Hinweis: Skibetrieb eingestellt

Die Hirschberglifte in Kreuth fahren nicht mehr. Nach jahrelangen Verlusten hat der Betreiber den alpinen Skibetrieb aufgegeben. Die vier Skilifte bleiben still, die bisherigen Pisten werden nicht mehr für Skifahrer präpariert. Ein Tagesausflug zum Skifahren an den Hirschberg ist damit nicht mehr möglich. Ob es für das Gelände künftig eine andere Nutzung gibt, erfährt man am zuverlässigsten auf der Website der Hirschberglifte.

Was die Hirschberglifte waren

Am Fuß des Hirschbergs im Süden des Tegernseer Tals lag ein kleines Skigebiet mit vier Liften, das vor allem Einheimische, Familien und Tagesgäste aus dem Münchner Raum nutzten. Es war kein Ziel für sportliche Fahrer, die viele Pistenkilometer suchen, sondern ein überschaubarer Hang zum Lernen und für kurze Skitage. Solche kleinen Gebiete in niedriger Lage haben es in den bayerischen Voralpen seit Jahren schwer: Schneearme Winter, steigende Energiekosten und hohe Ausgaben für die Technik lassen sich mit wenigen Betriebstagen kaum decken.

Lage und Anreise

Die ehemalige Talstation liegt am Bachlerweg in Kreuth, südlich von Rottach-Egern und Tegernsee. Mit dem Auto erreicht man Kreuth über die A8 bis zur Ausfahrt Holzkirchen und weiter über die B318 und die B307 durch das Tegernseer Tal. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man mit der Bahn bis Tegernsee und steigt dort in den Regionalbus Richtung Kreuth um.

Für Winterurlauber im Tal bleibt Kreuth als Ausgangspunkt interessant, nur eben nicht mehr für Skitage direkt vor der Haustür.

Alternativen in der Nähe

Wer im Tegernseer Tal wohnt oder aus dem Raum München kommt, findet in erreichbarer Entfernung größere Skigebiete, die weiter in Betrieb sind:

  • Spitzingsee: Die Gebiete am Stümpfling und Taubenstein liegen östlich des Tegernseer Tals und eignen sich für Familien und Fortgeschrittene.
  • Sudelfeld: Eines der größten Skigebiete Bayerns, mit Beschneiung und moderneren Anlagen, gut über die A8 erreichbar.
  • Brauneck bei Lenggries: Westlich im Isarwinkel gelegen, mit längeren Abfahrten und Angeboten für verschiedene Könnensstufen.
  • Achenkirch und das Achental: Über den Achenpass liegen die ersten Tiroler Skigebiete nicht weit von Kreuth entfernt.

Betriebszeiten, Preise und Schneelage stehen jeweils auf den Websites der Betreiber.

Für wen der Standort noch interessant ist

Für Alpinskifahrer hat Kreuth mit dem Aus der Hirschberglifte kein eigenes Skigebiet mehr. Das Tal bleibt aber im Winter ein Ziel für Winterwanderer, Rodler und Langläufer, sofern genug Schnee liegt. Wer auf den ehemaligen Pistenflächen mit Tourenski aufsteigen möchte, sollte sich vorher über die aktuellen Regeln vor Ort informieren: Ohne Präparierung und ohne Pistendienst gelten die Hänge als freies Gelände, mit allen Risiken, die das mit sich bringt.

Nicht mehr geeignet ist der Standort für Anfängerkurse, Kinderskitage oder einen schnellen Nachmittag auf der Piste. Dafür muss man inzwischen in eines der Nachbargebiete fahren.

Tipps

  • Vor jeder Planung die Website der Hirschberglifte prüfen: Dort stehen am ehesten Hinweise auf eine mögliche Nachnutzung des Geländes.
  • Wer im Tegernseer Tal Urlaub macht und Ski fahren will, plant die Anfahrt zum Spitzingsee, nach Sudelfeld oder über den Achenpass nach Tirol ein und rechnet die zusätzliche Fahrzeit mit.
  • Für Familien mit kleinen Kindern lohnt ein Blick auf Übungslifte und Kinderländer der größeren Gebiete, da der nächste kleine Hang in Kreuth weggefallen ist.
  • Bei guter Schneelage bietet das Tal rund um Kreuth Alternativen zum Alpinski, etwa Winterwanderungen und Langlauf. Informationen dazu gibt es bei der Tourist-Information im Tegernseer Tal.