Oberhalb von Weißpriach und Mariapfarr im Salzburger Lungau liegt der Fanningberg, eines der kleineren Skigebiete der Region. Er hat 30 Pistenkilometer und fünf Lifte und ist damit für einen ruhigen Skitag ausgelegt, nicht für lange Pistensafaris. Die Talstation auf 1.495 Metern liegt für ein Gebiet dieser Größe vergleichsweise hoch. Gedacht ist der Berg vor allem für Familien, Wiedereinsteiger und Gäste, die abseits der großen Verbundgebiete fahren wollen.
Lage und Anreise
Der Fanningberg gehört zur Gemeinde Weißpriach und liegt im Lungau, dem südlichsten Bezirk des Bundeslandes Salzburg, auf der Südseite der Niederen Tauern. In der näheren Umgebung liegen die Orte Mariapfarr, Mauterndorf und Tamsweg. Wer im Lungau Urlaub macht, erreicht das Gebiet von den meisten Unterkünften der Region aus in kurzer Fahrzeit.
Mit dem Auto führt die übliche Anfahrt über die Tauernautobahn A10 bis zur Ausfahrt St. Michael im Lungau. Von dort geht es über Mauterndorf weiter Richtung Mariapfarr und Weißpriach zur Talstation. Für die Tauernautobahn fällt die österreichische Vignette an, für den Abschnitt durch den Tauerntunnel zusätzlich die Streckenmaut. Da das Gebiet auf knapp 1.500 Metern beginnt, sollten Winterreifen selbstverständlich sein, Schneeketten gehören bei Neuschnee ins Auto.
Mit der Bahn ist die Anreise umständlicher. Der Lungau ist über die Murtalbahn nach Tamsweg angebunden, die letzte Strecke bis zum Berg legt man mit dem Bus oder dem Auto zurück. Ob in der laufenden Saison ein Skibus aus den umliegenden Orten fährt und wo genau geparkt wird, steht auf der [offiziellen Website des Fanningbergs](http://www.fanningberg.info/).
Pisten und Lifte
Die Pisten reichen von der Talstation auf 1.495 Metern bis auf 2.087 Meter. Daraus ergibt sich eine Höhendifferenz von 592 Metern. Das ist für ein kleines Gebiet ordentlich und sorgt dafür, dass die Abfahrten nicht nach wenigen Schwüngen enden.
Erschlossen werden die 30 Pistenkilometer von zwei Sesselliften und drei Schleppliften. Dazu kommt ein Kleinlift, der für das Übungsgelände gedacht ist. Große Umlaufbahnen gibt es nicht. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte wissen, dass ein Teil der Anlagen Schlepplifte sind, was für ganz junge Anfänger eine eigene Hürde sein kann.
Zur Schneelage lässt sich aus der Höhe eine Einordnung ableiten. Weil das gesamte Gebiet oberhalb von knapp 1.500 Metern liegt, ist es weniger anfällig für Regen und Tauwetter als tiefer gelegene Hänge. Der Lungau gilt zudem als eher kalte, inneralpine Region. Eine Garantie für einen bestimmten Winter ist das nicht, verbessert die Chancen aber im Vergleich zu Talskigebieten. In der Saison 2025/26 lief der Betrieb vom 6. Dezember 2025 bis zum 6. April 2026, was für diese Höhenlage ein typischer Zeitraum ist.
Für wen geeignet
Anfänger finden am Fanningberg einen Kleinlift und ein überschaubares Gelände, in dem sie sich nicht zwischen schnellen Fahrern behaupten müssen. Die Wege sind kurz, und man verliert sich nicht in einem großen Liftnetz.
Familien mit Kindern profitieren von der Größe. Eltern können die Kinder auf den Pisten im Blick behalten, und wer zwischendurch eine Pause braucht, ist schnell wieder unten. Wer ganz kleine Kinder dabei hat, sollte die Schlepplifte einplanen.
Fortgeschrittene Fahrer kommen mit 592 Höhenmetern und 30 Pistenkilometern einen Tag gut aus, vor allem an ruhigen Tagen. Für eine ganze Urlaubswoche wird das Gebiet allein vielen zu klein.
Nicht passend ist der Fanningberg für sportliche Fahrer, die viele Kilometer am Stück sammeln wollen, oder für Gruppen, die ein großes Liftnetz mit vielen Varianten erwarten. Diese Gäste sind in den Nachbargebieten des Lungaus besser aufgehoben, etwa am Grosseck-Speiereck bei Mauterndorf oder am Aineck-Katschberg.
Skipass und Preise
Für Einzeltage gibt es am Fanningberg eigene Tageskarten. Die Tarife für die Saison 2026/27 veröffentlicht der Betreiber auf seiner Website, dort stehen auch die Preise für Kinder, Jugendliche und Halbtageskarten.
Für längere Aufenthalte ist der Lungo-Skipass interessant. Er gilt in mehreren Skigebieten des Lungaus, darunter der Fanningberg, und wird auch als Mehrtageskarte angeboten, etwa für Schulskikurse über vier Tage. Wer eine Woche in der Region verbringt, kann so zwischen dem Fanningberg und den größeren Nachbargebieten wechseln. Ob sich die Verbundkarte rechnet, hängt davon ab, wie viele Tage man tatsächlich in den größeren Gebieten fährt.
Einkehr und Service
Am Berg gibt es Hütten zur Einkehr an der Piste. Das Übungsgelände mit dem Kleinlift ist die erste Anlaufstelle für Skikurse und Anfänger. Welche Skischule und welcher Verleih in der kommenden Saison direkt am Gebiet vertreten sind und wie die Kurszeiten aussehen, erfährt man auf der offiziellen Website oder bei den Tourismusbüros in Mariapfarr und Weißpriach.
Tipps
- Wer im Lungau eine Woche fährt, plant den Fanningberg als ruhigen Tag zwischen den größeren Gebieten ein und prüft vorher, ob der Lungo-Skipass günstiger ist als einzelne Tageskarten.
- Die Talstation liegt auf knapp 1.500 Metern. In schneearmen Phasen lohnt der Blick auf die Webcams und die Schneeberichte des Betreibers, bevor man eine längere Anfahrt einplant.
- Familien mit ganz kleinen Kindern starten am Kleinlift und wechseln erst an die Schlepplifte, wenn das Anhalten und Fahren sicher klappt.
- Die Anreise über die A10 führt durch den Tauerntunnel. Wer aus dem Norden kommt, sollte die Streckenmaut einplanen und an Samstagen mit Bettenwechsel mehr Zeit auf der Autobahn einrechnen.
- Der Saisonstart lag zuletzt Anfang Dezember. Für Kurzurlaube früh im Winter lohnt ein Blick auf die Betriebszeiten der aktuellen Saison auf der offiziellen Website.


