Im Landkreis Starnberg, am Ostufer des Starnberger Sees, liegt mit dem Kreuzmöslberg einer der kleinen Skihänge, die im Münchner Umland für kurze Winterausflüge genutzt werden. Betrieben wird hier ein einzelner Skilift. Das Angebot richtet sich an Einheimische, Familien und Anfänger, die bei guter Schneelage ohne lange Anfahrt ein paar Stunden auf Skiern stehen wollen.
Lage und Anreise
Der Hang gehört zur Gemeinde Berg und liegt südlich des Ortskerns im hügeligen Gelände oberhalb des Starnberger Sees. Die Münchner Innenstadt ist ungefähr 30 Kilometer entfernt. Mit dem Auto führt der übliche Weg über die A95 Richtung Garmisch-Partenkirchen bis Starnberg und von dort über die Uferstraße am Ostufer nach Berg. Bei freien Straßen ist man aus dem Münchner Süden in gut einer halben Stunde vor Ort, an Winterwochenenden mit Ausflugsverkehr am See kann es länger dauern.
Wer ohne Auto kommt, fährt mit der S-Bahn nach Starnberg und steigt dort in den Regionalbus Richtung Berg um. Die letzten Meter zum Hang legt man zu Fuß zurück, was mit Skiausrüstung und kleinen Kindern etwas Planung erfordert. Da der Lift an einem kleinen Hang ohne große Infrastruktur liegt, empfiehlt es sich, die Parkmöglichkeiten vor der Abfahrt auf der offiziellen Seite des Liftbetriebs nachzusehen und die Hinweise vor Ort zu beachten.
Pisten und Lifte
Der Kreuzmöslberg ist ein Übungshang mit einem Skilift. Die Abfahrt ist kurz, der Höhenunterschied gering, wie bei den meisten Hängen im Umland von München, wo die Differenz zwischen Tal und Berg selten mehr als 50 Meter beträgt. Das Gelände ist überschaubar, man hat den gesamten Hang vom Lift aus im Blick.
Für die Schneelage ist die Höhe entscheidend. Der Starnberger See liegt auf 584 Metern, der Hang befindet sich nur wenig darüber im Voralpenland. In dieser Lage hängt ein Betrieb stark vom Naturschnee ab. Gefahren wird in der Regel nur an einzelnen Tagen oder Wochen nach ergiebigen Schneefällen und bei anhaltender Kälte. In milden Wintern kann der Lift auch ganz geschlossen bleiben. Eine Saison mit festem Start und Ende gibt es an einem solchen Hang nicht, geöffnet wird, wenn der Schnee reicht.
Für wen geeignet
Am meisten haben Kinder und Anfänger von dem Hang. Wer die ersten Bögen übt, das Liftfahren lernen will oder nach Jahren Pause wieder auf die Ski steigt, findet hier ein ruhiges Umfeld ohne Gedränge wie in den großen Gebieten. Für Familien aus Berg, Starnberg und dem Münchner Süden ist der Lift eine Möglichkeit, den Kindern nach der Schule oder am Wochenende ein paar Abfahrten zu ermöglichen, ohne dafür ins Gebirge zu fahren.
Fortgeschrittene nutzen den Hang höchstens zum Aufwärmen oder für eine kurze Runde am Nachmittag. Für sportliche Fahrer und Könner ist der Kreuzmöslberg kein Ziel. Es gibt weder steile Passagen noch längere Abfahrten, nach wenigen Fahrten kennt man jeden Meter. Wer einen ganzen Skitag plant, fährt besser in die bayerischen Alpen, etwa in die Gebiete am Tegernsee, am Spitzingsee oder rund um Garmisch-Partenkirchen, die von Berg aus in rund einer Stunde erreichbar sind.
Skipass und Preise
Die Preise an kleinen Liften im Münchner Umland liegen deutlich unter denen der Alpengebiete. In der Region bewegen sich Tageskarten meist zwischen 5 und 14 Euro. Die aktuellen Tarife für den Kreuzmöslberg, auch zu Punktekarten oder Stundenkarten, veröffentlicht der Liftbetrieb auf seiner offiziellen Seite. Dort wird auch bekanntgegeben, ob und wann der Lift an einem Tag läuft.
Einkehr und Service
Am Hang selbst ist die Ausstattung auf das Nötigste beschränkt. Eine Skischule oder einen Verleih direkt am Lift sollte man nicht einplanen. Ausrüstung leiht man am besten vorab in einem Sportgeschäft in München oder Starnberg. In Berg und in den Orten am Ostufer des Sees gibt es Gasthäuser und Cafés für die Einkehr nach dem Skifahren.
Tipps
- Vor jeder Fahrt die offizielle Seite des Liftbetriebs prüfen. Der Lift läuft nur bei ausreichender Schneelage, und kurzfristige Öffnungen werden dort angekündigt.
- Die besten Chancen auf Betrieb bestehen direkt nach kräftigen Schneefällen in kalten Phasen. Wer flexibel ist, plant den Besuch kurzfristig statt Wochen im Voraus.
- Ausrüstung vorher leihen oder mitbringen, da am Hang kein Verleih eingeplant werden sollte.
- Für Kinder, die das erste Mal Ski fahren, reichen ein bis zwei Stunden am Hang. Danach lohnt ein Spaziergang am Seeufer in Berg.
- Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte die Busverbindung ab Starnberg vorher prüfen, da die Takte im Winter und am Wochenende dünner sein können.


