Der Skilift Hohe Winde steht am Hof Schwang oberhalb von Beinwil im Kanton Solothurn, im Schwarzbubenland zwischen Laufental und Thal. Er erschließt einen Hang unterhalb der Hohen Winde, eines der markanten Jurazüge der Gegend. Es handelt sich um eine kleine, lokal geprägte Anlage für Familien, Einsteiger und alle, die aus der Nordwestschweiz ohne lange Anfahrt ein paar Stunden auf Schnee verbringen möchten.
Lage und Anreise
Beinwil liegt im oberen Lüsseltal an der Passwangstrasse, die von Breitenbach über den Passwang nach Mümliswil und Balsthal führt. Der Skilift befindet sich nicht im Dorfkern, sondern etwas erhöht am Hof Schwang (Adresse: Hof Schwang 75, 4229 Beinwil). Die Zufahrt erfolgt über kleinere Nebenstraßen, die im Winter schneebedeckt sein können. Winterreifen sind im Jura ohnehin Pflicht der Vernunft, Schneeketten gehören an Tagen mit frischem Schnee in den Kofferraum.
Aus Richtung Basel führt die Anfahrt über Laufen oder Zwingen und Breitenbach ins Lüsseltal. Von Solothurn und Olten erreicht man Beinwil über Balsthal und die Passwangstrasse, deren Passabschnitt bei Schneefall anspruchsvoll sein kann. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, fährt mit der Bahn ins Laufental und steigt dort auf den Bus ins Lüsseltal um. Den letzten Abschnitt bis zum Hof sollte man vorab planen, da die Anlage abseits der Hauptstraße liegt. Aktuelle Verbindungen stehen im Online-Fahrplan der SBB.
Pisten und Lifte
Das Angebot besteht aus einem Skilift und dem dazugehörigen Hang. Mehrere Teilgebiete oder zusammenhängende Pistenrunden gibt es nicht. Der Hang liegt im Jura und damit deutlich tiefer als die Skigebiete der Voralpen. Für die Schneelage bedeutet das: Der Betrieb hängt vom Naturschnee ab und findet vor allem nach ergiebigen Schneefällen und in kälteren Wintern statt. In milden Wintern kann die Saison sehr kurz ausfallen.
Das Gelände eignet sich für kontrolliertes Fahren und zum Üben von Kurven. Lange Abfahrten, Funpark oder Skirouten gehören nicht zum Angebot eines Einzellifts dieser Größe.
Für wen geeignet
Für Kinder, die ihre ersten Schwünge machen, und für Erwachsene, die nach Jahren wieder auf die Ski wollen, ist der Skilift Hohe Winde ein passendes Ziel. Die Wege sind kurz, das Gelände ist überschaubar, und Eltern behalten ihre Kinder leicht im Blick. Auch für Familien aus der Region Basel, Laufen oder Thal, die spontan einen verschneiten Nachmittag nutzen möchten, lohnt sich die kurze Anfahrt.
Fortgeschrittene können hier Technik üben, werden aber nach einigen Stunden alles gesehen haben. Für sportliche Fahrer und Könner, die Abwechslung, Höhenmeter und einen vollen Skitag suchen, ist die Anlage kein Ziel. Wer mehrere Tage Skiurlaub plant, fährt besser in die Voralpen oder Alpen und nutzt Hohe Winde höchstens für einen kurzen Abstecher vor der Haustür.
Skipass und Preise
Kleine Jura-Skilifte bieten in der Regel Tageskarten, Halbtageskarten oder Punktekarten in Schweizer Franken an, oft mit günstigen Kindertarifen. Die aktuellen Tarife für die Saison 2026/27 veröffentlicht der Betreiber auf seiner Website hohe-winde.ch. Dort stehen auch Hinweise zu Zahlungsmöglichkeiten. Bargeld in Franken mitzunehmen, ist bei kleinen Anlagen ratsam.
Einkehr und Service
Der Skilift ist an einen Hof angegliedert und kein ausgebautes Skigebiet mit Hütten entlang der Piste. Für Pausen empfiehlt sich eigener Proviant, warme Getränke in der Thermoskanne und eine zusätzliche Schicht Kleidung. Leihausrüstung besorgt man am besten vorab bei einem Sportgeschäft in der Region, etwa im Laufental oder in Balsthal.
Tipps
- Vor der Abfahrt die Website hohe-winde.ch prüfen: Ob der Lift läuft, entscheidet sich bei Naturschneeanlagen im Jura oft kurzfristig.
- Die besten Chancen bestehen nach mehreren Tagen mit Neuschnee und anhaltender Kälte, typischerweise im Hochwinter.
- Bei Schneefall die Anfahrt über das Lüsseltal wählen, die Strecke über den Passwang ist bei winterlichen Bedingungen anspruchsvoller.
- Die Anlage eignet sich gut für einen Nachmittag mit Kindern, ein ganzer Tag lohnt sich meist nur für Einsteiger.
- Proviant und Getränke mitnehmen, da die Anlage eher einfach ausgestattet ist.
- Wer die Anfahrt mit einem Kulturprogramm verbinden möchte: Das ehemalige Kloster Beinwil liegt ganz in der Nähe im Tal.


