Lage & Anreise

Das Skigebiet liegt an der Wasserscheide, dem Übergang am Gurnigelpass, der den Raum Riggisberg und Rüeggisberg mit dem Gantrischgebiet und dem oberen Gürbetal verbindet. Die Passhöhe liegt auf 1.608 Metern und gehört zur Gemeinde Rüeggisberg im Kanton Bern. Die Umgebung ist Teil des Naturparks Gantrisch, eines geschützten Voralpenraums zwischen Bern, Thun und Freiburg, der im Winter vor allem von Tagesgästen aus diesen Städten besucht wird.

Mit dem Auto führt die Anfahrt aus Richtung Bern über Kehrsatz oder Belp nach Riggisberg und von dort über die Passstraße hinauf. Aus Richtung Thun erreicht man den Pass über Wattenwil und Blumenstein, aus dem Freiburger Raum über Schwarzenburg und Rüschegg. Von Bern und Thun aus ist die Wasserscheide in weniger als einer Stunde erreichbar. Die Passstraße ist bei Schneefall anspruchsvoll, Winterreifen sind Pflicht, Schneeketten gehören an Neuschneetagen ins Auto.

Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Postautos aus dem Gürbetal in Richtung Gurnigel. Die Verbindungen sind im Winter eingeschränkt und oft auf Wochenenden ausgerichtet. Vor der Fahrt lohnt ein Blick in den aktuellen Fahrplan der SBB.

Pisten & Lifte

Gantrisch Gurnigel ist ein kleines Liftgebiet mit mehreren Schleppliften rund um die Passhöhe. Das Gelände besteht aus offenen, weitgehend baumfreien Voralpenhängen mit überschaubaren Abfahrten. Große Höhenunterschiede und lange Talabfahrten gibt es hier nicht, dafür kurze Wege zwischen Parkplatz, Lift und Einkehr.

Wegen der Lage in den Voralpen hängt der Betrieb stark vom Naturschnee ab. Die Höhe um die Passhöhe ist für diese Region vergleichsweise günstig, trotzdem öffnen die Lifte nur, wenn genug Schnee liegt. In schneearmen Wintern kann die Saison kurz ausfallen, in guten Wintern läuft sie oft bis in den März. Ob die Lifte an einem bestimmten Tag fahren, steht jeweils aktuell auf der offiziellen Website des Betreibers.

Rund um den Gurnigel ist der Winter nicht auf Pisten beschränkt. Das Gebiet ist im Naturpark ein bekannter Ausgangspunkt für Winterwanderungen, Schneeschuhtouren und Skitouren in Richtung Gantrischkette. Dabei gelten die Regeln des Naturparks, insbesondere die ausgewiesenen Wildruhezonen.

Für wen geeignet

Am besten passt Gantrisch Gurnigel zu Familien mit Kindern und zu Einsteigern. Die Hänge sind übersichtlich, die Wege kurz, und Kinder lernen an Schleppliften das Liftfahren in ruhiger Umgebung. Für Wiedereinsteiger nach einer längeren Pause ist das Gebiet ein unkomplizierter Ort, um die Technik aufzufrischen.

Gute Fahrer, die nach der Arbeit oder am Wochenende einige Stunden auf Ski stehen wollen, finden hier eine kurze Anfahrt aus dem Mittelland statt einer langen Reise ins Berner Oberland.

Nicht geeignet ist das Gebiet für sportliche Fahrer, die einen ganzen Tag lang Abwechslung, anspruchsvolle Steilhänge oder viele Pistenkilometer suchen. Wer Gondelbahnen, Sessellifte und lange Abfahrten erwartet, fährt besser in die großen Gebiete des Berner Oberlands. Auch als Ziel für eine Skiferienwoche ist Gantrisch Gurnigel zu klein.

Skipass & Preise

Die Tarife liegen im Rahmen kleiner Voralpengebiete und damit deutlich unter den Preisen der großen Schweizer Skigebiete. Neben Tageskarten gibt es bei Gebieten dieser Größe üblicherweise auch Halbtageskarten, die sich für den Nachmittag lohnen. Die aktuellen Preise für die Saison 2026/27 sowie mögliche Familien- und Saisonkarten stehen auf der offiziellen Website unter skiliftegantrischgurnigel.ch.

Bezahlt wird in Schweizer Franken. Wer mit Euro anreist, sollte eine Karte für Zahlungen in Franken dabeihaben.

Einkehr & Service

Am Gurnigel gibt es in Passnähe Gastronomie, die auch Wintersportlern offensteht. Öffnungszeiten richten sich teils nach dem Liftbetrieb und dem Wetter, daher lohnt vorab ein Anruf oder ein Blick auf die Website.

Angebote wie Skiverleih und Skikurse sind bei kleinen Liftgebieten dieser Art eingeschränkt. Wer Ausrüstung braucht, leiht sie am sichersten vorab in Bern, Thun oder im Gürbetal aus.

Tipps

  • Vor jeder Fahrt den Betriebsstatus auf der offiziellen Website prüfen. Die Lifte laufen nur bei ausreichender Schneelage, und das kann sich in den Voralpen innerhalb weniger Tage ändern.
  • An Neuschneetagen früh losfahren. Die Passstraße ist dann erst nach dem Räumen gut befahrbar, und die Parkplätze an der Wasserscheide füllen sich an sonnigen Wochenenden schnell.
  • Wer ohne Auto anreist, sollte die Rückfahrt mit dem Postauto vorab einplanen, da die letzten Kurse im Winter früh fahren können.
  • Einen Skitag gut mit einer Schneeschuh- oder Winterwanderung im Naturpark Gantrisch verbinden. Das lohnt sich besonders für Familien, bei denen nicht alle den ganzen Tag Ski fahren wollen.
  • Als Alternative bei knapper Schneelage oder für Abwechslung liegen die kleinen Gebiete Rüschegg Eywald und Ottenleuebad Sangernboden in derselben Region.

Häufige Fragen

Kann man am Gurnigel auch ohne Skier den Winter nutzen?

Ja. Die Passhöhe ist ein Ausgangspunkt für Winterwanderungen und Schneeschuhtouren im Naturpark Gantrisch. Dabei sind die markierten Routen und Wildruhezonen zu beachten.

Ist die Passstraße im Winter offen?

Die Straße über den Gurnigel wird im Winter befahren, sie kann bei starkem Schneefall aber zeitweise schwierig sein. Winterausrüstung ist Voraussetzung.

Lohnt sich die Fahrt für einen ganzen Tag?

Für Familien mit kleinen Kindern und Einsteiger reicht das Gebiet für einen Tag. Sportliche Fahrer sind nach einigen Stunden durch und kombinieren den Besuch besser mit einem anderen Programm.