Wer im Salzburger Pongau ein Skigebiet sucht, in dem Kinder und Einsteiger nicht zwischen Großgruppen und Gondelstaus untergehen, landet schnell bei der Skischaukel Radstadt-Altenmarkt. Das Gebiet liegt direkt am Stadtrand von Radstadt und reicht über den Königslehen hinüber nach Altenmarkt. Es gehört zur Salzburger Sportwelt und damit zum Skipassverbund Ski amadé. Für einen entspannten Skitag mit der Familie ist das eine solide Adresse, für lange Kilometertage eher ein Baustein unter mehreren.
Lage und Anreise
Die Talstation auf der Radstädter Seite befindet sich an der Unterbergstraße, wenige Minuten vom historischen Stadtkern entfernt. Radstadt liegt im oberen Ennstal auf gut 850 Metern Höhe. Von Salzburg fährt man über die Tauernautobahn A10 Richtung Süden, verlässt sie in Richtung Ennstal und folgt der B320 bis Radstadt. Die Strecke ist gut 70 Kilometer lang und bei normalem Verkehr in knapp einer Stunde zu schaffen. Aus dem Raum München sollte man mit etwa zweieinhalb Stunden rechnen, an Samstagen mit Bettenwechsel auch deutlich länger.
Mit der Bahn ist Radstadt über die Ennstalbahn erreichbar. Umsteigen aus Richtung Salzburg meist in Bischofshofen. Vom Bahnhof Radstadt ist es nicht weit bis zur Talstation. In Radstadt und Altenmarkt verkehrt im Winter ein kostenloser Skibus, der auch Unterkünfte am Ortsrand anbindet. Wer im Ort wohnt, kommt oft ganz ohne Auto aus.
Pisten und Lifte
Die Skischaukel besteht aus zwei Seiten, die am Königslehen miteinander verbunden sind. Man kann also in Radstadt einsteigen und auf Skiern nach Altenmarkt hinüberfahren und wieder zurück. Das Gelände ist überwiegend mittelschwer und breit angelegt, steile Passagen sind die Ausnahme. Die Abfahrten führen durch Waldschneisen und über offene Almflächen hinunter ins Tal.
Durch die tiefe Lage der Talstationen hängt die Schneelage im unteren Bereich stark von Temperatur und Beschneiung ab. In schneearmen Phasen fährt man die Talabfahrten besser am Vormittag, wenn die Unterlage noch fest ist. Für die aktuelle Anlagen- und Pistenübersicht lohnt vor der Anreise ein Blick in den Pistenplan auf der offiziellen Website.
Abseits der Pisten gibt es in Radstadt eine lange Rodelbahn, die sich für einen Nachmittag ohne Ski anbietet. Direkt am Talboden verläuft die Tauernloipe, sodass Langläufer und Alpinfahrer in einer Familie den Tag gut aufteilen können.
Für wen geeignet
Anfänger finden hier Übungsgelände und leichte Hänge nahe am Tal, dazu Skischulen in beiden Orten. Der Weg vom Parkplatz zum ersten Lift ist kurz, was mit kleinen Kindern viel Stress erspart. Familien profitieren von der überschaubaren Größe: Wer sich verliert, findet sich schnell wieder.
Fortgeschrittene haben auf den roten Abfahrten am Königslehen gute Carving-Hänge für einen halben bis ganzen Tag. Wer mehr Abwechslung will, nutzt den Ski-amadé-Pass und kombiniert Radstadt-Altenmarkt mit größeren Gebieten der Salzburger Sportwelt wie Flachau, Wagrain oder Zauchensee.
Für sportliche Könner, die Steilhänge, Freeride-Gelände oder Tage mit vielen Höhenmetern suchen, ist die Skischaukel allein zu klein. Sie taugt dann als Ausweichziel bei Sturm oder schlechter Sicht in höheren Lagen, weil viele Abfahrten im Wald verlaufen.
Skipass und Preise
Die Skischaukel ist Teil von Ski amadé. Mehrtageskarten dieses Verbunds gelten damit auch in Radstadt-Altenmarkt und in allen anderen angeschlossenen Gebieten des Salzburger Landes und der Steiermark. Für kurze Aufenthalte oder Familien mit kleinen Kindern werden zusätzlich lokale Tarife angeboten, die günstiger sind als der Verbundpass.
Die Preise für die Wintersaison 2026/27 stehen auf der offiziellen Website der Skischaukel. Kinder und Jugendliche erhalten Ermäßigungen, bei Ski amadé fahren Kinder in bestimmten Aktionszeiträumen vergünstigt. Beim Kauf der Keycard fällt in der Regel ein Pfand an, das bei Rückgabe erstattet wird.
Einkehr und Service
In Radstadt und Altenmarkt gibt es mehrere Sportgeschäfte mit Skiverleih, teils direkt an den Talstationen. Dort bekommt man aktuelle Leihski, Schuhe und Helme, oft auch mit Depot für die Ausrüstung. Skischulen bieten Gruppen- und Privatkurse für Kinder und Erwachsene an. Hütten und Einkehrmöglichkeiten verteilen sich über beide Seiten des Königslehen, am Tal liegen zusätzlich die Gasthäuser und Cafés der beiden Orte.
Tipps
- Wer in Radstadt wohnt, nimmt den kostenlosen Skibus und spart sich die Parkplatzsuche an Wochenenden.
- An Tagen mit Neuschnee und Wind in höheren Lagen ist die waldreiche Skischaukel oft die angenehmere Wahl als offene Gipfelgebiete.
- Bei milder Witterung die Talabfahrten am Vormittag fahren und nachmittags auf die höheren Hänge am Königslehen wechseln.
- Für einen Urlaub mit mehreren Skitagen rechnet sich meist der Ski-amadé-Pass, weil er Flachau, Wagrain und Zauchensee mit abdeckt.
- Den letzten Nachmittag für die Rodelbahn einplanen: Das ist bei Kindern oft das Highlight der Woche.
- Langläufer in der Familie starten direkt an der Tauernloipe am Talboden, nur wenige Minuten von der Talstation entfernt.
Häufige Fragen
Sind Radstadt und Altenmarkt auf Skiern verbunden?
Ja. Über den Königslehen fährt man von einer Seite auf die andere, daher der Name Skischaukel.
Gilt der Ski-amadé-Skipass in Radstadt-Altenmarkt?
Ja, die Skischaukel gehört zur Salzburger Sportwelt und damit zum Verbund Ski amadé.
Kann man mit dem Zug anreisen?
Radstadt hat einen Bahnhof an der Ennstalbahn. Von dort und aus den Ortsteilen bringt der kostenlose Skibus die Gäste zur Talstation.


