Die Planneralm liegt im Donnersbachtal in der Obersteiermark und gilt als höchstgelegenes Bergdorf des Bundeslandes. Hotels und Pensionen stehen direkt im Skigebiet, die Pisten beginnen praktisch vor der Haustür. Mit 16 Pistenkilometern und fünf Liften ist das Gebiet überschaubar. Es richtet sich vor allem an Familien, Genussfahrer und Tourengeher, die Wert auf kurze Wege und eine vergleichsweise hohe Lage legen.
Lage und Anreise
Das Bergdorf gehört zur Gemeinde Irdning-Donnersbachtal im Bezirk Liezen. Es liegt am Ende einer Bergstraße, die von Donnersbach durch das Tal hinauf auf die Alm führt. Eine Durchfahrt gibt es nicht, die Planneralm ist ein Ziel für sich.
Aus Richtung Graz und Linz führt die Anreise über die Pyhrnautobahn A9 bis Liezen und weiter über die Ennstal-Bundesstraße B320 Richtung Irdning. Aus Salzburg und Bayern geht es über die Tauernautobahn A10 bis Radstadt und dann auf der B320 durch das Ennstal. Von Irdning zweigt die Straße ins Donnersbachtal ab, hinter Donnersbach beginnt die Auffahrt zur Planneralm.
Die letzte Strecke ist eine Bergstraße mit Kehren und Steigungen. Winterreifen sind Pflicht, Schneeketten gehören bei Neuschnee ins Auto. Parkplätze liegen im Bereich des Bergdorfs. Zu Parkgebühren und Kapazitäten lohnt sich vor der Anreise ein Blick auf die offizielle Website unter planneralm.at.
Mit der Bahn ist der nächste Bahnhof Irdning an der Ennstalbahn. Von dort geht es mit Bus oder Taxi weiter ins Tal und hinauf auf die Alm. Wer eine Unterkunft direkt im Dorf bucht, braucht vor Ort kein Auto.
Pisten und Lifte
Das Skigebiet erstreckt sich zwischen 1.600 und 2.000 Metern Seehöhe. Die 16 Pistenkilometer werden von fünf Liftanlagen erschlossen, die rund um den Talkessel des Bergdorfs angeordnet sind. Das Gelände ist offen und weitgehend baumfrei, typisch für eine hochgelegene Alm in den Niederen Tauern.
Die Talstation liegt bereits auf 1.600 Metern. Das ist für ein steirisches Skigebiet eine vergleichsweise hohe Ausgangslage, die Pisten reichen also nicht in tiefe Tallagen hinunter. Daraus ergibt sich eine im regionalen Vergleich günstige Ausgangssituation für die Schneelage, auch wenn jeder Winter anders verläuft. Die Höhendifferenz von 400 Metern bedeutet allerdings eher kurze Abfahrten.
Das Gebiet wurde mit dem Steirischen Pistengütesiegel ausgezeichnet, das Pistenqualität und Sicherheit bewertet. Neben den präparierten Pisten gibt es Langlaufloipen und ein Kinderland für die ersten Versuche auf Skiern.
Abseits der Pisten ist die Planneralm unter Skitourengehern bekannt. Die umliegenden Gipfel der Wölzer Tauern sind von der Alm aus erreichbar. Wer Touren plant, sollte sich über die aktuellen Regeln für Tourengeher auf den Pisten und über die Lawinenlage informieren.
Für wen geeignet
Anfänger: Das Kinderland und die kurzen Wege zwischen Unterkunft und Lift machen den Einstieg einfach. Wer im Dorf wohnt, kann mittags ohne Aufwand eine Pause einlegen.
Familien mit Kindern: Hier liegt die eigentliche Stärke. Das Dorf ist autofrei zu erleben, sobald man angekommen ist, und die Übersichtlichkeit des Gebiets erleichtert es, sich nicht aus den Augen zu verlieren. Für einen mehrtägigen Familienurlaub ist die Planneralm gut geeignet.
Fortgeschrittene: Für Genussfahrer reichen die 16 Kilometer für einen entspannten Tag oder einige Tage mit ruhigem Programm. Wer abwechselnd verschiedene Hänge fahren möchte, kommt auf seine Runden.
Könner und sportliche Fahrer: Lange Abfahrten mit vielen Höhenmetern gibt es hier nicht. Wer täglich Kilometer sammeln will, ist nach einem Tag durch. Für diese Zielgruppe ist die Planneralm eher ein Tagesziel oder ein Baustein im Verbund. Interessanter wird es für sportliche Fahrer, die auch Skitouren gehen.
Nicht passend ist das Gebiet für alle, die eine große Skischaukel mit vielen Talabfahrten, ausgeprägtem Après-Ski und großer Pistenauswahl suchen.
Skipass und Preise
In der Saison 2025/26 kostete die Tageskarte für Erwachsene in der Hauptsaison 60,00 Euro. Jugendliche zahlten 45,00 Euro, Kinder 27,50 Euro. Die Tarife für die Saison 2026/27 werden in der Regel vor Saisonbeginn auf der offiziellen Website veröffentlicht.
Skipässe gibt es an den Liftkassen im Dorf und im Onlineshop. Die Planneralm ist Teil der Schneebärencard, eines Skipassverbunds mehrerer Skigebiete in der Region. Für Gäste, die mehrere Tage bleiben und auch andere Gebiete fahren möchten, kann sich diese Verbundkarte lohnen. Die genauen Bedingungen, Mehrtagestarife und mögliche Familienermäßigungen stehen auf den Seiten der Planneralm und der Schneebärencard.
Einkehr und Service
Da Hotels, Pensionen und Gastbetriebe direkt im Bergdorf an den Pisten liegen, ist die Einkehr unkompliziert. Die Wege zwischen Lift, Mittagessen und Unterkunft sind kurz. Das Kinderland bietet Platz für die ersten Schwünge. Zu Skischule, Skiverleih und Skidepot im Dorf gibt die offizielle Website aktuelle Auskunft.
Tipps
- Wer im Bergdorf übernachtet, spart sich die Bergstraße am Morgen und steht als Erster an den Liften.
- Bei Neuschnee die Auffahrt von Donnersbach nicht unterschätzen: Ketten griffbereit halten und genügend Zeit einplanen.
- Wer mehrere Tage in der Region bleibt, sollte vor dem Kauf einzelner Tageskarten die Schneebärencard durchrechnen.
- Für Skitouren im Umfeld der Alm vorab den aktuellen Lawinenlagebericht Steiermark prüfen.
- Die Anreise mit der Bahn funktioniert bis Irdning, die Weiterfahrt auf die Alm vorher organisieren, da die letzte Strecke eine reine Bergstraße ist.
Häufige Fragen
Reicht die Planneralm für einen ganzen Skitag?
Für Familien und Genussfahrer ja. Sportliche Fahrer haben die 16 Pistenkilometer schneller erkundet und kombinieren die Planneralm besser mit anderen Gebieten im Verbund.
Kann man auf der Planneralm direkt an der Piste wohnen?
Ja. Die Unterkünfte liegen im Bergdorf selbst, von vielen Häusern ist man direkt auf der Piste.
Gibt es neben Alpinski weitere Angebote?
Es gibt Langlaufloipen, ein Kinderland und ein bekanntes Skitourengelände rund um die Alm.


