Wer in der westlichen Obersteiermark einen überschaubaren Skiberg für einen entspannten Tag sucht, landet schnell bei der Grebenzen. Das Skigebiet liegt im Bezirk Murau, im Umfeld von Neumarkt in der Steiermark und St. Lambrecht, am Rand des Naturparks Zirbitzkogel-Grebenzen. Es ist ein kompaktes Gebiet mit wenigen Anlagen und kurzen Wegen. Gedacht ist es vor allem für Familien, Einsteiger und Gäste aus der Region, die ohne großen Aufwand auf die Piste wollen.

Lage und Anreise

Die Grebenzen gehört zum Gemeindegebiet von Neumarkt in der Steiermark im Süden des Bezirks Murau. Die Nachbarorte St. Lambrecht und Mariahof liegen in der Nähe, die Grenze zu Kärnten ist nicht weit. Damit ist das Gebiet für Tagesgäste aus der Steiermark und aus Kärnten gleichermaßen erreichbar.

Die wichtigste Straßenverbindung in der Gegend ist die Friesacher Straße B317, die von Scheifling im Murtal über Neumarkt nach Friesach in Kärnten führt. Von dort geht es über Landesstraßen weiter zur Talstation. Aus dem Raum Graz fährt man über das Murtal an, aus Kärnten über Friesach und Neumarkt. Die Zufahrt verläuft über Mittelgebirgsstraßen, im Hochwinter sind Winterreifen Pflicht und Schneeketten im Kofferraum sinnvoll.

Angaben zu Parkplätzen, Parkgebühren und einem möglichen Skibus aus den umliegenden Orten stehen aktuell auf der offiziellen Website des Betreibers beziehungsweise bei den Tourismusbüros der Region Murau. Wer mit der Bahn anreist, fährt ins Murtal und steigt dort auf Bus oder Taxi um. Die letzte Etappe ist ohne Auto deutlich umständlicher.

Pisten und Lifte

Das Skigebiet erstreckt sich zwischen rund 1.000 und 1.300 Meter Seehöhe. Die Höhendifferenz liegt damit bei etwa 300 Metern. Das Rückgrat bilden drei Hauptabfahrten, erschlossen von einer Vierer-Sesselbahn und mehreren Schleppliften.

Die Vierer-Sesselbahn bringt die Gäste zügig nach oben und ist der zentrale Zubringer für die längeren Abfahrten. Die Schlepplifte ergänzen das Angebot und eignen sich gut für kürzere Runden und zum Üben. Für Freestyler gibt es einen Funpark, der ein kleines Gebiet für Jugendliche deutlich interessanter macht.

Zur Einordnung der Schneelage: Mit einer Bergstation um 1.300 Meter gehört die Grebenzen zu den niedrig gelegenen Skigebieten der Steiermark. Naturschnee allein reicht in solchen Lagen nicht in jedem Winter für eine durchgehende Saison. Wie lange und wie früh gefahren werden kann, hängt stark vom jeweiligen Winter und von der technischen Beschneiung ab. Den aktuellen Pistenstatus zeigt die offizielle Website.

Für wen geeignet

Anfänger finden hier ein ruhiges Umfeld. Die Schlepplifte und die überschaubare Größe nehmen Druck heraus, und niemand muss sich im Gewirr eines großen Liftverbunds orientieren.

Familien mit Kindern sind die eigentliche Zielgruppe. Eltern behalten den Überblick, die Wege zwischen Lift und Piste sind kurz, und die Kinder können nach ein paar Fahrten selbstständig ihre Runden drehen. Der Funpark ist ein Argument für ältere Kinder und Teenager, die sonst schnell gelangweilt wären.

Fortgeschrittene haben an einem halben Tag oder an einem Nachmittag nach der Arbeit ihre Freude an den drei Hauptabfahrten. Für mehrere Tage am Stück wird das Angebot aber schnell eintönig.

Für Könner und sportliche Fahrer, die viele Pistenkilometer und lange, steile Abfahrten suchen, ist die Grebenzen nicht das richtige Ziel. Sie sind in den größeren Gebieten der Region wie dem Kreischberg besser aufgehoben und können die Grebenzen höchstens als Abwechslung für einen ruhigen Tag einplanen.

Skipass und Preise

Die aktuellen Tarife für die Saison 2026/27 veröffentlicht der Betreiber auf seiner offiziellen Website. Dort stehen auch Tages-, Halbtages- und Stundenkarten sowie Ermäßigungen für Kinder und Jugendliche.

In der Steiermark gibt es mehrere regionale Verbundkarten, darunter den Mur-Mürz Top Skipass, der zahlreiche Skigebiete der Obersteiermark zusammenfasst. Ob und zu welchen Bedingungen die Grebenzen in einem Verbund enthalten ist, lohnt sich vor dem Kauf zu prüfen. Für Einheimische und Saisonkartenbesitzer kann ein Verbund deutlich günstiger sein als einzelne Tageskarten.

Einkehr und Service

Am Berg und im Talbereich gibt es Einkehrmöglichkeiten, deren Öffnungszeiten sich nach dem Liftbetrieb richten. Zu Skischule, Skiverleih und Kinderbetreuung informieren die offizielle Website und die Tourismusbüros in Neumarkt und St. Lambrecht. Wer sicher gehen will, reserviert Kurs und Leihausrüstung vor der Anreise, besonders in den Semesterferien.

Tipps

  • Vor jeder Fahrt den Pistenstatus prüfen. In der Höhenlage um 1.000 bis 1.300 Meter ändern sich die Verhältnisse nach Warmwettereinbrüchen schnell.
  • Die Vierer-Sesselbahn ist der schnellste Weg zu den längeren Abfahrten. Wer früh startet, nutzt die frisch präparierten Hauptpisten vor dem Mittag.
  • Anfänger bleiben zunächst an den Schleppliften und wechseln erst zur Sesselbahn, wenn Bremsen und Kurven sicher sitzen.
  • Für Kilometerfreunde lässt sich die Grebenzen mit einem Tag in einem größeren Gebiet der Region kombinieren. Vorher prüfen, ob eine regionale Verbundkarte beide Gebiete abdeckt.
  • In den Semesterferien der Steiermark und Kärntens ist mit mehr Betrieb zu rechnen. Außerhalb dieser Wochen ist das Gebiet ruhiger.

Häufige Fragen

Reicht die Grebenzen für einen ganzen Skitag?

Für Familien und Einsteiger ja. Sportliche Fahrer sind mit drei Hauptabfahrten meist nach einem halben Tag durch.

Gibt es einen Funpark?

Ja, ein Funpark gehört zum Angebot und richtet sich vor allem an Jugendliche und Freestyle-Einsteiger.

Wie schneesicher ist das Gebiet?

Die Lage zwischen 1.000 und 1.300 Metern macht die Saison wetterabhängig. Den aktuellen Stand zeigt die offizielle Website.