Der Fellachlift in Virgen ist ein Dorflift im Virgental in Osttirol, mitten im Nationalparkgebiet Hohe Tauern. Ein einzelner Lift und eine kurze Piste machen ihn zu einem klassischen Übungs- und Familienhang. Wer im Tal Urlaub macht und Kindern die ersten Schwünge beibringen will, findet hier einen überschaubaren Hang ohne lange Wege.
Lage & Anreise
Das Skigebiet liegt direkt im Ort Virgen, der sich auf 1.194 Metern Seehöhe im mittleren Virgental befindet. Die nächste größere Gemeinde ist Matrei in Osttirol, wenige Kilometer talauswärts. Bis Lienz, dem Bezirkshauptort, sind es gut 30 Kilometer.
Mit dem Auto führt der Weg über die Felbertauernstraße B108 nach Matrei und von dort ins Virgental. Aus Richtung Norden, etwa aus Kitzbühel, Salzburg oder München, fährt man über Mittersill durch den Felbertauerntunnel. Der Tunnel ist mautpflichtig, die aktuellen Tarife stehen beim Betreiber der Felbertauernstraße. Von Süden kommt man über Lienz. Im Winter sind im Virgental Winterreifen Pflicht, Schneeketten gehören bei Neuschnee ins Auto.
Der nächste größere Bahnhof ist Lienz. Von dort fahren Regionalbusse über Matrei ins Virgental. Wer ohne Auto anreist, sollte die Verbindungen im Fahrplan des Verkehrsverbunds Tirol prüfen, da die Busse im Tal nicht im dichten Takt verkehren.
Da der Lift im Ort liegt, ist er für Gäste in Virgen häufig zu Fuß erreichbar. Details zu Parkmöglichkeiten am Lift gibt der Tourismusverband Osttirol auf seiner Website.
Pisten & Lifte
Der Fellachlift erschließt eine Piste von rund einem Kilometer Länge. Es gibt einen einzigen Lift, einen Schlepplift. Das Gelände ist ein sanfter bis mäßig geneigter Hang mit geringer Höhendifferenz, der sich gut überblicken lässt. Eltern können vom Pistenrand aus verfolgen, wo ihre Kinder gerade fahren.
Die Höhenlage knapp über 1.200 Metern ist für einen Talhang in Osttirol typisch. In schneearmen Wintern hängt der Betrieb stark von den Bedingungen ab. Die Osttiroler Kleinskigebiete haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie auch bei wenig Naturschnee öffnen können, der genaue Saisonstart ist aber jedes Jahr unterschiedlich. Vor einem Besuch lohnt der Blick auf die aktuellen Betriebsinfos.
Einen Funpark, Skirouten oder Freeride-Gelände gibt es am Fellachlift nicht. Wer mehr Abwechslung sucht, fährt nach Matrei in Osttirol: Dort beginnt das Großglockner Resort Kals-Matrei mit einem deutlich größeren Pistenangebot.
Für wen geeignet
- Anfänger: Der kurze, übersichtliche Hang ist gut für die ersten Tage auf Skiern oder dem Snowboard. Der Schlepplift verlangt etwas Übung, ist aber für Einsteiger nach kurzer Einweisung machbar.
- Familien mit Kindern: Die Nähe zum Ort, die kurzen Wege und der niedrige Preis passen zu Familien, die zwischendurch ein paar Stunden am Hang verbringen wollen, ohne einen vollen Skitag zu planen.
- Fortgeschrittene: Zum Auffrischen der Technik am ersten Urlaubstag taugt der Hang. Für mehr als ein, zwei Stunden fehlt die Abwechslung.
- Könner und sportliche Fahrer: Für sie ist der Fellachlift kein Ziel. Mit einer Piste und einem Lift reicht das Angebot nicht für einen ganzen Skitag. Wer Tempo, Höhenmeter und steile Hänge sucht, ist im Großglockner Resort Kals-Matrei besser aufgehoben.
Skipass & Preise
Die Tageskarte für Erwachsene kostete in der Hauptsaison zuletzt 16 Euro. Damit gehört der Fellachlift zu den günstigsten Skigebieten in Tirol. Kindertarife, Halbtageskarten oder Punktekarten sind bei Dorfliften dieser Größe üblich, die aktuellen Tarife und Ermäßigungen für die Saison 2026/27 veröffentlicht der Tourismusverband Osttirol auf seiner Website.
Als Richtwert für die Betriebszeiten gilt täglich 10:00 bis 16:00 Uhr. Da kleine Dorflifte ihre Zeiten nach Schneelage und Nachfrage anpassen, sollte man vor der Fahrt kurz nachsehen, ob der Lift tatsächlich läuft.
Einkehr & Service
Eine Hütte an der Piste gibt es bei einem Dorflift dieser Größe nicht zu erwarten. Da der Hang direkt im Ort liegt, sind Gasthäuser, Cafés und Lebensmittelgeschäfte in Virgen schnell erreichbar. Skiverleih und Skikurse organisiert man am besten über den Tourismusverband oder die Anbieter im Virgental und in Matrei.
Im Tal gibt es außerdem gespurte Langlaufloipen, die sich gut mit einem kurzen Skitag am Fellachlift kombinieren lassen.
Tipps
- Den Fellachlift als Einstieg in den Urlaub nutzen: Kinder gewöhnen sich hier an Ski und Schlepplift, bevor es in das größere Gebiet nach Matrei geht.
- Wer in Virgen wohnt, lässt das Auto stehen. Der Lift liegt im Ort, die Parkplatzsuche entfällt.
- Vor der Fahrt die aktuellen Betriebsinfos auf der offiziellen Website prüfen. Dorflifte öffnen oft später in der Saison als höher gelegene Gebiete.
- Für Tage mit schlechter Sicht am Berg ist der tief gelegene, kurze Hang eine gute Alternative zum großen Skigebiet.
- Einen halben Tag am Lift mit einer Langlaufrunde im Virgental verbinden, beides liegt nah beieinander.
- Bei der Anreise aus Norden die Maut für den Felbertauerntunnel einplanen.
Aktuelle Informationen zu Preisen und Betriebszeiten stehen auf der offiziellen Website: https://www.virgental.at/winter/skigebiete-skifahren/skigebiet-virgen/


