Wer im Oberharz ohne lange Anfahrt ein paar Schwünge ziehen will, findet in Altenau mit dem Skigebiet Auf der Rose einen Hang direkt im Ort. Das Gebiet gehört zu den kleinen Liftanlagen des Harzes. Es richtet sich an Einheimische, Urlaubsgäste im Ort und Familien, die ihre Kinder an den Schnee gewöhnen wollen. Für einen sportlichen Skitag ist es nicht gedacht, als Baustein eines Winterurlaubs im Oberharz aber gut zu gebrauchen.

Lage und Anreise

Das Gebiet liegt an der Hüttenstraße in Altenau. Der Ort gehört seit 2015 zur Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld und liegt im Landkreis Goslar mitten im Nationalparkumfeld des Oberharzes. Die Nachbarorte Schulenberg, Clausthal-Zellerfeld und Torfhaus sind schnell erreicht.

Mit dem Auto führt der übliche Weg von Norden über Goslar und Oker durch das Okertal hinauf nach Altenau. Aus Richtung Süden und Westen kommt man über Clausthal-Zellerfeld. Aus Hannover und Braunschweig ist Altenau über die A7 beziehungsweise die A36 und anschließend über die Harzstraßen angebunden. Bei Neuschnee sind die Bergstraßen im Oberharz anspruchsvoll, Winterreifen sind Pflicht und Schneeketten im Kofferraum sind an starken Schneetagen sinnvoll.

Wer mit der Bahn anreist, fährt bis Goslar oder Bad Harzburg und steigt dort in den Regionalbus in den Oberharz um. Da Altenau keinen eigenen Bahnhof hat, lohnt ein Blick auf die aktuellen Fahrpläne des regionalen Busverkehrs, besonders an Wochenenden.

Pisten und Lifte

Auf der Rose ist ein überschaubares Liftgebiet, wie es für den Oberharz typisch ist: kurze Abfahrten, ein klar gegliederter Hang und kurze Wege zwischen Parkplatz, Lift und Piste. Das Gelände eignet sich vor allem für ruhiges Fahren und erste Übungen.

Die Schneelage hängt im Harz stark vom jeweiligen Winter ab. Altenau liegt zwar im höheren Teil des Mittelgebirges, bleibt aber deutlich unter den Höhen alpiner Skigebiete. Der Betrieb ist deshalb auf Phasen mit ausreichend Schnee beschränkt, und die Zahl der Betriebstage schwankt von Saison zu Saison erheblich. Kurzfristige Öffnungen nach Schneefällen sind in kleinen Harzer Gebieten üblich.

Für wen geeignet

Anfänger: Für die ersten Tage auf Ski ist ein kleiner Hang im Ort ideal. Es gibt keinen Pistendschungel und keine langen Liftwege, man sammelt in Ruhe Kilometer auf demselben Hang.

Familien mit Kindern: Der kurze Weg vom Auto zum Lift und die kompakte Anlage machen das Gebiet familientauglich. Eltern behalten den Nachwuchs leicht im Blick, und wer als Urlaubsgast in Altenau wohnt, kann auch nur für ein oder zwei Stunden auf die Piste.

Fortgeschrittene: Für einen Nachmittag zum Einfahren oder für eine kurze Runde nach der Arbeit reicht das Gebiet. Wer mehr Abwechslung sucht, kombiniert Auf der Rose mit dem Ski Alpinum in Schulenberg oder dem Sonnenberg.

Könner und sportliche Fahrer: Für sie ist das Gebiet kein Ziel für einen ganzen Tag. Längere und steilere Abfahrten sowie eine Gondelbahn bietet im Harz vor allem der Wurmberg in Braunlage. Auch der Bocksberg in Hahnenklee ist für sportliche Fahrer die bessere Wahl.

Skipass und Preise

Kleine Harzer Gebiete arbeiten meist mit einfachen Tarifen, oft mit Tageskarten, Zeitkarten für wenige Stunden oder Punktekarten. Tarife und Betriebstage werden in der Regel kurz vor dem Saisonstart festgelegt und an die Schneelage angepasst. Vor der Anreise lohnt ein Blick auf die offizielle Website der Tourist-Information in Altenau oder des Liftbetreibers.

Einen Überblick darüber, was ein Skitag im Mittelgebirge im Vergleich zu den Alpen kostet, gibt unser Ratgeber zu den Skipass-Kosten.

Einkehr und Service

Da das Gebiet mitten im Ort liegt, sind Gastronomie, Unterkünfte und Einkaufsmöglichkeiten in Altenau schnell erreichbar. Wer eine Pause braucht oder nach dem Skifahren essen gehen möchte, findet im Ortskern Cafés und Restaurants.

Für Ausrüstung und Skikurse empfiehlt sich eine Nachfrage bei der Tourist-Information Altenau. Sie gibt auch Auskunft, welche Anbieter im Oberharz in der laufenden Saison Verleih und Kurse anbieten. Nach dem Skifahren bietet sich die Kristall-Therme Heißer Brocken in Altenau zum Aufwärmen an.

Tipps

  • Nach frischem Schneefall früh kommen: In kleinen Harzer Gebieten ist die Piste am Vormittag nach einer Schneenacht am besten, bei Plusgraden wird der Schnee im Laufe des Tages schnell schwer.
  • Betriebstage vorher prüfen: Kleine Lifte im Oberharz öffnen oft kurzfristig und nicht an jedem Wintertag. Ein kurzer Blick auf die offizielle Website oder ein Anruf bei der Tourist-Information erspart eine vergebliche Fahrt.
  • Mit Schulenberg kombinieren: Das Ski Alpinum Schulenberg mit seinen vier Pisten liegt ganz in der Nähe und bringt an einem Skitag mehr Abwechslung.
  • Für einen längeren Skitag an den Wurmberg: Wer sportlich fahren möchte, plant den Hauptskitag in Braunlage und nutzt Auf der Rose für kurze Einheiten oder für den Nachwuchs.
  • Anfahrt bei Schnee einplanen: Die Strecke durch das Okertal ist bei Neuschnee langsamer. Wer aus Goslar kommt, sollte deutlich mehr Zeit einrechnen als im Sommer.
  • Skitag mit Thermenbesuch verbinden: Die Therme in Altenau liegt im selben Ort und eignet sich für den Nachmittag, wenn der Schnee weich wird oder die Kinder genug haben.

Häufige Fragen

Lohnt sich die Anreise aus Hannover oder Braunschweig nur für Auf der Rose?

Für einen ganzen Skitag eher nicht. Sinnvoller ist eine Kombination mit Schulenberg, dem Sonnenberg oder dem Wurmberg. Für Urlaubsgäste im Oberharz ist das Gebiet dagegen eine praktische Ergänzung.

Ist das Gebiet für kleine Kinder geeignet?

Ja, gerade die kompakte Lage im Ort und die kurzen Wege machen es für die ersten Skitage mit Kindern interessant.

Welche Skigebiete liegen in der Nähe?

Im Umkreis liegen das Ski Alpinum Schulenberg, der Sonnenberg, der Bocksberg in Hahnenklee und der Wurmberg in Braunlage.