Der Skilift Ghöch liegt im Zürcher Oberland oberhalb von Bäretswil und Gibswil. Mit 1.060 Metern über Meer ist er das höchstgelegene Skigebiet im Kanton Zürich. Das Angebot ist klein: ein Tellerlift, ein Ponylift für Anfänger und ein kurzes Pistenstück. Wer aus dem Raum Zürich, Winterthur oder Rapperswil kommt und Kinder an den Schnee gewöhnen oder ein paar Stunden fahren möchte, findet hier ein unkompliziertes Ziel vor der Haustür.

Lage und Anreise

Das Gebiet befindet sich an der Ghöchstrasse auf dem Höhenzug zwischen Bäretswil und dem Tösstal. Die Adresse lautet Ghöchstrasse 203, 8344 Bäretswil. Auf der anderen Seite des Hügels liegt Gibswil, das zur Gemeinde Fischenthal gehört. Deshalb taucht der Lift in manchen Angaben auch unter Gibswil auf.

Mit dem Auto führt der Weg aus Richtung Zürich über Uster und Wetzikon nach Bäretswil und von dort hinauf zum Ghöch. Aus dem Tösstal erreicht man das Gebiet über Gibswil. Die Zufahrt ist eine schmale Bergstraße, bei Schneefall sind Winterreifen Pflicht und etwas Vorsicht angebracht.

Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Gibswil an der Tösstallinie zwischen Winterthur und Rüti der nächstgelegene Bahnhof. Hinweise zu Parkmöglichkeiten und zur Anfahrt stehen auf der offiziellen Website des Skilifts.

Pisten und Lifte

Am Ghöch gibt es zwei Anlagen. Der größere Lift ist ein Schlepp- beziehungsweise Tellerlift, der die eigentliche Abfahrt erschließt. Daneben läuft ein Ponylift, ein kurzer Anfängerlift für Kinder und alle, die ihre ersten Schwünge machen. Insgesamt kommt das Gebiet auf rund einen Pistenkilometer.

Das Gelände ist überschaubar und eignet sich zum Üben und für entspannte Runden. Steile oder lange Abfahrten gibt es nicht.

Die Höhenlage knapp über 1.000 Metern bedeutet für das Mittelland zwar vergleichsweise gute Chancen auf Schnee, trotzdem hängt der Betrieb stark vom Winter ab. Der Lift läuft nur an Tagen mit ausreichender Schneedecke. Betriebstage werden kurzfristig bekanntgegeben, oft über die eigene Website sowie die Kanäle auf Facebook und Instagram.

An einzelnen Abenden bietet der Verein Nachtskifahren am großen Lift an. Im Februar 2026 lief der Tellerlift etwa an einem Freitagabend von 18.30 bis 21.00 Uhr.

Für wen geeignet

Anfänger sind am Ghöch gut aufgehoben. Der Ponylift ist genau für die ersten Versuche gedacht, und die Wege sind kurz. Wer nach dem Anfängerlift sicherer wird, kann direkt auf den Tellerlift wechseln, ohne das Gebiet zu verlassen.

Familien mit kleinen Kindern schätzen die Übersichtlichkeit. Eltern behalten den Hang im Blick, und die Einkehr im Skistübli liegt direkt am Lift. Auch die günstigen Halbtageskarten passen zu kurzen Aufenthalten mit Kindern.

Fortgeschrittene Fahrer nutzen den Ghöch vor allem für eine Stunde nach der Arbeit, zum Nachtskifahren oder zum Auffrischen der Technik vor dem Skiurlaub.

Für sportliche Fahrer und Könner, die einen ganzen Skitag mit Abwechslung suchen, ist das Gebiet nicht geeignet. Mit einem Pistenkilometer ist das Angebot nach kurzer Zeit ausgeschöpft. Wer mehr Gelände will, fährt besser in die größeren Gebiete in der Ostschweiz oder in der Zentralschweiz.

Skipass und Preise

Die Preise gelten für beide Lifte. Tarife der Saison 2025/26:

  • Tageskarte, 9 bis 16 Uhr: Erwachsene CHF 22, Kinder CHF 17
  • Vormittagskarte, 9 bis 13 Uhr: Erwachsene CHF 17, Kinder CHF 14
  • Nachmittagskarte ab 12 Uhr: Tarife auf der offiziellen Website
  • Nachtskifahren: Erwachsene CHF 10 (Februar 2026)

Die Tarife für die Saison 2026/27 sowie Angebote wie Saisonkarten finden sich auf der offiziellen Website des Skilifts Ghöch.

Einkehr und Service

Direkt am Lift liegt das Ghöchstübli, ein kleines Skibeizli, das an Betriebstagen geöffnet hat. Auch bei den Abendveranstaltungen ist es in der Regel offen.

Die Skischule Zürcher Oberland nutzt den Ghöch als Kursort. Wer für sich oder seine Kinder Unterricht sucht, kann sich direkt bei der Skischule über Kurse und Termine informieren.

Betrieben wird die Anlage vom Verein Skilift Ghöch. Auf der Website gibt es aktuelle Meldungen zum Betrieb und eine Webcam, mit der sich die Schneelage vor der Anfahrt einschätzen lässt.

Tipps

  • Vor jeder Fahrt die aktuelle Meldung auf der Website oder auf Facebook und Instagram prüfen. Der Lift läuft nur bei ausreichend Schnee und wird oft kurzfristig geöffnet.
  • Die Webcam zeigt, ob die Schneedecke am Hang reicht. Das spart bei unsicherem Wetter eine vergebliche Anfahrt.
  • Mit kleinen Kindern lohnt sich meist die Vormittagskarte. Für Erwachsene kostet sie CHF 5 weniger als die Tageskarte, für Kinder CHF 3 weniger.
  • Die Abende mit Nachtskifahren sind mit CHF 10 für Erwachsene eine günstige Gelegenheit für ein paar Runden nach der Arbeit. Die Termine werden über die Kanäle des Vereins angekündigt.
  • Wer Kinder in einen Skikurs schicken möchte, sollte früh bei der Skischule Zürcher Oberland nachfragen, da die Kurse vom Schnee am Ghöch abhängen.
  • Bei Neuschnee ist die Bergstraße hinauf zum Ghöch anspruchsvoll. Winterreifen sind Pflicht, Schneeketten im Auto schaden nicht.