Rund um die Gamsstadt Kitzbühel in Tirol betreibt die Bergbahn AG Kitzbühel unter dem Namen KitzSki eines der großen Skigebiete Österreichs. Hahnenkamm, Pengelstein, Resterhöhe und die Kirchberger Seite hängen zusammen, dazu kommen mehrere kleinere Berge. Wer mehrere Tage bleibt, fährt kaum eine Abfahrt doppelt. Für reine Anfängerwochen gibt es passendere Orte.

Lage und Anreise

Das Gebiet erstreckt sich von Kitzbühel und Kirchberg in Tirol über Jochberg bis zum Pass Thurn und hinunter nach Hollersbach im Salzburger Pinzgau. Die Hahnenkammbahn startet mitten in Kitzbühel an der Hahnenkammstraße, wenige Gehminuten vom Stadtzentrum.

Mit dem Auto kommt man aus Deutschland meist über Kufstein und St. Johann in Tirol oder über das Inntal und Wörgl ins Brixental. Von München sind es gut 130 Kilometer, bei freier Straße etwa zwei Stunden. Salzburg und Innsbruck liegen jeweils ungefähr 1,5 Stunden entfernt. An Samstagen mit Bettenwechsel staut es sich auf den Zufahrten regelmäßig.

Parkplätze gibt es an den großen Talstationen in Kitzbühel, Kirchberg, Jochberg, am Pass Thurn und in Hollersbach. Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Einstieg. Aktuelle Informationen zu Gebühren stehen auf der Website des Betreibers.

Sehr gut ist die Anbindung an die Bahn. Kitzbühel liegt an der Strecke Wörgl–Salzburg, zusätzlich hält der Zug an der Haltestelle Kitzbühel Hahnenkamm direkt neben der Talstation. Ein Skibus verbindet die Orte und Talstationen im Tal.

Pisten und Lifte

KitzSki gibt 233 Pistenkilometer und 57 Liftanlagen an. Die Talstationen liegen um 800 Meter, der höchste Punkt erreicht 2.000 Meter im Bereich Resterhöhe. Das ergibt 1.200 Höhenmeter Differenz. Der Liftpark reicht von Gondel- und Seilbahnen über Sessellifte mit bis zu acht Plätzen bis zu Schleppliften.

Das Gebiet gliedert sich in mehrere Bereiche:

  • Hahnenkamm und Ehrenbachhöhe: der bekannteste Teil oberhalb von Kitzbühel. Hier verläuft die Streif, die Strecke des Hahnenkammrennens. Außerhalb der Rennzeit ist sie in weiten Teilen befahrbar. Die Schlüsselstellen lassen sich über die leichtere Familienstreif umfahren.
  • Kirchberg mit Fleckalm und Maierl: Die Fleckalmbahn bringt Gäste von Kirchberg aus direkt ins verbundene Gebiet.
  • Pengelstein und Wurzhöhe: Die 3S-Bahn überquert den Saukasergraben und verbindet den Hahnenkamm mit dem Bereich Jochberg und Resterhöhe.
  • Resterhöhe und Pass Thurn: der höchste Teil mit breiten Hängen. Er ist auch über die Panoramabahn Kitzbüheler Alpen von Hollersbach im Pinzgau erreichbar.
  • Kitzbüheler Horn, Gaisberg und Bichlalm: Diese Berge liegen außerhalb der Hauptverbindung. Das Horn erreicht man über die Hornbahn. Die Bichlalm ist Freeride-Gelände und nur mit einem Shuttle nach Voranmeldung erreichbar.

Weil die Talorte tief liegen, hängt die Schneelage unten stark von der Beschneiung ab. Diese ist im Gebiet weit ausgebaut. Oben an der Resterhöhe sind die Bedingungen meist stabiler, dort startet KitzSki häufig schon im Herbst in die Saison. Am Hahnenkamm gibt es außerdem eine Gästerennstrecke und das Bergbahn-Museum.

Für wen geeignet

Könner und sportliche Fahrer finden hier das stärkste Angebot. Dazu gehören die Streif, steile Abfahrten am Hahnenkamm, lange Talabfahrten und die Freeride-Möglichkeiten an der Bichlalm. Auch nach mehreren Tagen gibt es noch Neues zu fahren.

Fortgeschrittene fahren gut auf den vielen roten Pisten zwischen Pengelstein und Resterhöhe. Die Verbindung von Kitzbühel bis zum Pass Thurn eignet sich als ganztägige Rundtour, man sollte aber genug Zeit für den Rückweg einplanen.

Anfänger können an den Übungsliften im Tal beginnen, die kostenlos genutzt werden dürfen. Oben am Berg finden sich an der Resterhöhe die ruhigsten und breitesten Hänge. Für den ersten Skiurlaub ist ein Gebiet dieser Größe jedoch meist überdimensioniert, man bezahlt viele Kilometer, die man noch nicht fährt.

Familien sind gut aufgehoben, wenn die Kinder schon sicher auf Ski stehen. Mit kleinen Kindern empfiehlt sich ein Standort mit kurzen Wegen zu Übungsgelände und Skischule.

Wenig passend ist KitzSki für Gäste mit knappem Budget. Die Preise liegen im oberen Bereich der Region. Wer nur einen halben Tag gemütlich fahren will, ist in einem kleineren Gebiet der Umgebung günstiger unterwegs.

Skipass und Preise

KitzSki staffelt die Preise nach Saisonzeiten. In der Spar-Saison 2024/25, also bis 7. Dezember 2024 und ab 7. April 2025, kostete die Tageskarte 63,00 Euro für Erwachsene und 47,50 Euro für Jugendliche. In der Hauptsaison liegen die Preise höher. Die aktuellen Tarife für die Saison 2026/27 stehen auf der Website von KitzSki.

Es gibt außerdem Karten ab 11.30 Uhr, Mehrtageskarten und Saisonkarten. Der KitzSki-Skipass gilt im gesamten Gebiet der Bergbahn AG Kitzbühel. Wer länger bleibt und auch andere Gebiete der Region besuchen möchte, sollte die Kitzbüheler Alpen AllStarCard prüfen.

Einkehr und Service

Im Gebiet gibt es zahlreiche Hütten und Bergrestaurants, besonders dicht rund um Hahnenkamm und Ehrenbachhöhe. Am Hahnenkamm befindet sich das Bergbahn-Museum, dort kann man bei schlechtem Wetter eine Pause einlegen. Skischulen und Verleihe gibt es in allen Talorten, in Kitzbühel ist zum Beispiel die Skischule Rote Teufel ansässig. An den großen Talstationen gibt es Skidepots.

Tipps

  • Wer mit dem Zug anreist, steigt an der Haltestelle Kitzbühel Hahnenkamm aus und steht direkt an der Hahnenkammbahn. So entfällt die Parkplatzsuche in der Stadt.
  • Aus dem Pinzgau ist der Einstieg über die Panoramabahn in Hollersbach oft entspannter als über Kitzbühel. Man ist schnell oben an der Resterhöhe.
  • Die Rennwoche des Hahnenkammrennens im Januar sorgt für Einschränkungen auf der Streif und für viel Betrieb in der Stadt. Wer die Streif selbst fahren will, plant einen anderen Termin ein.
  • In der Spar-Saison am Anfang und Ende des Winters ist die Tageskarte deutlich günstiger. Zum Saisonstart laufen dann vor allem die hohen Lagen um die Resterhöhe.
  • Für die Bichlalm muss der Shuttle vorab reserviert werden. Wer Freeride plant, sollte sich rechtzeitig anmelden und auf die Lawinenlage achten.
  • Wer die Tour von Kitzbühel zum Pass Thurn fährt, sollte die letzten Bahnen für den Rückweg über die 3S-Bahn im Blick behalten, sonst droht ein langer Weg mit dem Skibus.

Häufige Fragen

Darf man die Streif selbst fahren?

Ja, außerhalb der Rennvorbereitung ist die Streif als Piste geöffnet. Besonders steile Passagen lassen sich über die Familienstreif umfahren.

Gilt der Skipass auch am Kitzbüheler Horn?

Ja, der KitzSki-Skipass gilt für alle Bergbahnen der Bergbahn AG Kitzbühel, also auch für Horn und Gaisberg.