Auf einem Hochplateau oberhalb von Reit im Winkl liegt die Winklmoosalm, der bayerische Teil des Skigebiets Steinplatte Winklmoosalm. Über die Grenze hinweg ist sie mit der Steinplatte bei Waidring in Tirol verbunden, sodass ein gemeinsames Gebiet mit gut 40 Pistenkilometern entsteht. Die Mehrzahl der Abfahrten ist leicht bis mittelschwer, was das Gebiet vor allem für Familien und entspannte Skitage interessant macht. Bekannt ist die Alm auch als Heimat der Skirennläuferin Rosi Mittermaier.

Lage und Anreise

Die Winklmoosalm gehört zur Gemeinde Reit im Winkl im südlichen Chiemgau, direkt an der Grenze zu Tirol. Ausgangspunkt auf bayerischer Seite ist Seegatterl, ein kleiner Weiler einige Kilometer östlich des Ortszentrums von Reit im Winkl. Von dort führt eine Bergstraße hinauf auf das Plateau. Auf der Tiroler Seite ist Waidring der Zugangsort zur Steinplatte.

Aus München fährt man über die A8 Richtung Salzburg und wechselt dann über Ruhpolding und die Deutsche Alpenstraße nach Reit im Winkl. Die Fahrzeit liegt je nach Verkehr bei etwa eineinhalb bis zwei Stunden. Aus Salzburg und Rosenheim ist die Strecke kürzer. An Wochenenden mit gutem Wetter staut es sich auf der A8 regelmäßig, und die Bergstraße zur Winklmoosalm ist eine Gebirgsstrecke, für die man im Winter passende Bereifung und gegebenenfalls Schneeketten im Auto haben sollte.

Geparkt wird in Seegatterl und auf der Winklmoosalm selbst. Die Parkplätze oben sind an schönen Tagen früh belegt, deshalb lohnt sich eine zeitige Anreise. Wer ohne Auto kommt, fährt mit der Bahn bis Traunstein oder Ruhpolding und nutzt von dort den Regionalbus nach Reit im Winkl. Im Ort und zwischen Reit im Winkl, Seegatterl und der Alm verkehren im Winter Skibusse. Fahrpläne und aktuelle Hinweise zur Straße stehen auf der offiziellen Website des Skigebiets.

Pisten und Lifte

Das Gesamtgebiet umfasst 42 Pistenkilometer und 13 Liftanlagen zwischen 750 Metern im Tal und 1.860 Metern an der Steinplatte. Der Höhenunterschied von gut 1.100 Metern verteilt sich allerdings nicht auf eine durchgehende Abfahrt, sondern auf mehrere Bereiche.

Winklmoosalm

Das Plateau der Winklmoosalm liegt auf rund 1.160 Metern und ist weitläufig und sanft geneigt. Hier finden sich vor allem breite, leichte Pisten, die sich gut zum Einfahren und für Kinder eignen. Nach oben erschließen Lifte die Hänge in Richtung Dürrnbachhorn und Scheibelberg, wo das Gelände etwas steiler wird. Für bayerische Verhältnisse liegt die Alm hoch. In Kombination mit der Tallage im Staubereich der Chiemgauer Berge gilt das Plateau als vergleichsweise schneereich, auch wenn milde Winter die unteren Lagen treffen können.

Steinplatte

Über eine Skiverbindung gelangt man auf die Tiroler Seite zur Steinplatte. Dort liegen die höchsten Punkte des Gebiets und mehrere längere rote Abfahrten. Die Steinplatte ist der sportlichere Teil des Verbunds und bietet mehr Abwechslung für Fahrer, die schon sicher unterwegs sind. Auch ein Funpark gehört zum Angebot auf der Tiroler Seite.

Die Pisten werden zu einem großen Teil technisch beschneit. Wie viele Abfahrten bei schwacher Naturschneelage tatsächlich offen sind, zeigt der tagesaktuelle Pistenbericht auf der Website.

Für wen geeignet

Anfänger finden auf der Winklmoosalm gute Bedingungen. Die flachen Hänge am Plateau sind übersichtlich, und es gibt Übungsbereiche, in denen Skischulen ihre Kurse abhalten. Wer die ersten Schwünge sicher beherrscht, kann schrittweise auf die längeren blauen Pisten wechseln, ohne das Gebiet zu verlassen.

Für Familien mit Kindern ist das Gebiet eine der naheliegenden Adressen in Oberbayern. Die Wege sind kurz, das Gelände ist gutmütig, und die Anfahrt aus dem Münchner Raum ist an einem Tag gut machbar. Eltern, die selbst gern etwas anspruchsvoller fahren, können auf die Steinplatte ausweichen, während die Kinder im Kurs sind.

Fortgeschrittene Fahrer kommen vor allem an der Steinplatte auf ihre Tageskilometer. Die roten Abfahrten dort sind abwechslungsreich genug für einen vollen Skitag.

Könner und sehr sportliche Fahrer werden das Gebiet dagegen nach einigen Stunden gut kennen. Schwarze Pisten gibt es nur wenige, lange Steilhänge fehlen. Für eine ganze Woche mit ambitionierten Fahrern ist das Gebiet zu klein, als Tagesziel oder für ein verlängertes Wochenende passt es gut. Wer Freeride-Gelände oder große Höhenunterschiede sucht, ist in den großen Tiroler Gebieten besser aufgehoben.

Skipass und Preise

Der Skipass gilt für das gesamte Gebiet, also für die Winklmoosalm und die Steinplatte. Neben Tageskarten gibt es in der Regel Halbtageskarten, Mehrtageskarten und ermäßigte Tarife für Kinder und Jugendliche. Die Preise liegen im Vergleich zu den großen Tiroler Skigebieten eher im moderaten Bereich.

Die aktuellen Tarife für die Saison 2026/27 sowie Hinweise zu Familienangeboten, Onlinekauf und Kartenpfand veröffentlicht der Betreiber auf der offiziellen Website. Wer mehrere Tage in der Region fährt, sollte prüfen, ob sich eine regionale Mehrgebietskarte lohnt, in der die Steinplatte enthalten ist.

Einkehr und Service

Auf der Winklmoosalm stehen mehrere Almen, Gasthäuser und Hotels direkt am Pistenrand, einige davon mit Übernachtungsmöglichkeit. Auch an der Steinplatte gibt es Gastronomie im Skigebiet. Wer mittags nicht lange suchen will, findet auf beiden Seiten Einkehrmöglichkeiten in kurzer Entfernung zu den Liften.

Skischulen und Skiverleih sind sowohl auf der bayerischen als auch auf der Tiroler Seite vertreten. Kurse für Kinder und Erwachsene werden in der Hauptsaison meist als mehrtägige Gruppenkurse angeboten, daneben gibt es Privatstunden.

Abseits der Alpinpisten ist die Winklmoosalm ein bekanntes Langlaufgebiet. Auf dem Plateau sind Loipen gespurt, die sich für einen Ausgleichstag oder für Familienmitglieder eignen, die nicht alpin fahren.

Tipps

  • Früh anreisen: Die Parkplätze auf der Winklmoosalm füllen sich an sonnigen Wochenenden und in den bayerischen Ferien schnell. Wer nach 9 Uhr ankommt, parkt oft weiter unten.
  • Mit dem Skibus fahren: Wer in Reit im Winkl übernachtet, spart sich mit dem Skibus die Parkplatzsuche und die Fahrt über die Bergstraße.
  • Ferien meiden: In den Weihnachtsferien und den bayerischen Faschingsferien ist das Gebiet deutlich voller. Wochentage außerhalb der Ferien sind entspannter.
  • Am Nachmittag den Rückweg einplanen: Wer auf der Steinplatte unterwegs ist, sollte die Verbindung zurück zur Winklmoosalm rechtzeitig vor Liftschluss antreten.
  • Langlaufski einpacken: Bei vereisten Pisten oder schlechter Sicht ist eine Runde auf den Loipen am Plateau eine gute Alternative.
  • Pistenbericht prüfen: In schneearmen Phasen sind die unteren Abfahrten oft zuerst betroffen. Ein Blick auf die offizielle Website vor der Abfahrt vermeidet Enttäuschungen.

Häufige Fragen

Ist die Winklmoosalm mit der Steinplatte verbunden?

Ja. Beide Bereiche bilden ein gemeinsames Skigebiet, das über die Grenze zwischen Bayern und Tirol auf Skiern verbunden ist. Ein Skipass gilt für beide Seiten.

Lohnt sich die Winklmoosalm als Tagesausflug von München?

Für Familien und Genussfahrer ja. Die Anfahrt ist überschaubar, und das Gebiet reicht für einen vollen Skitag. Sehr sportliche Fahrer werden die Pisten in kürzerer Zeit ausgefahren haben.

Kann man auf der Winklmoosalm auch langlaufen?

Ja, auf dem Plateau sind im Winter Loipen gespurt. Damit eignet sich die Alm auch für gemischte Gruppen aus Alpin- und Langläufern.