Wer vom Wolfgangsee aus nach oben fährt, erreicht mit dem Winterpark Postalm ein Skigebiet auf einer der großen Almhochflächen des Salzburger Salzkammerguts. Das Gebiet gehört zur Gemeinde Strobl und ist auf Familien und ruhige Skitage ausgelegt. Neben den Pisten gibt es eine Rodelbahn, Langlaufloipen und geräumte Winterwanderwege. Damit ist die Postalm auch für gemischte Gruppen interessant, in denen nicht alle Ski fahren.

Lage und Anreise

Die Postalm liegt südlich von Strobl, dem Ort am Ostufer des Wolfgangsees. St. Wolfgang und St. Gilgen sind die nächsten größeren Orte am See, Bad Ischl liegt wenige Kilometer östlich von Strobl. Aus Salzburg fährt man über die Wolfgangsee Straße (B158) Richtung Bad Ischl bis Strobl. Aus Oberösterreich und aus Richtung Linz führt der Weg über Bad Ischl und dann ebenfalls auf die B158.

Von Strobl geht es über die Postalmstraße hinauf auf die Hochfläche. Die Postalmstraße ist eine mautpflichtige Bergstraße. Die aktuellen Mauttarife für den Winter und mögliche Regelungen in Kombination mit dem Skipass stehen auf der offiziellen Website. Die Straße ist eine echte Bergstrecke mit Kehren und Steigungen. Winterreifen sind Pflicht, Schneeketten sollten bei Neuschnee im Auto liegen.

Einen Bahnhof gibt es in Strobl nicht. Der nächste Anschluss an die Salzkammergutbahn liegt in Bad Ischl. Regionalbusse zwischen Salzburg und Bad Ischl halten in Strobl. Ob und wann ein Bus aus dem Tal bis zur Postalm fährt, sollte man vor der Anreise auf der Website des Winterparks oder bei der Tourismusinformation am Wolfgangsee nachsehen. Realistisch ist für die meisten Gäste die Anreise mit dem eigenen Auto.

Pisten und Lifte

Das Gelände der Postalm ist typisch für ein Almplateau: breite, offene Hänge mit mäßiger Neigung, wenig steile Passagen und eine gute Übersicht. Die Abfahrten verteilen sich über die Hochfläche. Kleinere Lifte erschließen die einzelnen Hänge, der Schwerpunkt liegt auf leichten und mittelschweren Pisten. Für Kinder und Anfänger gibt es einen Zauberteppich im Übungsbereich.

Die Höhenlage entspricht einem Mittelgebirgsgebiet in den nördlichen Kalkalpen. Das bedeutet: In schneereichen Wintern sind die Bedingungen auf dem offenen Plateau gut, in milden Phasen hängt der Betrieb stark vom Wetter ab. Früh im Dezember und gegen Ende der Saison lohnt sich deshalb ein Blick auf den aktuellen Pistenbericht auf der offiziellen Website, bevor man die Bergstraße hinauffährt.

Zusätzlich zu den Pisten gibt es eine Rodelbahn. Die Hochfläche bietet außerdem Platz für Langlaufloipen, die in das flache bis leicht wellige Almgelände gelegt sind. Ausgeprägtes Freeride-Gelände oder anspruchsvolle Skirouten gehören nicht zum Profil der Postalm.

Für wen geeignet

Anfänger: Die Postalm passt gut für die ersten Skitage. Der Zauberteppich im Übungsgelände und die flachen, breiten Hänge nehmen die Angst vor dem Gelände. Man muss sich nicht auf engen Ziehwegen durch viel Verkehr bewegen.

Familien mit Kindern: Hier liegt die Stärke des Gebiets. Die Wege sind kurz, die Hänge übersichtlich, und Eltern können ihre Kinder gut im Blick behalten. Mit Rodelbahn und Winterwanderwegen lässt sich ein Tag auch dann füllen, wenn die Kinder nach zwei Stunden genug vom Skifahren haben.

Fortgeschrittene: Wer sicher auf roten Pisten unterwegs ist, findet genug für einen entspannten Tag. Viel Abwechslung für mehrere Tage am Stück bietet das Gebiet allerdings nicht.

Könner und sportliche Fahrer: Für sie ist die Postalm kein Ziel für einen ganzen Tag. Steile Abfahrten, lange Talabfahrten und große Höhenunterschiede gibt es hier nicht. Wer das sucht, fährt besser in die großen Gebiete im Salzburger Land oder in Oberösterreich.

Langläufer und Winterwanderer: Für sie ist die Hochfläche eine eigenständige Option. Gerade Gruppen, in denen nur ein Teil Ski fährt, profitieren davon.

Skipass und Preise

Die Tarife für die Wintersaison 2026/27 sowie die Preise der vergangenen Saison stehen auf der offiziellen Website des Winterparks Postalm. Dort sind in der Regel Tageskarten, Halbtageskarten und Kindertarife aufgeführt. Da die Postalmstraße mautpflichtig ist, sollte man bei der Planung die Maut zum Skipasspreis hinzurechnen und prüfen, ob es Kombiangebote gibt. Für Familien lohnt sich ein Blick auf eventuelle Familien- oder Kinderermäßigungen, bevor man an der Kasse Einzelkarten kauft.

Einkehr und Service

Auf der Postalm gibt es mehrere bewirtschaftete Almhütten und Gasthäuser, die im Winter für Skifahrer, Rodler und Wanderer geöffnet haben. Welche Betriebe in der jeweiligen Saison offen sind, sollte man vor dem Besuch auf der Website prüfen, da Almgastronomie oft eigene Öffnungstage hat. Informationen zu Skischule und Skiverleih finden sich ebenfalls auf der offiziellen Seite. Wer eigene Ausrüstung leihen muss, kann das alternativ bei Sportgeschäften in Strobl oder den Nachbarorten am Wolfgangsee erledigen.

Tipps

  • Vor der Abfahrt in Strobl den Pistenbericht und den Straßenzustand der Postalmstraße prüfen. Bei Neuschnee Schneeketten einpacken, die Strecke hat einige Kehren.
  • Die Maut für die Postalmstraße in die Tageskosten einrechnen und nach Kombiangeboten mit dem Skipass fragen.
  • Für gemischte Gruppen einen Tag mit Skifahren, Rodeln und Winterwandern kombinieren. Die Hochfläche erlaubt das ohne weitere Anfahrt.
  • Langlaufausrüstung mitnehmen, wenn man an einem Tag Abwechslung sucht. Die Loipen liegen direkt auf dem Plateau.
  • Als Quartier bieten sich Strobl, St. Wolfgang oder Bad Ischl an. Von dort ist man schnell an der Mautstraße und hat abends mehr Angebot im Tal.
  • Sportliche Fahrer, die mehrere Tage in der Region verbringen, planen die Postalm besser als Familientag ein und fahren an den übrigen Tagen in größere Gebiete.

Häufige Fragen

Braucht man für die Zufahrt eine Maut?

Ja, die Postalmstraße von Strobl hinauf ist eine Mautstraße. Die aktuellen Tarife stehen auf der offiziellen Website.

Ist die Postalm auch ohne Ski einen Ausflug wert?

Ja. Rodelbahn, Langlaufloipen und Winterwanderwege machen das Plateau auch für Nichtskifahrer interessant.

Kommt man ohne Auto zur Postalm?

Bis Strobl fahren Regionalbusse aus Salzburg und Bad Ischl. Für die Strecke hinauf auf die Alm sollte man die aktuellen Verbindungen vorab bei der Tourismusinformation am Wolfgangsee erfragen.