Auf der Passhöhe zwischen dem Salzburger Lungau und dem Kärntner Liesertal liegt der Katschberg, ein mittelgroßes Skigebiet mit 70 Pistenkilometern. Der Ort Katschberghöhe auf 1.640 Metern bildet die Mitte: Hotels, Lifte und Pisten liegen hier eng beieinander. Die Zielgruppe sind vor allem Familien und Fahrer, die breite, gut präparierte Abfahrten schätzen.
Lage und Anreise
Das Gebiet erstreckt sich über die Landesgrenze von Salzburg und Kärnten. Auf der Salzburger Seite gehört es zur Gemeinde St. Michael im Lungau, auf der Kärntner Seite zu Rennweg am Katschberg. Die Tauernautobahn A10 führt im Katschbergtunnel direkt unter dem Skigebiet hindurch. Das macht die Anreise mit dem Auto einfach.
Von Norden kommend nimmt man die Ausfahrt St. Michael im Lungau, von Süden die Ausfahrt Rennweg. Salzburg liegt etwa 130 Kilometer entfernt, die Fahrt dauert rund eineinhalb Stunden. Aus Villach sind es gut 70 Kilometer, aus München je nach Verkehr etwa drei Stunden. Zwischen Flachau und Rennweg ist auf der A10 zusätzlich zur Vignette eine Streckenmaut für den Tauerntunnel und den Katschbergtunnel fällig. Wer von Norden anreist, zahlt sie in jedem Fall.
Alternativ führt die alte Passstraße B99 von beiden Seiten auf die Katschberghöhe. Sie ist steil und kurvenreich. Bei Schneefall sind Winterreifen Pflicht, Ketten gehören ins Auto.
Die Talstation der Tschaneckbahn liegt auf der Salzburger Seite und ist ein gängiger Einstieg mit Kassa. Weitere Zugänge gibt es direkt im Ort Katschberghöhe sowie von St. Margarethen im Lungau und von Rennweg aus. Aktuelle Informationen zu Parkplätzen und Gebühren finden sich auf der offiziellen Website.
Mit der Bahn ist der Katschberg nicht direkt erreichbar. Der nächste größere Bahnhof ist Spittal an der Drau, von dort geht es mit Bus oder Transfer weiter.
Pisten und Lifte
Die 70 Pistenkilometer werden von 16 Liftanlagen erschlossen. Der tiefste Punkt liegt bei 1.066 Metern, der höchste am Aineck bei 2.220 Metern. Daraus ergibt sich eine Höhendifferenz von gut 1.150 Metern.
Der Großteil der Abfahrten liegt im blauen und roten Bereich. Das Gelände ist überwiegend offen und breit, oberhalb der Waldgrenze gibt es weite Hänge mit guter Sicht. Am Aineck und am Tschaneck finden sich die anspruchsvolleren Abschnitte. Die Abfahrten hinunter nach St. Margarethen und Rennweg bringen die meisten Höhenmeter am Stück.
Durch die Lage des Ortes auf 1.640 Metern beginnt der Skibetrieb bereits oberhalb vieler Talorte der Region. Die oberen Pisten bis über 2.000 Meter bieten eine vergleichsweise solide Grundlage für die Schneelage. Die Talabfahrten sind in schneearmen Phasen stärker von der Beschneiung abhängig, die im Gebiet flächig eingesetzt wird.
Die Teilbereiche auf der Salzburger und der Kärntner Seite sind mit Skiern verbunden. Man kann also den ganzen Tag über die Landesgrenze hin und her fahren, ohne das Auto zu bewegen.
Für wen geeignet
Familien mit Kindern sind die wichtigste Zielgruppe. Die kurzen Wege im Ort, das Kinderangebot und die vielen mittelschweren Pisten passen gut zu gemischten Gruppen. Eltern können auf roten Abfahrten fahren, während die Kinder in der Nähe üben.
Anfänger finden flache Übungsbereiche und breite blaue Pisten im Ortsbereich. Der Umstieg auf längere Abfahrten fällt hier leichter als in steilen Gebieten.
Fortgeschrittene haben mit 70 Kilometern genug Auswahl für zwei bis drei Tage, ohne dass sich die Abfahrten stark wiederholen. Die langen Talabfahrten sind der sportlichste Teil.
Für Könner, die steiles Gelände, Buckelpisten oder ausgedehnte Freeride-Hänge suchen, ist der Katschberg nur bedingt interessant. Die schwarzen Abschnitte sind überschaubar. Wer eine ganze Woche nur sportlich fahren will, wird hier eher Abwechslung vermissen.
Skipass und Preise
Die Tageskarte gilt für das gesamte Gebiet auf beiden Seiten des Passes. Es gibt ermäßigte Tarife für Kinder und Jugendliche sowie Mehrtageskarten. Die aktuellen Tarife für die Saison 2026/27 sind auf der offiziellen Website des Skigebiets zu finden, dort lohnt sich auch ein Blick auf mögliche Onlinetarife.
Der Katschberg ist Teil des TopSkiPass Kärnten und Osttirol. Wer mehrere Tage in der Region verbringt und weitere Gebiete besuchen möchte, sollte den Verbundpass mit Einzelkarten vergleichen.
Einkehr und Service
Im Ort Katschberghöhe und entlang der Pisten gibt es mehrere Hütten und Restaurants, darunter auch Einkehrmöglichkeiten im Bereich der Bergstationen. Durch die Lage des Ortes mitten im Skigebiet ist die nächste Gaststätte meist nur eine Abfahrt entfernt.
Skischulen und Skiverleih sind vor Ort vertreten. Für Kinder gibt es Kurse und betreute Bereiche. Einzelheiten zu Kinderland, Kursen und Betreuungszeiten stehen auf der offiziellen Website.
Tipps
- Wer aus dem Süden anreist, nimmt die Ausfahrt Rennweg und spart sich die Streckenmaut für Tauerntunnel und Katschbergtunnel.
- Bei Neuschnee und Glätte ist die Autobahn die sicherere Wahl. Die alte Passstraße B99 ist steil und bei Schneefall mühsam.
- Die Talstation der Tschaneckbahn ist ein praktischer Einstieg für Tagesgäste aus dem Lungau, weil man dort direkt Karten kaufen kann.
- Die Talabfahrten nach St. Margarethen und Rennweg liegen am tiefsten. In warmen Phasen lohnt es sich, sie am Vormittag zu fahren, bevor der Schnee weich wird.
- Wer mehrere Tage bleibt und auch andere Kärntner Gebiete besuchen will, sollte den TopSkiPass durchrechnen.
- Für Familien mit kleinen Kindern ist eine Unterkunft direkt auf der Katschberghöhe sinnvoll, weil Lifte und Übungsbereiche zu Fuß erreichbar sind.


