Lage & Anreise

Das Skigebiet liegt hoch über dem Lauterbrunnental im Berner Oberland, gegenüber von Eiger, Mönch und Jungfrau. Ausgangspunkt ist Mürren auf gut 1.600 Metern, ein Dorf ohne Autoverkehr, das nur per Bahn erreichbar ist. Von Bern sind es bis Interlaken rund eine Stunde, von Zürich etwa zweieinhalb Stunden. Über Interlaken geht es weiter ins Lauterbrunnental.

Zwei Zugänge führen nach Mürren:

  • Über Lauterbrunnen: Mit der Luftseilbahn hinauf zur Grütschalp und von dort mit der Schmalspurbahn am Hang entlang nach Mürren. In Lauterbrunnen gibt es ein Parkhaus direkt bei der Talstation.
  • Über Stechelberg: Am Talende startet die Schilthornbahn, die über Gimmelwald nach Mürren und weiter bis auf den Gipfel führt. An der Talstation stehen Parkplätze zur Verfügung.

Wer mit dem Zug kommt, fährt bis Interlaken Ost und steigt in die Berner Oberland-Bahn nach Lauterbrunnen um. Die Fahrt dauert rund 20 Minuten. Nach Stechelberg verkehrt ab Lauterbrunnen ein Postauto. Parken ist in beiden Orten kostenpflichtig, die aktuellen Tarife stehen auf der Website des Betreibers.

Pisten & Lifte

Mürren-Schilthorn umfasst rund 54 Pistenkilometer zwischen dem Dorf und dem Gipfel des Schilthorns auf 2.970 Metern. Daraus ergibt sich im Kerngebiet eine Höhendifferenz von über 1.300 Metern. Das Gelände ist steiler und alpiner als in den Nachbargebieten Grindelwald-First und Kleine Scheidegg-Männlichen.

Das Rückgrat bildet die Schilthornbahn mit den Stationen Mürren, Birg und Schilthorn. Vom Gipfel führt eine schwarze Abfahrt mit sehr steilen Passagen hinunter, die nur geübte Fahrer wählen sollten. Rund um Birg, den Schiltgrat und das Engetal liegen rote und schwarze Pisten. Die sanfteren Hänge finden sich tiefer, etwa am Allmendhubel, den eine Standseilbahn direkt vom Dorf aus erschließt, und im Bereich Winteregg. Insgesamt sind rund zwölf Anlagen in Betrieb, darunter Seilbahnen, Sessel- und Schlepplifte.

Bekannt ist das Gebiet für das Inferno-Rennen, eines der ältesten Amateur-Skirennen der Welt. Es findet jeweils im Januar statt und führt vom Schilthorn bis ins Tal.

Durch die Höhenlage bis knapp 3.000 Meter sind die oberen Pisten auch in schwächeren Wintern meist gut befahrbar. Die unteren Hänge um Mürren hängen stärker von Naturschnee und Temperatur ab.

Für wen geeignet

Könner und sportliche Fahrer finden hier das anspruchsvollste Gelände der Jungfrau Ski Region. Die Gipfelabfahrt vom Schilthorn und die steilen Pisten im oberen Teil sind der Hauptgrund, warum viele erfahrene Skifahrer gezielt nach Mürren kommen.

Fortgeschrittene kommen mit den roten Pisten im mittleren Bereich gut zurecht. Für einen ganzen Tag reicht das Angebot, für eine ganze Woche lohnt der Regionalpass mit Wechseln nach Wengen oder Grindelwald.

Anfänger und Familien finden am Allmendhubel und im Bereich Winteregg flachere Hänge. Das autofreie Dorf ist mit Kindern angenehm. Wer allerdings eine große Auswahl an breiten blauen Pisten sucht, ist im Gebiet Kleine Scheidegg-Männlichen oder auf First besser aufgehoben. Mürren ist kein klassisches Anfängergebiet.

Weniger geeignet ist das Gebiet für Tagesgäste, die schnell am Lift stehen wollen. Die Anreise über Bahn oder Seilbahn kostet Zeit, direkt an die Piste fahren kann man mit dem Auto nicht.

Skipass & Preise

Für Mürren-Schilthorn gibt es eigene Tageskarten sowie den Pass der Jungfrau Ski Region, der zusätzlich Grindelwald-First und Kleine Scheidegg-Männlichen einschließt. Die Preise werden in Schweizer Franken angegeben und können je nach Datum und Buchungszeitpunkt schwanken. Ein früher Online-Kauf ist in der Regel günstiger als der Kauf an der Kasse. Für Kinder und Jugendliche gelten ermäßigte Tarife.

Die aktuellen Preise für die Saison 2026/27 stehen auf der offiziellen Website schilthorn.ch sowie auf der Seite der Jungfrau Ski Region.

Einkehr & Service

Auf dem Gipfel dreht sich das Restaurant Piz Gloria einmal pro Stunde um die eigene Achse und bietet einen Blick auf das Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau. In der Gipfelstation befindet sich zudem die Ausstellung zum James-Bond-Film, der hier gedreht wurde. Weitere Einkehrmöglichkeiten gibt es auf Birg, am Allmendhubel und bei Winteregg, dazu Restaurants und Cafés im Dorf.

Die Schweizer Skischule Mürren bietet Kurse für Kinder und Erwachsene an. Ausrüstung lässt sich in den Sportgeschäften im Ort leihen.

Tipps

  • Wer mit dem Auto anreist und direkt auf den Schilthorn will, parkt besser in Stechelberg. Die Schilthornbahn fährt von dort ohne Umsteigen auf den Berg.
  • Für mehrere Tage in der Region rechnet sich meist der Pass der Jungfrau Ski Region, weil er drei Gebiete mit sehr unterschiedlichem Charakter abdeckt.
  • Die Gipfelabfahrt vom Schilthorn am besten am Vormittag fahren, bevor die Pisten stark verspurt sind.
  • Am Inferno-Wochenende im Januar ist Mürren gut besucht. Wer Ruhe sucht, plant um diesen Termin herum.
  • Bei unsicherer Schneelage im Tal lohnt ein Blick auf den Lagebericht: Die oberen Pisten ab Birg sind oft auch dann offen, wenn unten wenig Schnee liegt.