Lage und Anreise

Der Hohenbogen ist ein langgestreckter Bergrücken im Bayerischen Wald, dessen höchste Erhebungen knapp über 1.000 Meter liegen. Das Skigebiet gehört zum Markt Neukirchen b. Hl. Blut im oberpfälzischen Landkreis Cham. Die Talstation der Hohenbogenbahn liegt an der Liftstraße 2 am Ortsrand, die tschechische Grenze ist nur wenige Kilometer entfernt. In der näheren Umgebung liegen Furth im Wald und Bad Kötzting, die Kreisstadt Cham ist ebenfalls gut erreichbar.

Die meisten Gäste kommen mit dem Auto. Von Regensburg und aus dem Raum Straubing führt die Anfahrt über Cham in Richtung Neukirchen b. Hl. Blut, im Ort ist die Zufahrt zur Liftstraße ausgeschildert. Parkmöglichkeiten gibt es an der Talstation. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, sollte die aktuellen Verbindungen in den Landkreis Cham vorab prüfen und die Hinweise auf der offiziellen Website des Betreibers beachten.

Pisten und Lifte

Herzstück des Gebiets ist die Hohenbogenbahn, eine Sesselbahn, die vom Ortsrand hinauf auf den Bergrücken führt. Von oben verlaufen die Abfahrten durch bewaldetes Mittelgebirgsgelände zurück ins Tal. Im unteren Bereich ergänzt ein Schlepplift das Angebot, dort liegen auch die flacheren Hänge.

Für Einsteiger betreiben die örtlichen Skischulen einen Seillift, teilweise kommt ein Förderband dazu. Dieses Übungsgelände ist vom übrigen Betrieb getrennt, sodass die ersten Schwünge ohne Durchgangsverkehr möglich sind.

Ein Merkmal des Hohenbogen ist der Nachtskilauf: An ausgewählten Abenden wird unter Flutlicht gefahren. Welche Tage und Zeiten das betrifft, veröffentlicht der Betreiber zur Saison.

Zur Schneelage gilt, was für alle Gebiete dieser Höhe im Bayerischen Wald zutrifft: Mit einer Talstation im Bereich von 600 Metern ist der untere Teil stark von Temperatur und Naturschnee abhängig. Der Bergrücken hält den Schnee meist länger als das Tal. Wann welcher Bereich geöffnet ist, entscheidet sich von Winter zu Winter neu.

Für wen geeignet

Anfänger und Kinder sind die wichtigste Zielgruppe. Der Seillift der Skischulen und die flachen Hänge am Schlepplift im Tal bieten eine überschaubare Umgebung für die ersten Tage auf Ski. Eltern können von unten zusehen, die Wege zwischen Parkplatz, Talstation und Übungshang sind kurz.

Familien finden hier ein Gebiet, das man an einem Tag gut kennenlernt. Wer Kinder mit unterschiedlichem Können dabei hat, kann die Kleinen im Kurs lassen und selbst mit der Sesselbahn einige Abfahrten vom Berg machen.

Fortgeschrittene nutzen den Hohenbogen gern für einen Nachmittag oder einen Abend unter Flutlicht, etwa nach der Arbeit oder als kurzen Ausflug aus der Region.

Sportliche Fahrer und Könner, die einen ganzen Tag mit vielen Kilometern und Abwechslung suchen, sind hier falsch. Das Gebiet ist klein, die Zahl der Abfahrten begrenzt. Für einen längeren Skiurlaub mit hohen Ansprüchen an Pistenvielfalt eignen sich die großen Alpengebiete besser. Auch Freerider finden im Mittelgebirgswald kein passendes Gelände.

Skipass und Preise

Die Tarife für Tageskarten, Stundenkarten und das Abendskifahren gibt der Betreiber zur jeweiligen Saison bekannt. Kleine Gebiete im Bayerischen Wald bieten häufig Punkte oder Zeitkarten an, die sich für Familien mit Kindern oder für kurze Besuche besser rechnen als eine volle Tageskarte. Die aktuellen Preise und Ermäßigungen stehen auf der offiziellen Website hohenbogen.de.

Einkehr und Service

Am Hohenbogen sind die örtlichen Skischulen aktiv. Sie bieten Kurse für Kinder und Erwachsene an und betreiben das Übungsgelände mit Seillift und Förderband. Wer Ausrüstung leihen möchte, fragt am besten vorab bei den Skischulen im Ort nach, ob Verleih und Kurs kombiniert werden können.

Zu Einkehrmöglichkeiten im Gebiet und im Talbereich informiert der Betreiber. Im Ort Neukirchen b. Hl. Blut gibt es zudem Gastronomie für die Zeit vor oder nach dem Skifahren.

Tipps

  • Vor der Anfahrt den aktuellen Betriebsstatus auf hohenbogen.de prüfen. Bei knapper Schneelage kann es sein, dass nur Teile des Gebiets geöffnet sind.
  • Das Flutlichtfahren an ausgewählten Abenden ist eine gute Gelegenheit für einen kurzen Skibesuch unter der Woche, wenn tagsüber keine Zeit bleibt.
  • Kinder, die noch unsicher sind, am besten früh am Übungsgelände der Skischulen anmelden. In den bayerischen Weihnachts und Faschingsferien sind Kursplätze erfahrungsgemäß schnell vergeben.
  • Die Sesselbahn führt auf den Bergrücken, der den Schnee meist länger hält als der Talbereich. Wer nur wenig Zeit hat, konzentriert sich auf die Abfahrten von oben.
  • Wer mehrere Tage im Bayerischen Wald verbringt, kann den Hohenbogen gut mit größeren Gebieten der Region kombinieren und ihn für einen entspannten Familientag einplanen.