Oberhalb von Zell am See im Salzburger Pinzgau liegt die Schmittenhöhe, das Skigebiet, das direkt aus dem Ort erreichbar ist. Mit 77 Pistenkilometern und 27 Anlagen reicht es gut für mehrere Urlaubstage. Die Abfahrten verlaufen über den Rücken des Bergs, auf der einen Seite liegt der Zeller See, auf der anderen öffnet sich der Blick zu den Hohen Tauern. Das Gebiet spricht vor allem Genussfahrer und Familien an, bietet aber auch genug schwarze Kilometer für sportliche Fahrer.

Lage und Anreise

Zell am See liegt am Westufer des Zeller Sees, rund 80 Kilometer südwestlich von Salzburg. Mit dem Auto führt der Weg aus Salzburg über die Tauernautobahn A10 bis Bischofshofen und weiter über die B311 durch das Salzachtal. Aus Bayern ist die Route über Lofer und Saalfelden auf der B178 und B311 üblich. Von München aus sollte man an einem Wintersamstag mit mehr als zweieinhalb Stunden rechnen, weil die Zufahrtsstraßen zu Beginn und Ende der Urlaubswochen stark belastet sind.

Die Besonderheit der Schmittenhöhe sind ihre sechs Zubringerbahnen. Sie starten an verschiedenen Punkten des Orts, sodass viele Gäste ihr Auto während des Urlaubs stehen lassen können. Die Schmittenhöhebahn hat ihre Talstation an der Schmittenstraße im Ortsteil Schmitten. Parkplätze gibt es an den Talstationen, die Konditionen stehen auf der Website der Bergbahn.

Für die Anreise mit der Bahn ist Zell am See gut angebunden. Der Bahnhof liegt an der Strecke zwischen Salzburg und Innsbruck, Fernzüge halten direkt im Ort. Vom Bahnhof sind es wenige Minuten bis ins Zentrum, Skibusse verbinden die Ortsteile mit den Talstationen.

Pisten und Lifte

Von den 77 Pistenkilometern sind 30 Kilometer blau, 28 Kilometer rot und 19 Kilometer schwarz markiert. Dazu kommen Skirouten. Der Anteil schwerer Abfahrten ist für ein Gebiet dieser Größe hoch, gleichzeitig bleibt der Schwerpunkt auf leichten bis mittelschweren Pisten.

Das Gelände reicht von rund 750 Metern im Tal bis auf 2.000 Meter. Das ergibt 1.250 Höhenmeter, die sich über lange Abfahrten nutzen lassen. Oben am Grat verlaufen breite, eher flache Pisten mit Seeblick. Richtung Tal werden die Hänge steiler und zum Teil schattiger. Die unteren Abschnitte liegen tief, dort entscheiden Temperatur und Beschneiung darüber, ob die Talabfahrten bis in den Ort befahrbar sind. Die Pisten werden technisch beschneit, trotzdem ist die Schneelage im Talbereich in milden Wintern der kritische Punkt.

Insgesamt stehen 27 Anlagen zur Verfügung, darunter die sechs Zubringerbahnen wie die trassXpress und die Schmittenhöhebahn. Im Gebiet selbst verteilen sich Sessellifte und Schlepplifte über die verschiedenen Hänge, sodass man den Berg ohne lange Querfahrten erkunden kann.

Für wen geeignet

Anfänger finden auf den blauen Pisten am Grat ruhiges Gelände mit gutem Überblick. Für die allerersten Schwünge sind gesonderte Übungsbereiche der Skischulen sinnvoller als die Hauptpisten.

Familien profitieren von den kurzen Wegen: Wer im Ort wohnt, ist schnell an einer der Bahnen. Die breiten Pisten im oberen Bereich eignen sich gut für gemeinsames Fahren mit Kindern, die schon sicher unterwegs sind.

Fortgeschrittene haben mit 28 roten Kilometern und den langen Abfahrten Richtung Tal genug Stoff für mehrere Tage. Die Kombination aus Höhenmetern und Aussicht macht das Gebiet für diese Gruppe besonders passend.

Könner finden 19 schwarze Pistenkilometer und Skirouten. Wer allerdings eine Woche lang ausschließlich steiles Gelände oder hochalpines Freeriden sucht, ist am Gletscher des Kitzsteinhorns oder in größeren Verbundgebieten besser aufgehoben.

Weniger passend ist die Schmittenhöhe für Gäste, die eine garantierte Schneelage bis ins Tal über die gesamte Saison erwarten. Die unteren Abfahrten liegen zu tief, um das in jedem Winter zu gewährleisten.

Skipass und Preise

Die aktuelle Preisliste der Schmittenhöhebahn nennt für die Tageskarte 74,00 Euro für Erwachsene, 55,50 Euro für Jugendliche und 37,00 Euro für Kinder. Mehrtageskarten für Erwachsene:

  • 2 Tage: 145,00 Euro
  • 3 Tage: 216,00 Euro
  • 4 Tage: 284,50 Euro

Die Tarife sind nach Saisonzeiten gestaffelt, in der Hauptsaison liegen sie über den Werten der ruhigeren Wochen. Vor der Anreise lohnt sich ein Blick auf die offizielle Website, wo auch der Onlineshop die gültigen Preise für den gewählten Tag ausweist.

Für längere Aufenthalte ist die Ski ALPIN CARD interessant. Sie gilt auf 408 Pistenkilometern und umfasst neben der Schmittenhöhe das Kitzsteinhorn in Kaprun sowie den Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn.

Einkehr und Service

Am Berg verteilen sich 23 Hütten und Restaurants, sodass man selten weit bis zur nächsten Einkehr fahren muss. Mehrere Skischulen und Verleihbetriebe sind im Ort und an den Talstationen vertreten. Da das Gebiet aus mehreren Zubringern erreichbar ist, lohnt es sich, Skischule und Verleih nahe der Bahn zu wählen, die man vom Quartier aus am schnellsten erreicht.

Tipps

  • Das Quartier nach der Zubringerbahn wählen: Wer in Gehweite einer der sechs Talstationen wohnt, spart sich Parkplatzsuche und Skibus.
  • Vor dem Abfahren ins Tal die Schneelage prüfen. Bei mildem Wetter sind die unteren Abschnitte am Nachmittag oft weich, eine Talfahrt mit der Bahn ist dann die entspanntere Wahl.
  • Die Pisten am Grat morgens fahren, wenn der Blick über den Zeller See am klarsten ist und die Hänge frisch präpariert sind.
  • Ab vier Skitagen die Ski ALPIN CARD durchrechnen. Ein Tag am Kitzsteinhorn verlängert die Saison in schneearmen Phasen deutlich.
  • Online buchen: Im Onlineshop der Bergbahn sieht man den Tagespreis vorab und kann Wochen mit niedrigerem Tarif gezielt wählen.

Häufige Fragen

Kann man bis nach Zell am See abfahren?

Ja, es gibt Talabfahrten in den Ort. Ob sie offen sind, hängt wegen der geringen Höhe im unteren Bereich stark von Temperatur und Beschneiung ab.

Lohnt sich die Schmittenhöhe für eine ganze Woche?

Mit 77 Pistenkilometern reicht das Gebiet für mehrere Tage. Für eine volle Woche bietet die Ski ALPIN CARD zusätzliche Abwechslung in Kaprun und im Skicircus.

Braucht man in Zell am See ein Auto?

Nicht zwingend. Der Ort hat einen Bahnhof mit Fernverkehr, die Zubringerbahnen starten aus dem Ortsgebiet, und Skibusse verbinden die Ortsteile.