Im Zellertal zwischen Bodenmais und Viechtach liegt der Skilift Riedlberg, ein kleines Skigebiet auf dem Gemeindegebiet von Drachselsried im niederbayerischen Landkreis Regen. Es ist ein typischer Dorflift des Bayerischen Waldes: überschaubar, ortsnah und vor allem auf Einheimische, Familien und Urlaubsgäste der Umgebung ausgerichtet. Wer einen ganzen Skitag mit langen Abfahrten sucht, fährt zu den größeren Gebieten der Region. Für die ersten Schwünge oder ein paar Stunden am Nachmittag ist der Riedlberg dagegen eine praktische Adresse.
Lage und Anreise
Der Lift liegt am Ortsteil Riedlberg oberhalb von Drachselsried, die Anschrift lautet Riedlberg 1, 94256 Drachselsried. Drachselsried gehört zum Zellertal, einem Seitental im Inneren Bayerischen Wald. In der direkten Nachbarschaft liegen Bodenmais, Arnbruck und Teisnach, etwas weiter entfernt die Kreisstadt Regen und Viechtach.
Mit dem Auto führt die Anreise aus dem Donauraum in der Regel über die A3 und die Ausfahrt Deggendorf, dann weiter in Richtung Regen und Bodenmais ins Zellertal. Aus der Oberpfalz und dem Raum Cham erreicht man das Tal über Kötzting und Arnbruck. Die letzten Kilometer verlaufen auf Nebenstraßen, bei Schneefall sind Winterreifen im Bayerischen Wald ohnehin Pflicht, Schneeketten im Kofferraum schaden auf den Anstiegen zu den höher gelegenen Ortsteilen nicht.
Der nächste Bahnanschluss besteht über die Waldbahn in Bodenmais sowie in Regen und Viechtach. Von dort geht es mit Bus oder Taxi weiter. Wer im Zellertal Urlaub macht, sollte bei seiner Unterkunft nach der Gästekarte fragen: Im Bayerischen Wald ist über das Gästeservice-Umwelt-Ticket in vielen Gemeinden die Nutzung von Bus und Bahn eingeschlossen.
Zu Parkmöglichkeiten und eventuellen Gebühren gibt die offizielle Website des Liftbetreibers Auskunft.
Pisten und Lifte
Der Riedlberg ist ein kleines Skigebiet in Mittelgebirgslage. Die Abfahrten sind kurz und übersichtlich, das Gelände ist auf Einsteiger und lockeres Fahren zugeschnitten, nicht auf sportliches Kilometersammeln. Die genaue Liftausstattung und die aktuell befahrbaren Hänge veröffentlicht der Betreiber auf seiner Website.
Die Höhenlage im Zellertal ist deutlich niedriger als am nahen Großen Arber. Daraus folgt eine Einordnung, die für alle kleinen Lifte in dieser Lage gilt: Der Betrieb hängt stark von Kälte und Naturschnee ab. In schneereichen Wintern kann an vielen Tagen gefahren werden, in milden Phasen ruht der Lift oft über längere Zeit. Wer gezielt anreist, sollte die Betriebsinformationen am selben Tag prüfen.
Für wen geeignet
Anfänger: Kleine Hänge mit kurzen Wegen sind ideal, um sicher zu werden, ohne sich mit Gondelbahnen, Andrang und langen Abfahrten auseinandersetzen zu müssen.
Familien mit Kindern: Die überschaubare Anlage erleichtert es Eltern, den Nachwuchs im Blick zu behalten. Für Familien, die im Zellertal oder in Bodenmais wohnen, ist der kurze Anfahrtsweg ein echter Vorteil, gerade bei kleinen Kindern, die nach zwei Stunden genug haben.
Fortgeschrittene: Zum Auffrischen der Technik zu Saisonbeginn oder für eine schnelle Runde nach der Arbeit passt der Riedlberg. Für einen vollen Skitag reicht das Angebot nicht.
Könner und sportliche Fahrer: Sie sind hier falsch. Wer anspruchsvolle Pisten und Höhenmeter sucht, fährt besser an den Großen Arber, der von Drachselsried aus gut erreichbar ist, oder an den Geißkopf bei Bischofsmais.
Skipass und Preise
Die Tarife für die Saison 2026/27 und Hinweise zu Kinderpreisen, Stundenkarten oder Punktekarten veröffentlicht der Betreiber auf seiner Website unter skilift-riedlberg.de. Bei kleinen Liften im Bayerischen Wald sind Karten nach Zeit oder Fahrten üblich, die Preise liegen erfahrungsgemäß deutlich unter denen der großen Gebiete. Ob der Lift in einen regionalen Kartenverbund eingebunden ist, klärt man am besten vorab beim Betreiber.
Einkehr und Service
Für größere Einkehr, Skiverleih mit breiter Auswahl und Sportgeschäfte bietet sich Bodenmais in unmittelbarer Nachbarschaft an. Auch in Drachselsried selbst gibt es Gasthäuser. Welche Verpflegung, Skischule oder Verleih direkt am Lift angeboten werden, steht auf der offiziellen Website.
Tipps
- Vor der Abfahrt immer die Website des Lifts prüfen. Bei kleinen Liften in dieser Höhenlage entscheidet oft der Morgen darüber, ob überhaupt gefahren wird.
- Die besten Chancen bestehen nach kräftigen Schneefällen mit anschließendem Frost, typischerweise im Januar und Februar.
- Der Riedlberg eignet sich gut als Ergänzung zu einem Tag am Großen Arber: Anfänger üben hier, fortgeschrittene Familienmitglieder fahren am Arber.
- Für Gäste in Bodenmais, Arnbruck oder Drachselsried lohnt der Lift besonders für kurze Einheiten am Nachmittag, weil die Anreise kaum Zeit kostet.
- Wer mit Gästekarte anreist, sollte die Busverbindungen im Zellertal prüfen, das spart die Parkplatzsuche.
Häufige Fragen
Lohnt sich der Riedlberg für einen ganzen Skitag?
Für Anfänger und kleine Kinder kann ein halber oder ganzer Tag gut ausgefüllt sein. Sportliche Fahrer planen besser einen Tag am Großen Arber oder am Geißkopf ein.
Welche größeren Skigebiete liegen in der Nähe?
Der Große Arber mit Anfahrt über Bodenmais, der Silberberg in Bodenmais, der Geißkopf bei Bischofsmais und der Hohenbogen bei Neukirchen beim Heiligen Blut sind von Drachselsried aus erreichbar.
Wie erfahre ich, ob der Lift geöffnet hat?
Der Betreiber informiert auf skilift-riedlberg.de über den aktuellen Betrieb. Ein Blick dort vor der Abfahrt erspart eine vergebliche Anreise.


