Lage & Anreise

Das Skigebiet Parsenn liegt im Kanton Graubünden zwischen Davos und Klosters. Die beiden Hauptzugänge sind die Parsennbahn in Davos Dorf und die Gotschnabahn in Klosters. Beide Talstationen liegen im Ort, sodass man ohne weitere Fahrt direkt einsteigen kann.

Mit dem Auto führt der Weg aus Norden über die A13 bis Landquart und von dort durch das Prättigau nach Klosters und weiter nach Davos. Von Zürich sind es gut 150 Kilometer, die Fahrzeit liegt je nach Verkehr bei zwei bis drei Stunden. Wer aus dem Engadin kommt, nutzt den Autoverlad durch den Vereinatunnel nach Klosters. An Wochenenden mit gutem Wetter staut es sich im Prättigau regelmäßig, besonders bei der Rückreise am Nachmittag.

Parken ist in Davos und Klosters meist gebührenpflichtig, die Plätze in Talstationsnähe sind an Spitzentagen schnell belegt. Die Anreise mit der Bahn ist hier eine echte Alternative: Die Rhätische Bahn hält in Davos Dorf nur wenige Gehminuten von der Parsennbahn entfernt, in Klosters Platz liegt die Gotschnabahn ebenfalls in Laufdistanz zum Bahnhof. Innerhalb von Davos verkehren Ortsbusse, die für Übernachtungsgäste mit der Gästekarte genutzt werden können.

Pisten & Lifte

Parsenn ist das größte der sechs Skigebiete von Davos Klosters und umfasst über 100 Pistenkilometer. Das Zentrum bildet das Weissfluhjoch, das von Davos aus mit der Parsennbahn erreicht wird. Von dort geht es mit der Seilbahn weiter auf den Weissfluhgipfel auf 2.844 Metern. Von Klosters aus führt die Gotschnabahn über den Gotschnagrat ins Gebiet, beide Seiten sind mit Skiern verbunden.

Der Charakter des Geländes ist offen und hochalpin im oberen Teil, weiter unten werden die Abfahrten zu langen Talpisten durch Wald und Wiesen. Bekannt ist Parsenn vor allem für seine Abfahrten ins Prättigau: Die Parsenn-Abfahrt vom Weissfluhgebiet nach Küblis ist rund 12 Kilometer lang und überwindet gut 2.000 Höhenmeter. Weitere Talabfahrten enden in Klosters, Serneus und Saas. Von diesen Orten fährt man mit der Rhätischen Bahn zurück nach Klosters oder Davos.

Die Höhenlage mit einem großen Teil der Pisten zwischen 2.000 und 2.800 Metern spricht für eine vergleichsweise verlässliche Schneelage im Hochwinter. Die tiefen Talabfahrten bis auf 810 Meter sind dagegen stark von der Schneelage abhängig und im Früh- und Spätwinter nicht immer befahrbar. Auf wichtigen Pisten wird technisch beschneit.

Das Liftnetz besteht aus Standseilbahn, Pendel- und Gondelbahnen, Sesselliften und Schleppliften. Neben präparierten Pisten gibt es markierte Skirouten und viel Gelände abseits der Pisten, das bei guten Bedingungen Freerider anzieht.

Für wen geeignet

Fortgeschrittene und Könner sind die eigentliche Zielgruppe. Die langen Talabfahrten, die Höhendifferenz von über 2.000 Metern und das Freeride-Gelände rund um Weissfluh und Gotschna machen Parsenn zu einem Gebiet, in dem man auch nach mehreren Tagen noch Neues findet.

Familien mit sicher fahrenden Kindern finden im oberen Bereich breite rote und blaue Pisten, auf denen sich gut gemeinsam fahren lässt. Für Kinder, die gerade erst sicher bremsen, sind die langen Abfahrten ins Tal allerdings anstrengend.

Anfänger haben es hier schwerer. Das Übungsgelände ist im Verhältnis zur Größe des Gebiets überschaubar, und viele Wege führen über rote Pisten. Wer den ersten Skikurs plant, schaut sich zusätzlich die kleineren Gebiete von Davos Klosters an, etwa Madrisa oder die Übungshänge im Tal.

Nicht passend ist Parsenn für Gäste, die einen günstigen Skitag suchen oder nur wenige Stunden fahren wollen. Das Preisniveau ist hoch, und die Zubringerbahnen rechnen sich erst bei einem vollen Skitag.

Skipass & Preise

Der Skipass gilt für alle Gebiete von Davos Klosters, also neben Parsenn auch für Jakobshorn, Pischa, Rinerhorn, Madrisa und Schatzalp mit Strela. Einen reinen Parsenn-Pass gibt es in der Regel nicht.

Als Richtwert für eine Tageskarte Erwachsene gilt ein Preis von 89 Franken, umgerechnet knapp 97 Euro. Ein Sechstagespass liegt bei 423 Franken, die Saisonkarte bei 1.550 Franken. Davos Klosters arbeitet mit tagesabhängigen Preisen, die sich nach Termin und Buchungszeitpunkt richten. Wer früh online kauft, zahlt meist weniger als an der Kasse. Kinder und Jugendliche erhalten Ermäßigungen. Die aktuellen Tarife der Saison 2026/27 stehen auf der offiziellen Website von Davos Klosters Mountains.

Einige Hotels in Davos und Klosters bieten Pakete an, in denen der Skipass bei der Übernachtung enthalten ist. Bei einem mehrtägigen Aufenthalt lohnt der Vergleich.

Einkehr & Service

Am Weissfluhjoch gibt es gastronomische Angebote direkt an der Bergstation. Entlang der Abfahrten ins Prättigau liegen mehrere Hütten und Berggasthäuser, darunter die Parsennhütte, die für viele Fahrer der Talabfahrt ein fester Halt ist.

Skischulen und Skiverleih gibt es sowohl in Davos als auch in Klosters in der Nähe der Talstationen. Depotmöglichkeiten finden sich an den Talstationen und in vielen Sportgeschäften im Ort.

Tipps

  • Die Talabfahrten nach Küblis, Saas oder Serneus nur bei ausreichender Schneelage einplanen. Die aktuelle Befahrbarkeit steht im Pistenbericht auf der offiziellen Website.
  • Für die Rückfahrt von Küblis oder Serneus den Fahrplan der Rhätischen Bahn kennen, damit man am Bahnsteig nicht lange wartet.
  • Wer in Davos wohnt, reist ohne Auto an und nutzt den Ortsbus. Das spart Parkgebühren und die Suche nach einem freien Platz.
  • Skipässe früh online kaufen, da die tagesabhängigen Preise kurz vor dem Skitag meist steigen.
  • Bei Neuschnee sind die Hänge rund um Weissfluh schnell verspurt. Frühe Bergfahrt einplanen und die Lawinenlage vorher prüfen.
  • An sonnigen Wochenenden vor dem Nachmittag abreisen, um dem Rückreiseverkehr im Prättigau auszuweichen.