Der Große Arber bei Bayerisch Eisenstein ist das Skigebiet am höchsten Berg des Bayerischen Waldes. Mit 1.456 Metern überragt er den gesamten Bayerisch-Böhmischen Grenzkamm. Das Gebiet richtet sich vor allem an Familien und Tagesgäste aus Ostbayern, die ohne lange Anfahrt in die Alpen einen Skitag im Mittelgebirge verbringen wollen.

Lage und Anreise

Die Talstation liegt im Landkreis Regen in Niederbayern, an der Straße zwischen Bodenmais und Bayerisch Eisenstein. Bis zur tschechischen Grenze bei Železná Ruda sind es nur wenige Kilometer. Zwiesel und Bodenmais sind die nächsten größeren Orte, von beiden aus erreicht man den Arber auf kurzer Strecke.

Wer aus Regensburg, München oder Passau anreist, nimmt in der Regel die A3 bis Deggendorf und fährt weiter über die B11 Richtung Zwiesel. Von dort geht es entweder über Bodenmais oder über Bayerisch Eisenstein zur Talstation. Die letzten Kilometer führen über eine Bergstraße, die bei Neuschnee anspruchsvoll sein kann. Winterreifen sind Pflicht, Schneeketten im Kofferraum schaden an Wochenenden mit frischem Schnee nicht.

An der Talstation stehen Parkplätze zur Verfügung. Mit der Bahn erreicht man Bayerisch Eisenstein über die Waldbahn ab Plattling und Zwiesel. Der Bahnhof liegt direkt an der Grenze. Vom Bahnhof und aus den umliegenden Orten bestehen Busverbindungen zum Arber, die aktuellen Winterfahrpläne sind auf der Website der Arber-Bergbahn und bei den Gemeinden verlinkt.

Pisten und Lifte

Das Skigebiet erstreckt sich zwischen 1.050 und 1.456 Metern. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 406 Metern, für ein Mittelgebirge ein ordentlicher Wert. Insgesamt stehen 10 Kilometer Pisten zur Verfügung, verteilt auf mehrere Hänge rund um den Gipfel.

Das bekannteste Transportmittel ist die Gondelbahn der Arber-Bergbahn, die von der Talstation bis knapp unter den Gipfel führt. Ergänzt wird sie durch Sesselbahnen und kleinere Lifte für die Übungsbereiche. Die Abfahrten reichen von breiten, flacheren Hängen bis zu steileren Passagen, die sportlich gefahren werden können.

Die Höhenlage ist für den Bayerischen Wald günstig. Der Arber bekommt als höchster Punkt der Region oft mehr Schnee als die Täler ringsum, und die Kammlage hält die Temperaturen niedriger. Trotzdem bleibt es ein Mittelgebirgsgebiet unter 1.500 Metern. In milden Wintern hängt der Betrieb stark vom Wetter ab, besonders im unteren Bereich. Für die Saisonplanung sollte man den Schneebericht des Betreibers im Blick behalten.

Für wen geeignet

Familien mit Kindern finden am Arber passende Bedingungen. Die Wege sind kurz, die Talstation ist gut organisiert, und die flacheren Hänge eignen sich zum Üben. Wer im Bayerischen Wald Urlaub macht, kann hier gut ein paar Skitage mit dem Nachwuchs einplanen.

Anfänger kommen auf den leichten Abfahrten zurecht und können nach den ersten Tagen auf rote Pisten wechseln. Fortgeschrittene finden auf den steileren Hängen genügend Abwechslung für einen Tag, vor allem wenn der Schnee gut ist.

Für sportliche Könner, die viele Kilometer am Tag fahren wollen, ist das Gebiet zu klein. 10 Kilometer Piste sind nach einigen Stunden bekannt. Wer eine ganze Skiwoche mit großem Pistenangebot sucht, ist in den Alpen besser aufgehoben. Als Tagesziel für Ostbayern oder als Ergänzung zu einem Urlaub im Bayerischen Wald passt der Arber dagegen gut.

Skipass und Preise

Die Tarife für die Saison 2026/27 veröffentlicht die Arber-Bergbahn auf ihrer offiziellen Website unter arber.de. Neben der Tageskarte für Erwachsene gibt es in der Regel ermäßigte Karten für Kinder und Jugendliche sowie Karten für einen halben Tag. Wer nur den Nachmittag fahren möchte, sollte die Halbtageskarten vergleichen, weil sich der volle Tagespreis bei spätem Start oft nicht lohnt.

Familien sollten vor der Anreise die aktuellen Familien- und Kinderpreise prüfen, da sich hier je nach Zusammensetzung spürbare Unterschiede ergeben können.

Einkehr und Service

Am Gipfel steht das Arber-Schutzhaus, das sich für eine Pause mit Blick über den Bayerischen Wald und nach Böhmen anbietet. An der Talstation gibt es gastronomische Angebote sowie die üblichen Serviceeinrichtungen für Tagesgäste. Informationen zu Skischule, Verleih und Skidepot vor Ort stellt die Arber-Bergbahn auf ihrer Website zusammen.

Tipps

  • An sonnigen Wochenenden und in den bayerischen Faschingsferien ist der Arber stark besucht. Wer früh an der Talstation ist, bekommt leichter einen Parkplatz und fährt die ersten Abfahrten auf frisch präparierten Pisten.
  • Die Bergstraße zur Talstation kann bei Neuschnee zäh werden. Mit Zug und Bus ab Bayerisch Eisenstein umgeht man das Parkproblem und die Anfahrt auf glatter Straße.
  • Bei knapper Schneelage lohnt sich vor der Abfahrt ein Blick auf den Schneebericht, weil zuerst die tiefer gelegenen Abschnitte betroffen sind.
  • Der Gipfel liegt nur ein kurzes Stück oberhalb der Gondelbergstation. Bei klarem Wetter lohnt der Abstecher zu Fuß wegen der weiten Sicht über den Grenzkamm.
  • Wer mehrere Tage in der Region verbringt, kann den Arber mit Ausflügen auf die tschechische Seite nach Železná Ruda kombinieren, das direkt hinter der Grenze liegt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Große Arber?

Der Gipfel liegt bei 1.456 Metern. Damit ist der Große Arber der höchste Berg des Bayerischen Waldes und des gesamten Böhmerwaldes.

Kann man mit der Bahn zum Arber fahren?

Ja, der nächste Bahnhof ist Bayerisch Eisenstein an der Waldbahn. Von dort und aus den umliegenden Orten fahren Busse zur Talstation.

Reicht das Gebiet für einen ganzen Skitag?

Für Familien, Anfänger und Genussfahrer ja. Sportliche Fahrer, die viele Pistenkilometer suchen, haben das Angebot nach einigen Stunden weitgehend abgefahren.