Hoch über dem Rheintal und dem Seeztal liegt der Pizol, das Hausskigebiet von Bad Ragaz und Wangs im St. Galler Heidiland. Zwei Talstationen, eine auf jeder Seite des Berges, erschließen ein Gebiet, das vom Talboden bis auf über 2.200 Meter hinaufreicht. Wer aus Zürich, St. Gallen oder vom Bodensee kommt, erreicht den Pizol ohne Passstraße und ohne lange Anfahrt durch die Berge. Das Publikum besteht zu einem großen Teil aus Tagesgästen und Familien aus der Region.
Lage und Anreise
Das Skigebiet liegt im Sarganserland im Süden des Kantons St. Gallen, direkt an der Grenze zu Graubünden. Die beiden Zugänge sind Bad Ragaz im Rheintal und Wangs, ein Ortsteil von Vilters-Wangs nahe Sargans. Von Bad Ragaz führt eine Gondelbahn hinauf nach Pardiel, von Wangs eine Gondelbahn nach Furt. Beide Seiten sind am Berg miteinander verbunden.
Mit dem Auto ist die Anfahrt einfach. Beide Talstationen liegen nahe der Autobahn A13, die das Rheintal mit Chur verbindet, und der A3 aus Richtung Zürich und Walensee. Von Zürich sind es gut 100 Kilometer, die Fahrt dauert je nach Verkehr etwas mehr als eine Stunde. Aus St. Gallen und vom Bodensee geht es über die A13 durch das Rheintal. Wer aus Deutschland kommt, fährt meist über Lindau und Bregenz oder über Konstanz ein. Für die Schweizer Autobahnen ist eine Vignette nötig.
An beiden Talstationen gibt es Parkplätze. Zu Gebühren und Kapazitäten lohnt vor der Anreise ein Blick auf die offizielle Website der Pizolbahnen.
Die Bahnanreise gehört zu den Stärken des Gebiets. Bad Ragaz liegt an der Strecke Zürich, Sargans, Chur und wird regelmäßig angefahren. Sargans ist ein Knotenpunkt mit Anschlüssen aus Zürich, St. Gallen und Chur. Von dort ist Wangs mit dem Bus in wenigen Minuten erreichbar.
Pisten und Lifte
Das Gebiet umfasst gut 50 Pistenkilometer. Der skitechnisch genutzte Bereich beginnt im Wesentlichen oberhalb der Bergstationen der beiden Gondelbahnen, also rund um Pardiel auf der Bad Ragazer Seite und rund um Furt auf der Wangser Seite. Von dort erschließen Sessel- und Schlepplifte die oberen Hänge bis zum höchsten Punkt auf rund 2.222 Metern im Bereich Laufböden und Pizolhütte.
Das Gelände ist überwiegend offen und mittelsteil, mit breiten Hängen oberhalb der Waldgrenze und einigen Abfahrten durch den Wald weiter unten. Die Talstationen liegen auf rund 500 Metern, die Höhendifferenz bis zum höchsten Punkt beträgt damit über 1.700 Meter. Das bedeutet auch: Die tieferen Lagen sind stark wetterabhängig. Der obere Teil des Gebiets ist durch seine Höhe deutlich verlässlicher.
Die Zubringer aus dem Tal sind Gondelbahnen, die auch bei Wind und Kälte bequem sind. Da die Talstationen weit unten liegen, ist der Weg bis zur ersten Piste allerdings eine eigene Fahrt, die man bei der Tagesplanung einrechnen sollte.
Für wen geeignet
Für Familien und Genussfahrer passt der Pizol gut. Die breiten roten und blauen Hänge im oberen Bereich lassen sich entspannt fahren, und mit rund 50 Pistenkilometern ist ein ganzer Tag gut gefüllt, ohne dass sich die Abfahrten ständig wiederholen.
Anfänger finden ruhigere Hänge in der Nähe der Bergstationen. Wer zum ersten Mal auf Skiern steht, sollte die Übungsmöglichkeiten und Kursangebote vorab auf der Website prüfen.
Fortgeschrittene Fahrer, die gern Kilometer sammeln, kommen einen Tag gut zurecht, vor allem wenn sie beide Seiten des Berges kombinieren. Für eine ganze Woche Skiurlaub mit sportlichem Anspruch ist das Gebiet eher knapp. Wer lange schwarze Pisten oder großes Freeride-Gelände sucht, ist in den großen Bündner Gebieten wie Laax oder Davos besser aufgehoben.
Durch die gute Bahnverbindung eignet sich der Pizol auch für spontane Tagesausflüge ohne Auto, etwa aus dem Raum Zürich.
Skipass und Preise
Die Tageskarte für Erwachsene kostete in der Saison 2025/26 CHF 67. Die Preise für die Saison 2026/27 werden in der Regel kurz vor Saisonstart veröffentlicht. Kindertarife, Halbtageskarten, Mehrtageskarten und Saisonabos sowie mögliche Onlinerabatte finden sich auf der offiziellen Website der Pizolbahnen. Wie in vielen Schweizer Gebieten lohnt es sich, die aktuellen Tarife vor dem Kauf online zu vergleichen, da sich Preise je nach Termin unterscheiden können.
Die Saison 2025/26 lief vom 6. Dezember 2025 bis zum 6. April 2026. Die Anlagen waren in dieser Zeit in der Regel von 8:15 bis 16:45 Uhr in Betrieb.
Einkehr und Service
Am Berg gibt es Einkehrmöglichkeiten an den Bergstationen und im oberen Gebiet. Die Pizolhütte am höchsten Punkt des Skigebiets ist ein bekannter Anlaufpunkt mit Blick über das Rheintal. Zu Skischule, Verleih und weiteren Restaurants gibt die offizielle Website Auskunft.
Im Tal ist Bad Ragaz als Kurort gut ausgestattet, mit Hotels, Restaurants und der Tamina Therme, die sich nach einem Skitag anbietet.
Tipps
- Die Wahl der Talstation lohnt sich zu überlegen: Wer mit dem Zug anreist, steigt am einfachsten in Bad Ragaz aus. Mit dem Auto aus Richtung Zürich und Walensee liegt Wangs meist günstiger.
- Die Fahrt mit der Gondelbahn von der Talstation bis ins Skigebiet dauert. Wer früh auf der Piste sein will, plant die Zeit ein und fährt zum Betriebsbeginn los.
- Bei wenig Schnee im Tal lohnt ein Blick auf den aktuellen Pistenbericht. Die oberen Hänge sind oft noch gut fahrbar, wenn unten schon Grün dominiert.
- An Wochenenden kommen viele Tagesgäste aus der Ostschweiz. Ruhiger ist es in der Regel unter der Woche.
- Nach dem Skifahren liegt die Tamina Therme in Bad Ragaz nur wenige Minuten von der Talstation entfernt.
Häufige Fragen
Kann man mit dem Zug zum Pizol fahren?
Ja. Bad Ragaz hat einen Bahnhof an der Strecke Zürich, Chur. Von dort ist die Talstation gut erreichbar. Die Wangser Seite erreicht man mit dem Bus ab Sargans.
Sind die Bad Ragazer und die Wangser Seite verbunden?
Ja. Beide Gondelbahnen führen in dasselbe Skigebiet, das am Berg zusammenhängt. Man kann auf einer Seite starten und auf der anderen abschwingen, sollte dann aber an die Rückfahrt zum Auto denken.
Wie hoch liegt das Skigebiet?
Die Talstationen liegen auf rund 500 Metern, der höchste Punkt des Skigebiets auf rund 2.222 Metern.


