Lage & Anreise
Das Brandnertal zweigt bei Bludenz nach Süden ab und zieht sich in Richtung Rätikon. Das Skigebiet verbindet die beiden Talorte Bürserberg im vorderen Teil und Brand weiter taleinwärts. Wer aus Deutschland kommt, fährt meist über die Rheintal- und Walgau-Autobahn A14 bis zur Ausfahrt Bludenz/Bürs und von dort die Landesstraße ins Tal hinauf. Von der Autobahn bis zu den Talstationen sind es nur wenige Kilometer, die Straße ist gut ausgebaut und ganzjährig befahrbar.
Für Tagesgäste aus dem Bodenseeraum, dem Allgäu oder der Ostschweiz ist das Gebiet gut erreichbar. Aus München oder Stuttgart ist die Anfahrt lang genug, dass sich eher ein Wochenende oder ein Urlaub lohnt.
Mit der Bahn ist Bludenz der nächste Bahnhof. Er liegt an der Arlbergstrecke und wird von Fern- und Regionalzügen angefahren. Vom Bahnhof fahren Linienbusse ins Brandnertal nach Bürserberg und Brand. Innerhalb des Tals verbinden Busse die Orte und Talstationen. Parkplätze gibt es an den Talstationen in beiden Orten. Aktuelle Informationen zu Parkgebühren und Busfahrplänen stehen auf der offiziellen Website.
Pisten & Lifte
Das Skigebiet umfasst gut 55 Pistenkilometer und 14 Liftanlagen. Die Höhenlage reicht von etwa 1.000 Meter im Tal bis knapp 2.000 Meter am höchsten Punkt. Daraus ergibt sich eine Höhendifferenz von rund 1.000 Metern, was für ein Gebiet dieser Größe ordentlich ist und längere Abfahrten bis ins Tal ermöglicht.
Die Teilbereiche von Brand und Bürserberg sind mit Liften und Pisten verbunden, sodass man mit Skiern zwischen beiden Orten wechseln kann. Das Gelände ist überwiegend mittelschwer. Den größten Anteil machen rote Pisten aus, dazu kommen breite blaue Abfahrten und einige schwarze Pisten für sportliche Fahrer. Die Hänge sind abwechslungsreich, mit Waldabfahrten im unteren Teil und offenem Gelände weiter oben.
Die Talabfahrten liegen vergleichsweise niedrig. In schneearmen Wintern hängt der Betrieb im unteren Bereich deshalb stark von der Beschneiung ab. Die oberen Bereiche um 1.800 bis 2.000 Meter sind deutlich weniger anfällig. Das Gebiet wird technisch beschneit, was die Saison in der Regel von Mitte Dezember bis Ostern absichert.
Für wen geeignet
Anfänger finden in beiden Orten Übungsgelände in Talnähe und leichte blaue Pisten, auf denen man nach den ersten Tagen den Schritt ins Skigebiet machen kann. Wer noch ganz am Anfang steht, sollte die Skischule nutzen, weil viele der weiterführenden Abfahrten rot markiert sind.
Familien mit Kindern sind die klassische Zielgruppe des Brandnertals. Das Gebiet ist überschaubar, die Orte sind ruhig, und die Wege zwischen Unterkunft, Talstation und Skischule sind kurz. Kinder verlieren sich hier nicht so leicht wie in großen Skischaukeln.
Fortgeschrittene haben mit dem hohen Anteil an roten Pisten die meiste Auswahl. Für zwei bis drei Skitage bietet das Gebiet genug Abwechslung, ohne dass sich die Abfahrten zu schnell wiederholen.
Könner finden einige schwarze Pisten und bei guter Schneelage Varianten abseits der markierten Abfahrten. Wer aber eine ganze Woche lang anspruchsvolle Pisten und viele Kilometer sucht, ist in den größeren Gebieten am Arlberg oder im Montafon besser aufgehoben. Für Freerider und sportliche Fahrer, die jeden Tag neue Hänge wollen, ist das Brandnertal eher eine Ergänzung als das Hauptziel.
Skipass & Preise
Die Tarife werden vor jeder Saison neu festgelegt. Neben der Tageskarte gibt es in der Regel Halbtages- und Mehrtageskarten sowie ermäßigte Preise für Kinder, Jugendliche und Senioren. Die gültigen Preise für die Wintersaison 2026/27 und mögliche Onlinerabatte stehen auf der offiziellen Website der Bergbahnen. Für längere Aufenthalte lohnt es sich zu prüfen, ob ein regionaler Mehrtagespass sinnvoll ist, der weitere Skigebiete in Vorarlberg einschließt. Beim Kauf der Keycard fällt üblicherweise ein Pfand an, das bei Rückgabe erstattet wird.
Einkehr & Service
Im Skigebiet und an den Talstationen gibt es mehrere Hütten und Bergrestaurants, sowohl im Bereich Brand als auch in Bürserberg. In beiden Orten sind Skischulen und Verleihbetriebe ansässig, die Kurse für Kinder und Erwachsene sowie Leihausrüstung anbieten. Unterkünfte liegen in beiden Orten oft in Gehweite oder kurzer Busdistanz zu den Liften.
Neben dem alpinen Skifahren gibt es im Tal Möglichkeiten zum Langlaufen und Winterwandern, was für gemischte Gruppen interessant ist, in denen nicht alle Ski fahren.
Tipps
- Wer mit der Bahn anreist, steigt in Bludenz aus und nimmt den Linienbus ins Tal. Das spart Parkgebühren und die Parkplatzsuche an Wochenenden.
- An Wochenenden und in den Ferien kommen viele Tagesgäste aus dem Rheintal. Unter der Woche ist es auf den Pisten meist ruhiger.
- Bei knapper Schneelage lohnt es sich, früh in die höheren Bereiche aufzufahren, weil die Talabfahrten am Nachmittag schneller weich werden.
- Bürserberg liegt näher an Bludenz. Wer aus dem Rheintal kommt, verkürzt die Anfahrt, wenn er dort einsteigt.
- Die Lifte laufen in der Regel von morgens bis etwa 16 Uhr. Die genauen Betriebszeiten sollte man vor der Anfahrt auf der offiziellen Website prüfen.
Häufige Fragen
Sind Brand und Bürserberg mit Skiern verbunden?
Ja. Die beiden Teilbereiche sind durch Lifte und Pisten verbunden, man kann mit einem Skipass zwischen den Orten wechseln.
Lohnt sich das Brandnertal für eine ganze Skiwoche?
Für Familien und Genussfahrer ja, vor allem in Kombination mit Langlauf oder Ausflügen in benachbarte Gebiete. Sportliche Fahrer, die jeden Tag viele Kilometer wollen, werden nach einigen Tagen die meisten Abfahrten kennen.
Wie komme ich ohne Auto ins Skigebiet?
Mit dem Zug bis Bludenz und von dort mit dem Linienbus nach Bürserberg oder Brand. Die Haltestellen liegen in der Nähe der Talstationen.


