend verbunden. Man kann also in Flims, Laax oder Falera einsteigen und erreicht trotzdem das gesamte Gebiet.
Mit dem Auto fährt man aus Richtung Zürich oder vom Bodensee auf der A13 bis zur Ausfahrt Reichenau. Von dort führt die Hauptstraße über Flims nach Laax und Falera. Von Chur aus ist die Strecke kurz, von Zürich sollte man je nach Verkehr mit anderthalb bis zwei Stunden rechnen. An Wochenenden und zu Ferienbeginn staut es sich im Raum Reichenau und Flims häufig. An den Talstationen gibt es Parkplätze, in Laax Murschetg auch ein größeres Parkangebot. Aktuelle Parkgebühren und die Auslastung stehen auf der Website des Betreibers.
Ohne Auto ist die Anreise einfach. Der nächste größere Bahnhof ist Chur, von dort fahren Postautos nach Flims, Laax und Falera. Vor Ort verbinden Ortsbusse die Talstationen und die Dörfer. Wer in einem der Orte übernachtet, kommt meist ohne eigenes Auto aus.
Pisten und Lifte
Das Gebiet umfasst 224 Pistenkilometer und 28 Liftanlagen. Die Höhenspanne reicht von 1.100 Meter bis 3.018 Meter, die Höhendifferenz beträgt damit 1.918 Meter. Diese Spanne erlaubt lange Abfahrten vom Gletscher bis hinunter in die Orte.
Die wichtigsten Bergstationen sind Crap Sogn Gion und Crap Masegn oberhalb von Laax sowie der Vorab Gletscher als höchster Bereich. Von Flims aus geht es über Foppa und Naraus ins Gebiet, von Falera aus über Curnius in Richtung La Siala. Das Gelände ist weitläufig, mit breiten Pisten auf den Hochflächen und steileren Passagen im oberen Teil.
Durch die Höhenlage bis über 3.000 Meter ist der obere Bereich im Winter deutlich schneesicherer als die Talabfahrten. Die unteren Pisten um 1.100 Meter sind stärker von der Witterung abhängig. Beschneiungsanlagen gibt es, sie sind vor allem für die Verbindungen und die Talabfahrten wichtig.
Laax ist im Freestyle bekannt. Es gibt mehrere Snowparks für unterschiedliche Könnensstufen und eine Superpipe am Crap Sogn Gion. Neben den markierten Pisten gibt es Skirouten und Freeride-Hänge. Für das freie Gelände gelten die üblichen Lawinenregeln, eine entsprechende Ausrüstung und Erfahrung sind Voraussetzung.
Für wen geeignet
Für Könner und sportliche Fahrer ist Flims Laax Falera ein Ziel für eine ganze Woche. Die Größe, die Höhendifferenz und das Freeride-Gelände reichen für abwechslungsreiche Tage, ohne dass man ständig dieselben Hänge fährt.
Freestyler finden hier eines der bekanntesten Parkangebote der Alpen. Die Parks sind nach Schwierigkeit gestaffelt, sodass auch Einsteiger in den Park einen passenden Bereich haben. Die Superpipe richtet sich an geübte Fahrer.
Familien und Anfänger kommen ebenfalls zurecht. Es gibt Übungsbereiche und breite, flache Pisten auf den Hochflächen, dazu eine Skischule im Gebiet. Gerade Falera gilt als ruhigerer Einstieg als die belebte Talstation in Laax Murschetg.
Weniger passend ist das Gebiet für Gäste, die nur einen kurzen Halbtag fahren möchten und günstig unterwegs sein wollen. Die Wege im Gebiet sind lang, das Preisniveau entspricht dem großer Schweizer Skigebiete. Wer nur ein paar Stunden auf einer überschaubaren Piste verbringen will, ist in einem kleineren Gebiet der Region besser aufgehoben.
Skipass und Preise
LAAX arbeitet mit dynamischen Preisen. Der Preis einer Tageskarte hängt vom Datum, der erwarteten Nachfrage und dem Buchungszeitpunkt ab. Wer früh online bucht, zahlt in der Regel weniger als an der Kasse am selben Tag. Die Preise werden in Schweizer Franken angegeben.
Kinder und Jugendliche erhalten ermäßigte Tarife, dazu gibt es Mehrtageskarten und Saisonkarten. Wegen der tagesabhängigen Tarife lohnt vor der Buchung ein Blick auf die offizielle Website unter laax.com. Dort lassen sich die Preise für einzelne Tage direkt vergleichen.
Einkehr und Service
An den großen Bergstationen wie Crap Sogn Gion und Crap Masegn gibt es Bergrestaurants, außerdem sind im Gebiet mehrere Hütten verteilt. In den drei Orten stehen zusätzlich Restaurants und Bars zur Auswahl.
Der Betreiber führt eine eigene Skischule mit Kursen für Ski und Snowboard sowie Angeboten für Kinder. Verleihstationen gibt es an den Talstationen und in den Orten. In Laax befindet sich mit der Freestyle Academy eine Halle, in der man Sprünge auf Trampolinen und in Schaumstoffgruben üben kann, bevor man in den Park geht.
Tipps
- Wer nicht in Laax übernachtet, kann morgens in Falera einsteigen. Dort ist es häufig ruhiger als an der Talstation Laax Murschetg.
- Die Tageskarte möglichst früh online kaufen. Durch die dynamische Preisgestaltung ist der Unterschied zum Kauf am Skitag oft spürbar.
- Bei wenig Schnee im Tal zuerst in die oberen Bereiche Richtung Vorab fahren und die Talabfahrten für den Nachmittag aufsparen oder mit der Bahn ins Tal fahren.
- Wer den Park nutzen will, beginnt am besten in den leichteren Bereichen und steigert sich. Die Superpipe am Crap Sogn Gion ist für erfahrene Fahrer gedacht.
- Aus Richtung Zürich lohnt an Samstagen die Anreise mit Bahn und Postauto, weil sich der Verkehr auf der Zufahrt über Reichenau und Flims oft staut.
- Für Freeride-Abfahrten den aktuellen Lawinenbericht prüfen und nur mit passender Ausrüstung abseits der Pisten fahren.
Häufige Fragen
Sind Flims, Laax und Falera mit Skiern verbunden?
Ja. Die drei Orte teilen sich ein Liftnetz, man kann von jeder Talstation aus das gesamte Gebiet erreichen.
Kann man auf dem Vorab Gletscher im Sommer Ski fahren?
Der Vorab Gletscher ist heute Teil des Winterbetriebs. Ob und wann dort außerhalb der Wintersaison gefahren werden kann, steht auf der offiziellen Website.
Braucht man in Laax ein Auto?
Nicht zwingend. Postautos fahren ab Chur in alle drei Orte, und Ortsbusse verbinden die Talstationen.

