Hinterstoder ist das Skigebiet am Talschluss des Stodertals in der oberösterreichischen Urlaubsregion Pyhrn-Priel. Gefahren wird auf der Höss, einem Bergrücken am Rand des Toten Gebirges, der vom Ort aus mit der Gondelbahn erschlossen ist. Das Gebiet spricht Tagesgäste aus dem Raum Linz und Steyr ebenso an wie Familien, die eine Woche im Tal verbringen. Betrieben wird es von der Hinterstoder-Wurzeralm Bergbahnen AG, zu der auch die Wurzeralm bei Spital am Pyhrn gehört.

Lage und Anreise

Der Ort Hinterstoder liegt in einem Seitental der Steyr, eingerahmt von den Kalkwänden des Toten Gebirges. Die Talstation der Bergbahnen befindet sich im Ort selbst, die Skifahrer steigen also ohne weitere Transfers direkt in die Gondel.

Mit dem Auto führt die Anfahrt über die A9 Pyhrnautobahn, die Linz mit der Steiermark verbindet. Von der Autobahn geht es über die Bundesstraße entlang der Steyr und dann ins Stodertal hinein bis zum Talschluss. Die Straße ins Tal ist eine normale Landesstraße ohne Maut, im Hochwinter sollte trotzdem mit Schneefahrbahn gerechnet werden. Winterreifen sind in Österreich bei winterlichen Verhältnissen ohnehin Pflicht.

Wer mit der Bahn anreist, nutzt die Pyhrnbahn zwischen Linz und Selzthal. Der Bahnhof Hinterstoder liegt nicht im Ort, sondern etwa 10 Kilometer talauswärts an der Steyr. Für die letzten Kilometer braucht es einen Bus oder ein Taxi. Aktuelle Verbindungen und Informationen zum Parken an der Talstation finden sich auf der offiziellen Website der Bergbahnen.

Pisten und Lifte

Das Skigebiet erstreckt sich von der Talstation auf rund 600 Metern bis in den Gipfelbereich der Höss auf etwa 2.000 Metern. Damit steht eine Höhendifferenz von etwa 1.400 Metern zur Verfügung, was für ein oberösterreichisches Gebiet beachtlich ist. Die Hauptzubringerin ist die Gondelbahn aus dem Ort, oben verteilen weitere Lifte die Gäste auf die einzelnen Hänge.

Das Gelände im oberen Bereich ist offen und breit, weiter unten führen die Abfahrten durch den Wald zurück ins Tal. Auf der Höss wurden bereits Rennen des alpinen Skiweltcups ausgetragen. Die Weltcupstrecke zeigt, dass es hier steile, lange Passagen gibt, die über das Niveau vieler Nachbargebiete hinausgehen.

Durch die große Spanne der Höhenlage unterscheiden sich die Verhältnisse oben und unten deutlich. Im Gipfelbereich hält sich der Schnee in der Regel gut, die Talabfahrt ist dagegen stärker von Temperatur und technischer Beschneiung abhängig. In milden Phasen kann es sein, dass die Talabfahrt nur eingeschränkt oder gar nicht befahrbar ist und die Rückfahrt mit der Gondel erfolgt.

Die Schwestergebiet Wurzeralm liegt einige Kilometer entfernt bei Spital am Pyhrn. Es ist nicht mit Skiern verbunden, sondern nur mit dem Auto oder Bus erreichbar.

Für wen geeignet

Fortgeschrittene und sportliche Fahrer kommen in Hinterstoder am besten auf ihre Rechnung. Die große Höhendifferenz, die langen Abfahrten ins Tal und das Weltcupgelände machen das Gebiet zu einem der anspruchsvolleren Ziele in Oberösterreich. Für einen ganzen Skitag reicht das Angebot gut aus.

Familien finden im oberen Bereich flachere, breite Hänge, auf denen Kinder mit etwas Erfahrung gut zurechtkommen. Ganz ohne Vorkenntnisse beginnt man besser auf einem Übungsgelände oder mit der Skischule, weil die Talabfahrt für Einsteiger zu lang und teils zu steil ist.

Wer ein großes Skigebiet mit vielen Tälern und einer Woche ohne Wiederholung sucht, ist hier falsch. Hinterstoder ist ein Gebiet für gute Tage am Berg, keine Skischaukel im Stil der großen Tiroler Verbünde. Auch Freerider, die weitläufiges Gelände abseits der Pisten suchen, finden in den großen Arlberg- oder Tauernregionen mehr Auswahl.

Skipass und Preise

Die Tarife für die Saison 2026/27 werden von den Bergbahnen vor Saisonbeginn veröffentlicht. Angeboten werden üblicherweise Tageskarten, Teiltageskarten, Mehrtageskarten und Saisonkarten, dazu ermäßigte Preise für Kinder und Jugendliche. Da Hinterstoder und die Wurzeralm vom selben Betreiber geführt werden, lohnt bei Mehrtagesaufenthalten ein Blick auf Karten, die beide Gebiete umfassen.

Die aktuellen Preise, mögliche Onlinetarife und Hinweise zu Ermäßigungen stehen auf der offiziellen Website skisport.com.

Einkehr und Service

Im Skigebiet gibt es mehrere Einkehrmöglichkeiten entlang der Pisten, im Ort selbst kommen Gasthäuser und Restaurants hinzu. Skischulen und Verleihbetriebe sind in Hinterstoder vorhanden, sodass Ausrüstung und Kurse direkt vor Ort organisiert werden können. Genaue Angebote, Öffnungszeiten und Kontaktdaten sind über die Bergbahnen und den Tourismusverband der Region Pyhrn-Priel zu finden.

Tipps

  • Die Gondelbahn aus dem Ort ist der Hauptzugang. An schönen Wochenenden lohnt es sich, früh an der Talstation zu sein, bevor die Tagesgäste aus dem Zentralraum ankommen.
  • Bei milden Temperaturen die Schneelage der Talabfahrt vorab prüfen. Oben kann noch bester Schnee liegen, während unten schon Frühjahrsverhältnisse herrschen.
  • Wer mehrere Tage in der Region verbringt, kann Hinterstoder mit der Wurzeralm kombinieren. Die Wurzeralm liegt etwas höher und ist ein guter Ausweich, wenn in Hinterstoder die unteren Bereiche schwächeln.
  • Die Anreise mit der Pyhrnbahn ist möglich, wegen der Entfernung zwischen Bahnhof und Ort sollte der Anschluss ins Tal aber vorab geplant werden.
  • Betriebszeiten und Saisonstart variieren je nach Schneelage. Vor der Anfahrt die aktuellen Informationen auf der Website der Bergbahnen ansehen.