Hoch über dem Haslital im östlichen Berner Oberland liegt das Skigebiet Meiringen-Hasliberg auf einer nach Süden ausgerichteten Terrasse. Mit rund 60 Pistenkilometern gehört es zu den mittelgroßen Gebieten der Zentralschweiz. Wer breite Pisten, kurze Wege von der Bahn und Blick auf Wetterhorn und Eiger sucht, ist hier richtig. Extremes Gelände steht nicht im Vordergrund.

Lage & Anreise

Das Gebiet erstreckt sich über dem Ort Meiringen und den Weilern der Gemeinde Hasliberg, darunter Reuti, Goldern, Wasserwendi und Hohfluh. Meiringen liegt an der Straße zwischen Brienzersee und Brünigpass. Aus Richtung Luzern erreicht man Hasliberg über den Brünigpass, aus Richtung Bern und Interlaken über die Autobahn entlang des Brienzersees. Luzern ist rund 50 Kilometer entfernt, Interlaken etwa 30 Kilometer, Bern knapp 90 Kilometer.

Drei Zugänge führen ins Skigebiet:

  • Meiringen: Gondelbahn ab dem Ortszentrum über Reuti Richtung Bidmi und Mägisalp
  • Twing bei Wasserwendi: Gondelbahn hinauf nach Käserstatt
  • Reuti: Einstieg auf halber Höhe, gut für Gäste mit Unterkunft auf dem Hasliberg

Parkplätze gibt es an den Talstationen in Meiringen und Twing. Aktuelle Parkgebühren und Kapazitäten stehen auf der offiziellen Website der Bergbahnen.

Für die Bahnanreise ist Meiringen gut gelegen. Der Bahnhof liegt an der Brünigstrecke zwischen Luzern und Interlaken, die Talstation der Gondelbahn ist von dort zu Fuß erreichbar. Die Weiler auf dem Hasliberg sind mit dem Postauto angebunden, das auch die Talstation in Twing bedient. Die Brünigpassstraße ist in der Regel ganzjährig befahrbar, bei starkem Schneefall sind Winterreifen und Schneeketten im Auto sinnvoll.

Pisten & Lifte

Die rund 60 Pistenkilometer verteilen sich auf 13 Anlagen. Den Kern bilden Gondelbahnen, die das Gebiet stufenweise erschließen, ergänzt durch Sessel- und Schlepplifte im oberen Bereich. Die Pisten liegen zwischen gut 1.000 Metern und knapp 2.430 Metern.

Das Gelände zerfällt grob in zwei Bereiche. Rund um Käserstatt und Hochsträss finden sich lange, breite Hänge, auf denen man ohne Hektik Kilometer sammelt. Oberhalb der Mägisalp reicht das Gebiet bis zur Planplatten mit dem Panoramarestaurant Alpen Tower und weiter hinauf Richtung Glogghüs. Dort wird das Gelände steiler, und die anspruchsvolleren Abfahrten des Gebiets liegen in diesem Sektor. Beide Bereiche sind mit Skiern verbunden, sodass man den ganzen Tag ohne Busfahrt unterwegs sein kann.

Die Südausrichtung sorgt an klaren Tagen für viel Sonne. Sie bedeutet aber auch, dass die unteren Abschnitte gegen Ende der Saison und in milden Phasen schneller leiden als in den oberen Lagen. Die Abfahrt bis ins Tal nach Meiringen ist nicht Teil des regulären Pistennetzes. Wer in Meiringen startet, fährt am Ende des Tages mit der Gondelbahn hinunter.

Neben den Pisten gibt es auf dem Hasliberg Winterwanderwege, Schneeschuhtrails und Schlittelmöglichkeiten. Details zu Funpark und Rodelbahn nennt die Betreiberseite pro Saison.

Für wen geeignet

Familien bilden die Hauptzielgruppe. Die breiten roten und blauen Hänge im Bereich Käserstatt und Mägisalp lassen sich auch mit Kindern entspannt fahren, und die Gondelbahnen machen den Zugang ohne lange Schleppliftfahrten einfach. Für Anfänger gibt es flachere Zonen im mittleren Gebietsteil, wobei Einsteiger am ersten Tag die Skischule nutzen sollten.

Fortgeschrittene finden genug Abwechslung für zwei bis drei Tage. Die langen Abfahrten zwischen den Sektoren erlauben entspanntes Carven mit Aussicht.

Könner kommen im oberen Bereich um die Planplatten und Glogghüs auf ihre Strecken, bei guten Bedingungen auch neben der Piste. Wer allerdings einen ganzen Urlaub lang steile schwarze Pisten und große Höhen sucht, ist in den nahen Gebieten der Jungfrau Region oder in Engelberg besser aufgehoben. Für eine Woche mit ambitionierten Fahrern reicht das Pistennetz auf Dauer nicht.

Skipass & Preise

Die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg bieten Tageskarten, Halbtageskarten und Mehrtageskarten an, dazu Ermäßigungen für Kinder und Jugendliche. Die aktuellen Tarife für die Saison 2026/27 sowie mögliche Onlinerabatte sind auf der offiziellen Website der Bergbahnen zu finden. Der Kauf im Voraus lohnt sich in der Schweiz häufig, da viele Gebiete mit tagesabhängigen Preisen arbeiten.

Für Vielfahrer ist Meiringen-Hasliberg Teil von Verbundangeboten im Berner Oberland. Mit einem entsprechenden Saisonpass lassen sich mehrere große Gebiete der Region kombinieren. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, wie oft man in der Saison fährt und ob weitere Gebiete des Verbunds auf dem Plan stehen.

Einkehr & Service

Auf der Planplatten liegt das Panoramarestaurant Alpen Tower, von dem aus man bei klarer Sicht weit über die Berner und Urner Alpen schaut. Weitere Bergrestaurants und Selbstbedienungslokale gibt es an den Stationen Mägisalp, Käserstatt und Bidmi. Zwischendurch finden sich kleinere Beizen entlang der Pisten.

Skischulen sind in Meiringen und auf dem Hasliberg ansässig, ebenso Verleihgeschäfte für Ski und Snowboard. Wer mit der Bahn anreist, kann die Ausrüstung vor Ort mieten und spart sich das Tragen im Zug.

Tipps

  • Wer mit dem Zug kommt, steigt in Meiringen direkt vom Bahnhof in die Gondelbahn und braucht kein Auto im Gebiet.
  • Mit Unterkunft auf dem Hasliberg lohnt sich der Einstieg in Twing oder Reuti, das spart die Fahrt ab dem Talboden.
  • Morgens zuerst in den oberen Bereich Richtung Planplatten fahren, solange die steileren Hänge frisch präpariert sind, und nachmittags in die sonnigen Hänge um Käserstatt wechseln.
  • Einen Einkehrstopp im Alpen Tower an einem klaren Tag einplanen, die Sicht ist bei Nebel im Tal oft besser als unten.
  • Im Spätwinter die oberen Sektoren bevorzugen, weil die südexponierten unteren Hänge früher weich werden.
  • Vor der Anreise auf der Website der Bergbahnen den aktuellen Pistenbericht prüfen, besonders zu Saisonbeginn, wenn noch nicht alle Sektoren geöffnet sind.

Häufige Fragen

Kann man bis nach Meiringen abfahren?

Nein, die reguläre Piste endet oberhalb des Talbodens. Die Rückfahrt nach Meiringen erfolgt mit der Gondelbahn.

Reicht das Gebiet für mehrere Tage?

Für Familien und Genussfahrer ja, zwei bis vier Tage lassen sich gut füllen. Sportliche Fahrer ergänzen eine längere Woche besser mit Ausflügen in benachbarte Gebiete der Region.

Wie komme ich ohne Auto zur Talstation in Twing?

Mit dem Postauto ab Meiringen oder ab dem Brünigpass. Die Linie verbindet die Weiler auf dem Hasliberg mit der Talstation.