Der Kreuzberg bei Bischofsheim in der Rhön gilt als heiliger Berg der Franken, und an seiner Nordseite liegt eines der größeren Skigebiete der bayerischen Rhön. Das Wintersportzentrum Skilifte Kreuzberg erschließt mit vier Liften 13 Pistenkilometer zwischen 610 und 928 Metern. Es ist ein klassisches Mittelgebirgsgebiet für den Tagesausflug, für Familien und für alle, die in Unterfranken oder Osthessen wohnen und bei Schnee kurzfristig auf die Piste wollen.

Lage & Anreise

Das Skigebiet gehört zur Stadt Bischofsheim in der Rhön im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld. Die Talstation liegt im Ortsteil Haselbach, die Zufahrt erfolgt über die Adresse Fischzucht 16. Der Gipfel des Kreuzbergs mit dem Franziskanerkloster erhebt sich direkt oberhalb des Gebiets.

Die nächsten größeren Städte sind Bad Neustadt an der Saale im Osten und Fulda im Westen. Beide sind über die B 279 angebunden, die durch Bischofsheim führt. Wer aus Richtung Würzburg oder Frankfurt kommt, nutzt die A 7 und wechselt im Raum Bad Brückenau oder Fulda auf die Landstraße. Aus Schweinfurt und dem Grabfeld führt der Weg über Bad Neustadt.

Bischofsheim hat keinen eigenen Bahnhof. Der nächste Fernverkehrshalt ist Fulda, regionale Bahnverbindungen gibt es nach Bad Neustadt an der Saale. Von dort geht es mit dem Bus oder dem Auto weiter. Praktisch reisen die meisten Gäste mit dem Pkw an. Informationen zu Parkplätzen und möglichen Gebühren stehen auf der offiziellen Website des Betreibers.

An Wochenenden mit frischem Schnee sind die Straßen in der Rhön stark befahren. Winterreifen sind auf den Zufahrten Pflicht, Schneeketten gehören bei Neuschnee ins Auto.

Pisten & Lifte

Die 13 Pistenkilometer verteilen sich auf die Nordhänge des Kreuzbergs. Die Höhendifferenz beträgt 318 Meter, was für ein Mittelgebirge ordentlich ist und längere Abfahrten erlaubt als an vielen kleinen Dorfliften der Region. Vier Lifte bringen die Gäste nach oben, darunter der Rothanglift und der Blicklift.

Die Nordlage hilft, den Schnee länger zu halten als auf sonnigen Südhängen. Trotzdem bleibt das Gebiet mit einer Talstation auf 610 Metern stark wetterabhängig. In milden Wintern können Betriebstage selten sein, in schneereichen Jahren läuft der Betrieb dagegen über Wochen. Wie viele Lifte an einem bestimmten Tag geöffnet sind, hängt von der Schneelage und der Nachfrage ab. Unter der Woche läuft nicht immer die gesamte Anlage, sondern zunächst einzelne Lifte, weitere werden bei Bedarf zugeschaltet.

Für wen geeignet

Anfänger finden am Kreuzberg ein überschaubares Gelände, in dem man sich nicht verfahren kann. Die Wege zwischen den Liften sind kurz, und wer den ersten Skitag hinter sich hat, kann schnell längere Abfahrten ausprobieren.

Familien mit Kindern profitieren von der kurzen Anreise aus der Region. Ein Tag am Kreuzberg lässt sich ohne Übernachtung planen, und bei schlechter Sicht oder nachlassender Lust ist der Parkplatz nie weit.

Fortgeschrittene Fahrer haben für einen Tag genug Abwechslung, solange die Erwartungen zum Mittelgebirge passen. Die 318 Höhenmeter reichen für zügige Schwünge, alpine Längen bietet das Gebiet nicht.

Für Könner, die steile Hänge, Freeride-Gelände oder viele verschiedene Abfahrten suchen, ist der Kreuzberg kein Ziel für einen ganzen Urlaub. Auch wer eine Skireise mit Schneegarantie plant, ist in den Alpen besser aufgehoben. Als Trainingsmöglichkeit vor der Haustür und für spontane Ausflüge bei Schnee erfüllt das Gebiet dagegen seinen Zweck.

Skipass & Preise

Am Kreuzberg gibt es Tageskarten für Erwachsene und Kinder, dazu Angebote für kürzere Aufenthalte. Die aktuellen Tarife für die Saison 2026/27 sowie Ermäßigungen für Kinder, Jugendliche und Gruppen stehen auf der offiziellen Website des Betreibers. Da die Betriebstage im Mittelgebirge schwanken, lohnt es sich, vor dem Kauf einer Saisonkarte abzuschätzen, wie oft man tatsächlich fahren wird.

Einkehr & Service

Auf dem Gipfel des Kreuzbergs liegt das Franziskanerkloster mit seiner Klosterbrauerei und Gaststätte, bekannt für das hier gebraute Klosterbier. Für viele Gäste gehört der Abstecher dorthin zum Skitag dazu. Angebote zu Skischule, Skiverleih und Verpflegung an der Talstation sind auf der Website des Betreibers aufgeführt.

Tipps

  • Vor der Abfahrt die aktuellen Betriebsmeldungen des Betreibers prüfen. Im Mittelgebirge entscheidet oft der Vortag, ob und welche Lifte laufen.
  • Unter der Woche ist es deutlich ruhiger. Dafür muss man damit rechnen, dass zunächst nur einzelne Lifte wie der Rothanglift in Betrieb sind.
  • An sonnigen Wochenenden nach Neuschnee früh anreisen. Dann füllen sich Parkplätze und Zufahrten in der Rhön schnell.
  • Den Skitag mit einem Besuch im Kloster Kreuzberg auf dem Gipfel verbinden, das lohnt sich auch für Begleitpersonen ohne Ski.
  • Die Nordhänge halten den Schnee länger. Wenn in tieferen Lagen der Rhön schon alles grün ist, kann am Kreuzberg noch Betrieb sein.

Häufige Fragen

Ist der Kreuzberg groß genug für einen ganzen Skitag?

Für Einsteiger, Familien und Genussfahrer ja. Sportliche Fahrer, die viele unterschiedliche Abfahrten erwarten, haben die Pisten nach einigen Stunden kennengelernt.

Wann ist das Skigebiet geöffnet?

Der Betrieb hängt vollständig von der Schneelage ab. Aktuelle Öffnungstage und Liftzeiten veröffentlicht der Betreiber auf seiner Website und in seinen Kanälen.

Kann man ohne Auto anreisen?

Eingeschränkt. Die nächsten Bahnhöfe liegen in Bad Neustadt an der Saale und Fulda, von dort geht es mit dem Bus weiter. Für einen spontanen Skitag ist das Auto meist die praktischere Wahl.