Überblick

Am Großen Arber, mit 1.456 Metern der höchste Gipfel des Bayerischen Waldes, liegt eines der bekanntesten Skigebiete Ostbayerns. Die Talstation gehört zur Gemeinde Bayerisch Eisenstein im Landkreis Regen, wenige Kilometer vor der tschechischen Grenze. Das Gebiet verteilt sich auf mehrere Hänge des Berges. Eine der zentralen Anlagen ist die 6er-Sesselbahn am Nordhang.

Wer aus Niederbayern, der Oberpfalz oder dem Raum Regensburg kommt, findet hier ein Ziel für einen Skitag ohne Anreise in die Alpen. Einen Vergleich mit großen alpinen Verbundgebieten sollte man nicht erwarten.

Lage und Anreise

Der Arber erhebt sich zwischen Bodenmais im Westen und Bayerisch Eisenstein im Osten. Am Fuß des Berges liegt der Große Arbersee, an dem die Zufahrt vorbeiführt. Die Talstation ist über die Straße erreichbar, die die beiden Orte über den Arber verbindet. Aus Richtung Deggendorf und Regensburg führt der Weg meist über Regen und Zwiesel oder über Viechtach und Bodenmais.

Die Straße steigt spürbar an und liegt im Winter regelmäßig unter Schnee. Winterreifen sind Pflicht, Schneeketten gehören an Wochenenden mit Neuschnee ins Auto. An der Talstation gibt es Parkplätze. Aktuelle Informationen zu Parkgebühren stehen auf der offiziellen Website.

Mit der Bahn ist Bayerisch Eisenstein erreichbar. Der Grenzbahnhof ist Endpunkt der Waldbahn aus Richtung Zwiesel und Plattling. Auch Bodenmais hat einen Bahnanschluss. Für die Weiterfahrt zur Talstation lohnt vor der Reise ein Blick auf die aktuellen Busfahrpläne der Region.

Pisten und Lifte

Der Arber ist ein Mittelgebirgsberg. Das Gelände ist durchgehend bewaldet, die Abfahrten führen als Schneisen durch den Wald zu Tal. Die Hänge unterscheiden sich deutlich im Charakter. Der Nordhang ist der steilere und sportlichere Teil des Gebiets, andere Bereiche sind flacher und besser für ruhiges Fahren geeignet.

Die 6er-Sesselbahn Nordhang erschließt die Abfahrten auf der Nordseite. Sechsersessel befördern viele Gäste in kurzer Zeit, was an vollen Tagen den Andrang am Einstieg begrenzt. Dazu kommen weitere Liftanlagen am Berg. Den aktuellen Pistenplan mit allen Anlagen und Abfahrten veröffentlicht der Betreiber auf seiner Website.

Zur Schneelage: Die Pisten liegen unterhalb des Gipfels auf rund 1.000 bis 1.450 Metern. Für ein Mittelgebirge ist das eine gute Höhe, im Vergleich mit den Alpen eine niedrige. Die Nordausrichtung hilft, weil die Sonne dort weniger Schnee abbaut. Trotzdem hängt der Saisonverlauf stärker vom Wetter ab als in hochalpinen Gebieten. Tauwetterphasen treffen den Bayerischen Wald im Hochwinter immer wieder.

Für wen geeignet

Für Familien und Wiedereinsteiger ist der Arber ein naheliegendes Ziel in Ostbayern. Die flacheren Hänge lassen sich ohne Stress fahren, und die Wege von der Talstation zu den Liften sind kurz.

Fortgeschrittene finden am Nordhang Abfahrten mit Gefälle, auf denen sich Technik trainieren lässt. Das Gelände ist dort anspruchsvoller als an vielen anderen Hängen im Bayerischen Wald.

Könner, die mehrere Tage am Stück abwechslungsreiche Abfahrten suchen, sind im Arbergebiet schnell durch. Die Zahl der Pisten ist begrenzt, lange Talabfahrten mit mehreren hundert Höhenmetern am Stück gibt es nicht. Für einen Wochenurlaub mit sportlichen Fahrern taugt der Arber eher als Baustein, kombiniert mit anderen Gebieten der Region oder mit Langlauf.

Skipass und Preise

Die Tarife für die Wintersaison 2026/27 veröffentlicht der Betreiber auf der offiziellen Website unter dem Menüpunkt Skigebiet. Dort stehen auch Halbtages- und Mehrtageskarten sowie Ermäßigungen für Kinder und Jugendliche. Vor dem Besuch lohnt es sich zu prüfen, ob Tickets online günstiger angeboten werden und ob für die Keycard ein Pfand anfällt.

Einkehr und Service

An der Talstation und am Berg gibt es Gastronomie. Informationen zu Skischule, Skiverleih und Depot finden sich auf der Website des Betreibers.

Wer den Skitag mit Langlauf ergänzen will, findet in der Umgebung des Arbers gespurte Loipen. Bodenmais und Bayerisch Eisenstein sind im Winter auf nordische Gäste eingestellt.

Tipps

  • Vor der Abfahrt die aktuelle Pisteninfo prüfen. Im Mittelgebirge kann sich die Lage nach einem Wärmeeinbruch innerhalb weniger Tage ändern.
  • Bei Neuschnee früh losfahren. Die Bergstraße am Arbersee ist an Wochenenden dann oft langsam, Ketten sollten griffbereit sein.
  • Für geübte Fahrer lohnt der Start am Nordhang am Morgen, solange die Pisten frisch präpariert sind.
  • Wer mit Kindern kommt, plant den Tag an den flacheren Hängen und wechselt nur für einzelne Fahrten auf die Nordseite.
  • Aus Richtung Zwiesel und Plattling ist die Anreise mit der Waldbahn nach Bayerisch Eisenstein eine Alternative zur Bergstraße, sofern die Busverbindung zur Talstation passt.